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Die Alta 4-EVENT COW

Das ist Kuh 2582.

Sie bekommt täglich eine ausgewogene Ration und wenn sie nicht gerade frisst, verbringt sie ihre Zeit in den komfortablen Liegeboxen. Die 2582 ist gerade in der zweiten Laktation. Bei Alta bezeichnen wir diese Kuh als Alta 4-EVENT COW.

 

Was ist eine Alta 4-EVENT COW?

Wenn Sie sich die Kuhkarte einer 4-EVENT COW in DairyComp oder einem anderen Herdenmanagementprogramm anschauen, befinden sich auf der Kuhkarte nur vier Ereignisse in der aktuellen Laktation:

 

  1. FRISCH
  2. BESAMT
  3. TRAGEND
  4. TROCKEN

Im Fall unserer Kuh 2582 bedeutet das, dass die Kalbung ohne Probleme verlief und das Kalb gesund auf die Welt kam. Sie hatte weder Milchfieber, noch eine Ketose und auch kein Nachgeburtsverhalten. Da sie auch keine anderen Gesundheitsprobleme hatte, fielen für sie keine Behandlungskosten an.

Nach der vom Betrieb festgelegten freiwilligen Wartezeit von 50 Tagen wird sie besamt. Es wird das Ereignis BESAMT in der Kuhkarte notiert. Kurze Zeit später wird sie als tragend untersucht. Die Kuh hatte also weder einen Abort noch traten andere Fruchtbarkeitsprobleme auf. Sie brauchte nur eine Spermaportion bzw. nur eine Besamung, um tragend zu werden. In der Kuhkarte der 2582 wird jetzt das Ereignis TRAGEND eingetragen.

Das letzte Ereignis in der Kuhkarte der 2582 ist das Ereignis TROCKEN. Das bedeutet, dass es keine Probleme gab und sie die Laktation als gesunde Kuh durchlaufen ist. Sie hat also einen super Job gemacht und kann sich im Trockenstand jetzt auf ihre nächste Laktation vorbereiten!

Aber was fehlt?

Sie werden sich jetzt fragen, was auf der Kuhkarte der 2582 fehlt. Natürlich ereignen sich auch in der Laktation dieser Kuh Ereignisse, wie zum Beispiel Gruppenwechsel, Klauenschnitte oder Impfungen.

Was auf der Kuhkarte der 2582 aber wirklich fehlt, sind Rückschläge. Also Ereignisse, die teuer sind, Zeit rauben und die Profitabilität der Herde vermindern. Eine 4-EVENT COW wie die 2582 hatte keine Mastitis. Sie hatte keine Klauenprobleme und auch keinen frühzeitigen Abort. Sie konnte jeder Krankheit oder Infektion ausweichen und hat dem Betriebsleiter somit eine Menge Stress erspart.

Wir brauchen mehr Kühe wie die 2582

Die Kuh 2582 ist nicht nur eine 4-EVENT COW. Sie ist vor allem eine profitable Kuh. Man muss nicht nur die Zeit und das Geld einrechnen, das man mit solchen Kühen einspart, sondern vor allem auch die Nerven, die eine kranke Kuh kostet. Eine Herde, mit vielen Kühen wie die 2582, haben weder hohe Behandlungskosten noch Milchverluste aufgrund von gesundheitlichen Problemen.

Wir helfen Ihnen, mehr 4-EVENT Kühe zu schaffen – sprechen Sie einfach Ihren zuständigen Alta Mitarbeiter an!

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Was steckt in einer gesunden Kuh?

Denken Sie an die gesündesten Kühe Ihrer Herde. Was macht sie zu den gesündesten? Ist es ihr höheres Alter? Ist es die Tatsache, dass sie noch nie eine Mastitis hatten? Oder ist, weil sie den Frischabkalberbereich schnell verlassen, weil sie keine Probleme mit Milchfieber, Metritis, Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerung oder Ketose hatten?

Wir sind uns sicher, dass Ihre gesündesten Kühe diejenigen sind, die Sie nicht einmal bemerken. Sie haben sie nicht auf dem Schirm, weil sie einfach ihrer Aufgabe nachgehen: Sie produzieren hochwertige Milch ohne dabei Probleme für Sie oder Ihr Team zu bereiten.

