fbpx

Skip to Content

Blog Archives

5 Fakten über den neuen NM$ Index

1. Das NM$ Update wird offiziell mit der ZWS August 2021

Für wen ist das wichtig?

Wenn Sie NM$ als Selektionskriterium nutzen, ist es wichtig, dass Sie die Neuerungen verstehen. Somit behalten Sie im Blick, auf welche Merkmale Sie für Ihre zukünftige Herde setzen und können prüfen, ob diese weiterhin mit Ihren Zuchtzielen übereinstimmen.

2. Es gibt 3 neue Merkmale in der Formel

Diese Merkmale wurden im letzten Jahr zum ersten Mal veröffentlicht, aber dies ist die erste Zuchtwertschätzung, in der sie tatsächlich in die NM$-Formel einfließen.

  • Feed Saved (FSAV) | eingespartes Futter – mit 13% Gewichtung im NM$

Feed Saved ist tatsächlich als solches nicht im NM$ zu sehen. Stattdessen wird es durch die Summe seiner Komponenten dargestellt: eine Kombination aus 9% Body Weight Composite (BWC) und 4% Residual Feed Intake (RFI). Feed Saved ist nach wie vor ein berechnetes Merkmal, das veröffentlicht wird. Der kombinierte Zuchtwert wird also weiterhin für jeden Bullen ausgewiesen.

  • Early First Calving (EFC) | Frühes Erstkalbealter – mit 1% Gewichtung im NM$

Es stellt das Alter beim ersten Abkalben in Tagen dar, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Da es für Färsen von wirtschaftlichem Nutzen ist, in einem jüngeren Alter zu kalben, haben Bullen, deren Töchter jünger/früher als erwartet kalben, einen positiven Wert. Vererbt ein Bulle die Genetik, die die Erstkalbezeit um 2 Tage verkürzt, so beträgt sein PTA für Frühes Erstkalbealter +2,0 Tage.

  • Heifer Livability (LIV) | Überlebensrate Färsen – mit 1% Gewichtung im NM$

HLIV ist der erwartete Prozentsatz der weiblichen Nachkommen eines Tieres, die in einer durchschnittlichen Herde von 2 Tagen nach der Geburt bis zum Alter von 18 Monaten überleben. Größere, positive Werte sind vorteilhafter. Der Durchschnittswert für die Überlebensfähigkeit von Färsen liegt bei 96%. Wenn also ein Bulle einen HLIV-Wert von +1,0 aufweist, dann ist zu erwarten, dass 97% seiner Töchter von 2 Tagen bis zum Alter von 18 Monaten überleben.

3. Die Gewichtung der Kategorien haben sich verändert

  • 49% LEISTUNG
  • 48% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ
  •  3% EXTERIEUR

Der neue NM$ schlüsselt sich etwas anders auf als in der Vergangenheit. Was sind die wichtigsten Informationen über die neue Aufschlüsselung?

  • Leistung – das Fett:Eiweiß Verhältnis hat sich verändert, wobei dem Fett etwas weniger Gewicht beigemessen wird als früher.
  • Gesundheit & Effizienz – wir bei Alta haben das Wort “Effizienz” hinzugefügt, um diesen Bereich zu beschreiben. Dies ist ein Alta internes Update unserer Zuchtwert-Sprache und der Art und Weise, wie wir die Kategorien kommunizieren. Wir werden diese Terminologie verwenden, wenn wir bspw. über genetische Pläne sprechen.
  • Durch die Anpassung der Terminologie können wir besser über Ihre beste zukünftige Herde sprechen. Eine Herde, die aus effizienten, problemlosen 4-EVENT Kühen besteht. Der Begriff “Effizienz” ermöglicht es uns auch, jedes Merkmal möglichst genau zu kategorisieren. Zum Beispiel hat ein Merkmal wie RFI (Teil von Feed Saved) keinen passenden Platz, wenn wir auf die Optionen Produktion, Gesundheit oder Exterieur beschränkt sind.
  • Exterieur – nach der Aktualisierung hat diese Kategorie nur noch einen geringen Stellenwert und wird in den Formeln NM$, CM$, FM$ und GM$ mit weniger als 4 % Gewicht für Euter, Klauen und Beine berücksichtigt.

4. Im Durchschnitt werden Bullen einen höheren NM$ im August haben als im April

Warum ist das wichtig zu wissen?

Sie müssen sich an einen neuen Bezugsrahmen für den NM$ eines Bullen gewöhnen. Im Durchschnitt werden männliche und weibliche Tiere um 70 – 100 NM$ steigen. Das bedeutet, dass Bullen, deren NM$ derzeit bei etwa 850 $ liegt, auf etwa 950 NM$ steigen werden. Diese zu erwartende Steigerung ist branchenweit zu erwarten, bevor die Unterschiede aus den neuen Zuchtwerten im August berücksichtigt werden – sie basieren ausschließlich auf den Berechnungen der neuen NM$-Formel.

5. Gespräche über einen individuellen genetischen Plan sind wichtiger denn je!

Aktualisierungen in der Branche verursachen Unruhe – und Fragen. Und das kann vom eigentlichen Kontext ablenken.

  • Ist NM$ der richtige Selektionsindex für Sie?
  • Oder ist es besser, einen betriebsindividuellen Ansatz bei der Selektionsentscheidung zu nutzen?
  • Möchten Sie die neuen Merkmale in Ihre Zuchtziele aufnehmen?
  • Oder sind Sie mit Ihrem bisherigen Plan zufrieden?
  • Woher wissen Sie, was der richtige Ansatz für Ihren Betrieb ist?

Vertrauen Sie darauf, dass Ihr:e Alta-Berater:in Sie bei diesem Entscheidungsprozess bestmöglich begleitet. Ganz gleich, ob Sie eine einfache, geradlinige Herangehensweise an die Genetik oder einen präzisen Ansatz für Ihre Strategie bevorzugen, das Alta-Team hilft Ihnen, eine zukünftige Herde zu schaffen, die Ihren Zielen entspricht.

0 Continue Reading →

TPI, PTA & CO. – Erklärung der amerikanischen Zuchtwerte

Für jeden Zuchtbullen wird die genetische Ausstattung für sein individuelles Exterieur und seine individuelle Leistungsfähigkeit über sogenannte PTAs (Predicted Transmitting Abilities) beschrieben. In Gesamtzuchtwerten/Indizes werden bestimmte Zuchtziele einer Population zu einem Gesamtbild der Bullen zusammengefasst.

TPI │ Total Performance Index

Die Gesamtzuchtwerte können auf diese Weise als wichtiges Hilfsmittel für die Selektion verwendet werden, um überlegene Tiere zu identifizieren. In vielen Ländern der Welt stellen sie außerdem ein hilfreiches Instrument dar, um Bullen nach bestimmten Merkmalen zu rangieren. Einen bedeutenden Gesamtzuchtwert beschreibt der TPI (Total Performance Index). Er gilt gemeinhin als US Branchenstandard und entspricht dem Durchschnittsziel der US Milchviehhalter. Für die Bullenauswahl auf Ihrem Betrieb kann das Zuchtziel allerdings ganz anders sein. Mit einem individuellen genetischen Plan passen Sie Ihre Bullenauswahl direkt auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele an.

Da sich die Berechnung des TPI immer wieder ändert, finden Sie HIER eine Zusammenfassung der aktuellen Formel. 

46% PRODUKTION29% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ25% EXTERIEUR
19% Eiweiß13% Fruchtbarkeitsindex11% Euterindex
19% Fett5% Nutzungsdauer8% PTA Typ
8% Futtereffizienz $2% Gesundheitsindex6% Fundamentindex
3% Livability
-4% Somatische Zellzahl
-0,5% Kalbeverlauf maternal
-1,5% Totgeburtenrate maternal

 Gewichtung Stand: April 2021

PTA │ Predicted Transmitting Abilities

Bei den PTAs handelt es sich um Schätzwerte für die genetische Überlegenheit (oder Unterlegenheit) eines Bullen. Sie können auch als durchschnittlicher genetischer Wert, den ein Bulle in einem bestimmten Merkmal an seine Nachkommen vererbt, verstanden werden. Das Pedant zu den PTAs in Deutschland sind Zuchtwerte.