Wir nennen diese unbemerkten Kühe die 4-Event Kühe. Wenn Sie sich eine Kuhkarte in Ihrem Herdenmanagementprogramm anschauen, dann erkenn Sie eine 4-Event Kuh sofort am Mangel an Ereignissen. Während der gesamten Laktation erscheinen bei diesen Kühen nur 4 Ereignisse: 1. Frisch, 2. Besamt, 3. Trächtig und 4. Trockengestellt.

Wenn das die einzigen vier Ereignisse in der Laktation sind, dann sind die Chancen hoch, dass es sich um eine gesunde und profitable Kuh handelt.

Eine gesunde Kuh ist das Resultat aus mehreren Faktoren: eine ausgewogene Futterration, eine gute Transitphase und Frischabkalbermanagement, das richtige Melkverfahren, hoher Kuhkomfort – und die richtige Genetik!

Auch wenn die Genetik nur einen begrenzten Anteil einer gesunden Kuh ausmacht, so ist sie doch ein messbarer und wahrer Faktor.

Gesunde Genetik?

Im April 2018 veröffentlichte der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) eine Reihe neuer Gesundheitsmerkmale. Diese Merkmale basieren auf der Datenbank tatsächlich dokumentierter Fälle von häufigen und kostspieligen Gesundheitsproblemen beim Milchvieh. Diese sechs neuen Merkmale geben die Resistenz der Tiere gegen die jeweiligen Gesundheits- und Stoffwechselproblemen an und sollen Milchproduzenten dabei unterstützen gesündere Kühen für die nächste Generation zu züchten.

Dazu gehören Mastitis (MAST), Ketose (KETO), Nachgeburtsverhalten (RETP), Metritis (METR), Labmagenverlagerung (DA) und Milchfieber (MFEV).

Die Nutzung der neuen Gesundheitsmerkmale bietet Ihnen in Ihrem genetischen Plan eine große Chance gesündere Kühe zu züchten. Die meisten der neuen Merkmale korrelieren mit PL (Productive Life – Nutzungsdauer). Wenn Sie es sich also einfach machen wollen, können Sie für gesündere Kühe in Ihrer Herde auch auf Productive Life selektieren.

Gesündere Genetik, schlicht und einfach

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sagt uns der Zuchtwert des Merkmals PL (Nutzungsdauer), wie viele Monate mehr oder weniger die Kuh im Vergleich zum Durchschnitt in der Herde bleibt. Während die meisten Kühe wegen geringer Milchproduktion oder schlechter Fruchtbarkeit den Betrieb verlassen, gehen diese Probleme meist auf spezifische Gesundheitsprobleme im Leben einer Kuh zurück.

Die Selektion auf PL oder eines der anderen Gesundheitsmerkmalen in Ihrem genetischen Plan kann Ihnen helfen, spezifische Gesundheitsprobleme in Ihrer Herde anzugehen.

Dieses Wissen haben wir aus DairyComp – Analysen gewonnen, die wir in vielen großen, progressiven Herden durchgeführt haben. Im folgenden Beispiel analysieren wir einen gut gemanagten Milchviehbetrieb mit 2400 Kühen, auf dem Gesundheitsmerkmale genau erfasst werden. Wir haben die Tiere, deren Väter die höchsten durchschnittlichen PL- Wert aufweisen, mit den Tieren, deren Väter mit den niedrigsten durchschnittlichen PL- Werten verglichen.

Keine der Tiere werden bevorzugt behandelt –alle werden mit dem gleichen gut geführtem Management betreut. Da es keine weiteren Unterschiede außer den PL-Werten ihrer Väter gibt, die diese Tiere voneinander unterscheiden, haben wir verglichen, wie viele Gesundheitsereignisse jede Gruppe hatte. Im Speziellen haben wir uns Fälle von Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber angeschaut und analysiert.

Wie erwartet zeigt Tabelle 1, dass die Kühe mit den höchsten PL-Werten bei jedem Gesundheitsereignis deutlich weniger Fälle aufweisen.

Tabelle 1# der KüheØ PL der VäterMastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagen
Kühe niedrige PL6071.325822323329
Kühe hohe PL6006.279316167
Unterschied4.917919161722

Die Wirtschaftlichkeit einer gesunden Genetik

Wir wissen, dass diese Gesundheitsereignisse mit Kosten verbunden sind und der CDCB hat diese berechnet. Die Kosten werden ohne Berücksichtigung von Produktionsausfällen oder schlechter Fruchtbarkeit berechnet. Es werden also nur die direkten Kosten gemessen, die mit jedem Ereignis verbunden sind.