Allgemeine Kenngrößen zum Bullenblatt und den Merkmalen

1lb │ 1 Pfund

entspricht 0,45 kg

Kappa Casein

Gene für höhere Gesamtkäseausbeute, die ein Bulle an seine Nachkommen vererbt. B-Kombinationen sind günstig, A-Kombination mittel, E-Kombinationen ungünstig für eine höhere Gesamtkäseausbeute.

Beta Casein

Die Beta-Kasein Gene können Allelkombinationen für gesundheitsverträglichere Milch sein, die ein Bulle an seine Nachkommen vererbt. Die Allelkombination A2A2 ist Milch, die bei Menschen mit Milchunverträglichkeit besser verdaulich ist und gewisse Gesundheitsrisiken minimiert. Für Betriebe, die A2 Milch liefern möchten, ist es daher wichtig einen reinerbigen Bullen mit der Allelkombination A2A2 einzusetzen, da nur Kühe, die homozygot für das A2-Allel sind, echte A2-Milch produzieren. Beispiel: Sie haben eine A2A1-Kuh und setzen einen A2A2-Bullen ein. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% erhalten sie daraus einen A2A2-Nachkommen.

CDCB │ Council on Dairy Cattle Breeding

Berechnet Informationen zu Produktion und Gesundheitsmerkmalen für alle Rassen. In Deutschland entspricht das dem VIT.

aAa

aAa® Analyse ist eine unabhängige Methode für Paarungsentscheidungen mit einem Klassifizierungsergebnis aus einer 3- oder 6-stelligen Nummer. Die unabhängigen Einstufer bewerten die Bullen und Kühe zwischen 1=Milchcharakter, 2=Hoch, 3=Offen, 4=Stärke, 5=Harmonie, 6=Steil. Es werden die körperliche Konstitution/Phänotyp der Bullen und Kühe analysiert. Die Analysenummern sind bei einem Bullen in Folge, wie er es vererbt (also seiner Stärken) und bei einer eingestuften Kuh, in Folge, wie sie es benötigt (also ihrer Schwächen) aufgelistet.

DMS │ Dairy Mating Service

Milchvieh-Anpaarungsservice Programm DMS® ist eine separate, unabhängige Methode für Paarungsentscheidungen. Klassifizierungsergebnis als 3- oder 6-stellige Nummer durch Einstufer klassifiziert, 1=Stärke, 2=Glatt, 3=Stil, 4=Milchcharakter, 5=Groß, 6=Flache Knochen. Die Analysenummern sind bei einem Bullen in Folge, wie er es vererbt (also seiner Stärken) und bei einer eingestuften Kuh, in Folge, wie sie es benötigt (also ihrer Schwächen) aufgelistet.

RHA │ Registered Holstein Ancestry │ Registrierte Holstein-Abstammung

Die Holstein Association USA hat ein einziges, vollständig offengelegtes Herdbuch. Jedes Tier im Herdbuch hat einen berechneten, aufgezeichneten und ausgewiesenen Prozentsatz “Registrierte Holstein Abstammung” oder “RHA”.

EFI% │ Expected Future Inbreeding │ Erwartete zukünftige Inzucht

Der geschätzte zukünftige Inzuchtkoeffizient wird ermittelt, indem in einer Stichprobe von Tieren eine theoretische Anpaarung jedes dieser Tiere mit einem bestimmten Bullen erfolgt. Für jede dieser theoretischen Anpaarungen wird dann die Inzuchtrate berechnet und über die gesamte Stichprobe gemittelt. Dadurch wird gemessen, wie verwandt ein Bulle mit der durchschnittlichen Population ist. Eine höhere Zahl bedeutet, dass der Bulle mehr mit der Zuchtkuhpopulation verwandt ist. Beispiel: Ein Bulle mit einem EFI von 7,9% wird bei 100 Kühen verwendet, dann haben die Nachkommen im Durchschnitt eine Inzucht von 7,9%. Individuell kann es bei einigen mehr und bei anderen weniger sein. Theoretisch sollte die Verwendung eines Bullen mit einem niedrigeren EFI zu weniger Inzuchtnachkommen führen. Dabei ist aber immer die Genetik der eigenen Herde zu berücksichtigen, da sich diese von der Gesamtpopulation unterscheidet. Der durchschnittliche EFI% liegt bei etwa 10%.

Neben dem EFI % existiert zusätzlich der GFI % (Genomic Future Inbreeding), der jedoch nur solche Populationen für bestimmte Anpaarungen betrachtet, die genomisch getestet sind. Hier kann das genetische Profil eines Tieres genau betrachtet werden, anstatt zu schätzen, welche Gene es von welchem Elternteil erhält. Hierdurch liefert der GFI % genauere Werte als der EFI %.

MerkmalInzuchtdepression pro 1%
Milch-63,90
Fett-2,37
Eiweiß-1,89
Nutzungsdauer-0,26
Somatische Zellzahl-0,004
Töchterfruchtbarkeit-0,13
Kuh Konzeptionsrate-0,16
Färsen Konzeptionsrate-0,08
Livability-0,08
NM$-25,00

Die Tabelle zeigt die Inzuchtdepression, die mit jedem ökonomischen Merkmal verbunden ist, für jedes 1% Inzucht, das ein Tier gemäß der USDA besitzt.

 

Rel │ Reliability │ Sicherheit

Die Reliabilität ist eine Maßeinheit, die die Genauigkeit von PTAs angibt. Sie gibt an, wie sicher und zuverlässig einzelne PTAs sind. Für alle Merkmale wird die Sicherheit auf einer Skala von 0 bis 100% gemessen und gibt die Verlässlichkeit an, dass die Zuchtwerte oder Indizes eines Tieres dem tatsächlichen Wert entsprechen. Die Sicherheit steigt, umso mehr Information des Bullen bekannt sind und umso mehr Töchter bezüglich der einzelnen Merkmale geprüft wurden. Die durchschnittliche Reliabilität genomisch-geprüfter Bullen für die Produktionsmerkmale liegt bei etwa 75%, für die Gesundheitsmerkmale bei etwa 60%, für die Exterieurmerkmale bei etwa 70% und dem Kalbeverlauf bei etwa 62%.

Erwartete Reliabilität für PTA MilchReliabilität
Neugeborenes Kalb nur mit Information der Eltern42%
Genomisch getestetes Kalb65%
Genomisch-geprüfter Bulle und töchtergeprüft mit 300 Töchtern96%

Die Tabelle zeigt die Reliabilität je nach vorhandenen Informationen.

CM$ │ Cheese Merit $ │ Käse-Verdienst $

Der CM$ wird vom CDCB definiert und ist ein berechneter Index zur Berücksichtigung von Milch, die zur Herstellung von Käse oder anderen Milchprodukten verkauft wird. In diesen Index fließen neben der Milchleistung (52%) auch die Tiergesundheit (36%) und das Exterieur (12%) mit ein.

NM$ Net Merit $ │ Netto-Verdienst $

NM$ ist ein genetischer Indexwert, der vom Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) berechnet wird. Er beschreibt den erwarteten Lebenszeitgewinn pro Kuh im Vergleich zur 2015 geborenen Referenzbasispopulation. Die Merkmalsgewichtungen werden in der Regel etwa alle fünf Jahre aktualisiert und beinhalten die Gewichtung der nebenstehenden Merkmale. Die aktuelle Merkmalsgewichtung basiert auf dem Stand August 2018. Wie der TPI kombiniert auch der NM$ mehrere Produktions-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale mit einer Gewichtung, die sich nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und den Zielen des Index richtet.