Nehmen wir diese Kosten und wenden sie auf unsere Herde im Beispiel an. Dafür haben wir die Kosten pro Gesundheitsereignis mit der Differenz der Anzahl der Ereignisse zwischen den Gruppen mit niedrigem und der Gruppe mit hohem PL- Wert multipliziert. Tabelle 2 zeigt die wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzungsdauer für einen2100-Kuh Betrieb.

Tabelle 2MastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagenMilchfieber
CDCB-berechnete Kosten pro Gesundheitsereignis68€25€61€100€177€31€
Unterschied der Ereignisse der beiden PL-Gruppen1791916172212
Gesamtkosten für den Betrieb12.172€475€976€1.700€3.894€372€
= 19.589€

Dieser Betrieb spart insgesamt 21.691 Dollar alleine durch die Genetik Ihrer gesunden Kühe!

Sie möchten gesündere Kühe? Genetik hilft!

Wenn Sie Productive Life oder eines der sechs neuen Gesundheitsmerkmale in Ihren genetischen Plan aufnehmen, dann werden Sie eine nächste Generation von unbemerkten Kühen schaffen – diejenigen, die gut produzieren und gleichzeitig wenig gesundheitliche Probleme in ihrem Leben aufweisen.

Umwelteinflüsse, Kuhkomfort und das Management spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit Ihrer Herde. Aber wie Sie jetzt wissen, spielt auch die Genetik für die Gesundheit Ihrer Kühe und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Milchproduktion eine entscheidende Rolle.

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Die neuen Gesundheitsmerkmale

Der „Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB)“ hat in der Zuchtwertschätzung von April 2018 sechs neue Gesundheitsmerkmale für alle Rassen hinzugefügt.

Bei den Merkmalen handelt es sich um die Widerstandsfähigkeit bzw. Resistenz der Tiere gegenüber bestimmten Krankheiten. Umso positiver bzw. höher dieser Wert ist, desto widerstandsfähiger ist das Tier. Ein niedriger, negativer Wert bedeutet wiederum, dass ein Tier empfindlicher und weniger widerstandsfähig gegen die Krankheit ist.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: In einer Herde erkranken durchschnittlich 10% der Tiere an Mastitis. Wenn in dieser Herde ein Bulle mit einem PTA (Zuchtwert) von +3 für Mastitiden eingesetzt wird, erwarten wir, dass die Töchter dieses Bullen eine durchschnittliche Häufigkeit von 7% an Mastitiden aufweisen. Dies wäre 3% weniger als der Herdendurchschnitt.

Die Erkrankungshäufigkeiten erstrecken sich von 1,3% für Milchfieber bis zu 10,2% für Mastitiden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen in einem Krankheitsfall wurden ebenfalls geschätzt. Die auftretenden Kosten reichen von 28 USD (ca. 23 €) für eine Ketose bis hin zu 197 USD (ca. 160 €) für eine Labmagenverlagerung.
Die Erblichkeit dieser Merkmale ist nach wie vor relativ gering. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mit diesen Merkmalen keine Fortschritte erzielen können! Lesen Sie HIER, warum Sie trotz geringer Heritabilität einen großen wirtschaftlichen Einfluss haben können!

Die Mastitis-Resistenz korreliert sehr stark mit dem Zuchtwert der somatischen Zellen. Darüber hinaus weisen die neuen Gesundheitsmerkmale keine bedeutenden Korrelationen zu Ertragsmerkmalen auf. Eine Selektion auf Fett- und Proteingehalt verursacht somit keine Einbußen bei der Gesundheit.

Da die neu entwickelten Gesundheitsmerkmale bereits mit zuvor verfügbaren Merkmalen korrelieren, wurden bei diesen Merkmalen bereits Fortschritte erzielt. Die Daten weisen Korrelationen von bis zu 0,39 mit Produktivität, bis zu 0,47 mit Lebenseffektivität und bis zu 0,59 mit DPR auf.

Die zur Bewertung der Merkmale verwendeten Daten, wurden in US-Herden gesammelt und gemeldet. Diese wurden strengen Prüfungen unterzogen, um eine möglichst hohe Genauigkeit sicherzustellen.

HIER finden Sie eine Übersicht der neuen Merkmale als PDF. Sollten Sie Fragen zu den neuen Gesundheitsmerkmalen haben, wenden Sie sich gerne an uns.

Weitere, detaillierte Informationen zu den einzelnen Merkmalen finden Sie auf der Seite des CDCB (auf Englisch):

 

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