49% PRODUKTION48% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ3% EXTERIEUR
29% Fett4% Töchterfruchtbarkeit3% Euterindex
20% Eiweiß16% Nutzungsdauer0,4% Fundamentindex
0,3% Milch1% Gesundheitsindex
4% Livability
-3% Somatische Zellzahl
1% Konzeptionsrate Kühe
0,4% Konzeptionsrate Färsen
3% Kalbigkeit & Totgeburtenrate
1% Frühes Erstkalbealter
0,5% Heifer Livability
-4% Residual Feed Intake
-9% Body Weight Composite

Produktionsmerkmale

PTAM │ Predicted Transmitting Ability Milk │ Milch

Der PTAM beschreibt den PTA für Milch, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Milch an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Milch erklärt, wie viel mehr oder weniger Pfund Milch die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Milch von +2000 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 2000 Pfund mehr Milch produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

PTAP │ Permitted Transmitting Ability Protein │ Eiweiß

Der PTAP beschreibt den PTA für Eiweiß, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Eiweiß an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Eiweiß erklärt, wie viel mehr oder weniger Eiweiß die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Eiweiß von +79 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 79 Pfund mehr Eiweiß  produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

PTAF │ Permitted Transmitting Ability Fat │ Fett

Der PTAF beschreibt den PTA für Fett, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Fett an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Fett erklärt, wie viel mehr oder weniger Fett die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Fett von +104 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 104 Pfund mehr Fett produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

FE$ │Feed Efficiency $-Index │ Futtereffizienz

Der Feed Efficiency $-Index spiegelt eine gute Futterverwertung wider. Er beinhaltet eine bessere Ausnutzung des Futters, um zusätzliche Pfunde an Milch, Fett und Protein zu produzieren; eingespartes Futter durch Kühe mit einem geringeren Körpergewicht und weniger Erhaltungskosten; eingespartes Futter durch bessere Futterverwertung. Dieser letzte Teil ist als Residualfutteraufnahme (RFI) bekannt, d.h. der Effizienzunterschied, den wir zwischen verschiedenen Kühen sehen, nachdem wir die Futtermenge berücksichtigen, die in den Erhalt der Kuh und die Produktion von Milch mit einfließt.

FE$ wird wie folgt berechnet: Produktion $ + Körpergewicht Index $ + Residualfutteraufnahme $

FE$ = ($0,0008 x PTA Milch) + ($1,55 x PTA Fett) + ($1,73 x PTA Protein) + ($0,11 x Futtereinsparung)

CFP │ Combined Fat and Protein │ Kombinierter Fett & Eiweiß

Der CFP gibt den kombinierten Fett- und Eiweißwert an. Als physiologischer Normalbereich werden für den CFP Werte zwischen 1,1 und 1,5 angenommen.

PTAC │ Predicted Transmitting Ability Components │ Inhaltsstoffe

Mit dem PTAC wird der PTA für Inhaltsstoffe angegeben.

Gesundheits- und Fruchtbarkeitsmerkmale

Da die Gesundheit, ebenso wie die Fruchtbarkeit, zu einem großen Teil vom Management beeinflusst werden, weisen diese Merkmale eine geringere Reliabilität auf, als bspw. die Produktions- oder Exterieurmerkmale.

PL │ Productive Life │ Nutzungsdauer

Die Nutzungsdauer stellt eine Maßeinheit für den Zeitraum dar, den eine Kuh in einer Herde als „produktives“ Tier verbringt. Er repräsentiert, wie viele Monate zusätzlicher (oder weniger, sofern es sich um einen negativen Wert handelt) Lebenszeit von der Tochter eines Bullen erwartet werden kann. Die PTA PL liegt i.d.R. im Wertebereich zwischen -7,0 und +7,0. Hohe Werte werden dabei bevorzugt.

Beispiel: Weist ein Bulle eine PL von +6 auf, bedeutet dies, dass die Nachkommen erwartungsgemäß 6 Monate länger in der Herde bleiben, als die durchschnittlichen Töchter in dieser Herde.

LIV │ Cow Livability │ Livability

Livability oder Überlebensfähigkeit wird ausgedrückt durch den Prozentsatz an Kühen, die die Herde lebend verlassen. Die Überlebensfähigkeit sagt Ihnen einfach, ob die Kühe die Herde lebendig oder tot verlassen. Er gibt keine Auskunft über die Dauer des Verbleibs in der Herde.

Beispiel: Ein Bulle hat einen LIV Wert von +1,0, so ist zu erwarten, dass 1% mehr Töchter in der Herde bleiben, anstatt den Betrieb tot zu verlassen.

SCS │ Somatic Cell Score │ Somatische Zellzahl

Zur Bestimmung des Somatic Cell Scores werden die Ergebnisse der monatlichen Milchleistungsprüfung verwendet (der logarithmische Wert der somatischen Zellen pro Milliliter). Diese Auswertungen ergeben einen Indikator für das Mastitis-Risiko der Bullentöchter. Die PTAs für die somatische Zellzahl bewegen sich i.d.R. im Bereich zwischen 2,5 und 3,5. Höhere Werte deuten darauf hin, dass Töchter höhere Zellzahlen aufweisen. Niedrige Werte sind deshalb erwünscht. Mit einer Heritabilität (Erblichkeit) von 12% ist SCS eines der höchsten erblichen Gesundheitsmerkmale.

Beispiel: Bulle A hat einen SCS-Wert von 2,90 und Bulle B hat einen SCS-Wert von 3,00. Es ist mit einer Differenz von 7.000 SCC zwischen den Töchtern von Bulle A und Bulle B während der ersten 305 Tage ihrer Laktation zu rechnen.

FI │ Fertility Index │ Fruchtbarkeitsindex

Der Fruchtbarkeitsindex kombiniert mehrere Reproduktionskomponenten in einem gemeinsamen Index. In den Fruchtbarkeitsindex fließen ein: Die Fähigkeit als Färse aufzunehmen, die Fähigkeit als laktierende Kuh aufzunehmen, die generelle Fähigkeit nach der Kalbung wieder in den Zyklus zu starten und Brunstsymptome zu zeigen, die Trächtigkeit aufrecht zu erhalten, sowie frühes Erstkalbealter. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

    • 70% DPR│Töchterfruchtbarkeit
    • 10% CCR│Konzeptionsrate Kühe
    • 10% HCR│Konzeptionsrate Färsen
    • 10% EFC│Frühes Erstkalbealter

DPR │ PTA Daughter Pregnancy Rate │ Töchterfruchtbarkeit

Der DPR ist der Zuchtwert für Töchterfruchtbarkeit. Er ist dem deutschen Relativzuchtwert Reproduktion (RZR) sehr ähnlich. Der DPR misst die weibliche Fruchtbarkeit und ist definiert als der Prozentsatz, der in Frage kommenden, nicht tragenden Kühe, die innerhalb von 21 Tagen tragend werden. Es basiert auf den tatsächlichen Trächtigkeitsuntersuchungen zwischen 50 und 250 Tagen in Milch. Der DPR liegt üblicherweise im Wertebereich von +3,0 bis -3,0. Höhere Werte werden dabei bevorzugt. Ein DPR-Wert von 2,0 bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Töchter dieses Bullen während eines Zyklus tragend werden um 2% höher liegt, als die durchschnittlichen Tiere in der Herde.

Beispiel: Für eine Herde mit einer Trächtigkeitsrate von 20% bedeutet dies, dass die Töchter eines Bullen mit DPR 2,0 eine durchschnittliche Trächtigkeitsrate von 22% haben werden. Jede Steigerung um 1% ist gleichbedeutend mit einer 4 Tage kürzeren Güstzeit.

HCR │ Heifer Conception Rate │ Konzeptionsrate Färsen

Die HCR zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf die Konzeptionsrate der Nachkommen hat. Ein HCR von 1,0 bedeutet, dass Töchter dieses Bullen eine um 1% höhere Wahrscheinlichkeit haben, als Färse tragend zu werden, als Töchter eines Bullen mit einer Bewertung von 0,0.

Beispiel: Wenn Ihre Färsen eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 60% haben und sie einen Bullen mit einem HCR-Wert von 3,0 einsetzen, können sie erwarten, dass die Töchter dieses Bullen eine Konzeptionsrate von 63% haben.

CCR │ Cow Conception Rate │ Konzeptionsrate Kühe

Die CCR zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf die Konzeptionsrate der Nachkommen hat. Die CCR eines Bullen von 1,0 bedeutet, dass Töchter dieses Bullen eine um 1% höhere Wahrscheinlichkeit haben, während ihrer Laktation tragend zu werden, als Töchter eines Bullen mit einer Bewertung von 0,0.

Beispiel: Wenn Ihre Kühe eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 35% haben und sie einen Bullen mit einem CCR-Wert von 2,0 einsetzen, können Sie erwarten, dass die Töchter dieses Bullen eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 37% erreichen.

EFC │ Early First Calving │ Frühes Erstkalbealter

Der EFC zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf das frühe Erstkalbealter seiner Töchter hat. Bullen, die das Alter beim ersten Abkalben ihrer Töchter verringern, haben einen positiven EFC-Wert, da das Abkalben von jüngeren Tieren als vorteilhafter angesehen wird. Wohingegen Bullen, die das Alter beim ersten Abkalben erhöhen, einen negativen EFC-Wert haben, da das Abkalben im höheren Alter weniger vorteilhaft ist.

Beispiel: Ein Bulle mit einem EFC-Wert von +2 Tagen besitzt eine Genetik, die das Alter seiner Tochter beim ersten Kalben um zwei Tage reduziert, verglichen mit einem Bullen mit einem Wert von 0 für EFC.

SCR │ Sire Conception Rate │ paternale Konzeptionsrate

Die paternale Konzeptionsrate ist ein Maß für die Fruchtbarkeit eines Bullen. Sie basiert auf Ergebnissen realer Trächtigkeitsuntersuchungen. Sie sagt somit aus, wie befruchtungsfähig das Sperma des besagten Bullen ist.

HT │ Health Trait Index │ CDCB Gesundheitsindex

Bei dem CDCB-Gesundheitsindex sind die Resistenz gegen Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber als Merkmale enthalten. Folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  • 5,8% MFV: MF Milchfieber, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -0,8 und +0,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Milchfieber-Erkrankungen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MFV-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger registrierte Fälle von Milchfieber haben, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 33% DAB: LAB Labmagenverlagerung, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -2,0 und +2,0 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Labmagenverlagerung. Bei Töchtern eines Bullen mit einem DAB-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Fälle von verlagertem Labmagen aufweisen, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 5% KET: KET Ketose, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,8 und +1,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Ketosen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem KET-Wert von +1,0 wird erwartet, dass 1% weniger Fälle von Ketose beobachtet werden, als bei der durchschnittlichen Herde.

 

  • 25,5% MAS: MAS Mastitis, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -3,2 und +3,2 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Mastitis-Erkrankungen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MAS-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Mastitis Fälle haben, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 19% MET: MET Metritis bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,8 und +1,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Metritis. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MET-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Fälle von Metritis aufweisen, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 11,5% RPL: NGV Nachgeburtsverhaltung bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,6 und +1,6 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Nachgeburtsverhaltung. Bei Töchtern eines Bullen mit einem RPL-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger aufgezeichnete Fälle von Nachgeburtsverhaltung haben, als die durchschnittliche Herde.

Kalbeverlauf

SCE │ Sire Calving Ease │ paternale Kalbeverlauf

Der SCE kennzeichnet den paternalen Kalbeverlauf. Mit dem SCE wird gemessen, ob Kälber eines bestimmten Bullen schwer oder leicht geboren werden. Der Branchendurchschnitt SCE beträgt ca. 2,2%. Das bedeutet, dass ca. 2,2% der Geburten bei Färsen, die zum ersten Mal kalben, aufgrund des genetischen Einflusses des Bullen “schwer” sind. Hohe Werte zeigen an, dass Färsen aufgrund des Vaters des Kalbes tendenziell schwerer kalben als Färsen, die mit einem Bullen belegt wurden, der einen niedrigeren SCE aufweist.

Beispiel: Bei einem Bullen mit einem SCE von 2,0 wird bei 2% der Kühe, die mit diesem Bullen angepaart wurden, bei der Kalbung ein schwerer Verlauf erwartet (also bei der Geburt seiner Nachkommen).

DCE │ Daughter Calving Ease │ maternale Kalbeverlauf

Der DCE beschreibt den maternalen Kalbeverlauf. Dieser misst die Fähigkeit einer Kuh (d.h. der Tochter eines jeweiligen Bullen) leicht zu kalben. Hohe Werte zeigen an, dass die Töchter des Bullen tendenziell schwerer kalben, als Töchter von Bullen mit niedrigerem DCE. Weltweit werden etwa 2,7% der Kalbungen bei Färsen als “schwierig” erfasst.

Beispiel: Bei einem Bullen mit einem DCE von 2,0 wird bei 2% seiner Töchter bei der Kalbung ein schwerer Verlauf erwartet (also wenn seine Nachkommen kalben).

SSB │ Sire Stillbirth │ paternale Totgeburtenrate

Die SSB ist die paternale Totgeburtenrate und macht den Prozentsatz der Totgeburtenrate aus, die auf den Vater des geborenen Kalbes zurückzuführen ist. Eine Totgeburt ist definiert als ein Kalb, das tot geboren wird oder innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt verendet. Ein Anteil von 5,7% gilt als durchschnittlich. Die Informationen zu dem Merkmal werden von besamten Tieren jeden Alters erfasst.

Beispiel: Wenn wir 100 Tiere mit einem Bullen mit SSB-Wert 6 besamen würden, erwarten wir, dass 6 von 100 Töchtern wegen des genetischen Einflusses des Vaters ihre Kälber tot gebären.

DSB │ Daughter Stillbirth │ maternale Totgeburtenrate

Die DSB ist die maternale Totgeburtenrate und der Anteil der Totgeburten, die durch die Töchter eines Bullen bei Ihrer späteren Kalbung verursacht werden. Eine Totgeburt ist definiert als ein Kalb, das tot geboren wird oder innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt verendet. Ein Anteil von 6,6% gilt als durchschnittlich.

Beispiel: Wenn wir 100 Töchter hätten, die von einem Bullen abstammen, der einen DSB-Wert von 7% hätte, so würden 7 der Kälber tot geboren werden, aufgrund der weitervererbten Genetik des Bullen auf seine Töchter.

Exterieurmerkmale

PTAT, UDC und FLC werden als kombinierte lineare Merkmalsinformationen von mehreren verwandten Merkmalen zu Gesamtwerten/Indizes von der Holstein Association USA erfasst.

STA │ Standard Transmitting Abilities │ Standardabweichung

Genetische Auswertungen für lineare Typmerkmale werden als Standardabweichungen dargestellt und ordnen ein Tier nach seinem genetischen Wert im Vergleich zu einer durchschnittlichen Kuh, die 2015 geboren wurde nach standardisierten Einheiten ein. Diese Standardabweichungen ermöglichen es, verschiedene Merkmale desselben Bullen leicht zu vergleichen und zu sehen, welche Merkmale die extremsten Werte aufweisen. Unter Verwendung der genetischen Basis ist die durchschnittliche STA für alle Merkmale gleich Null. Der Bereich der STA-Werte ist für alle Merkmale gleich. 68% der STA-Werte liegen zwischen -1,0 und +1,0. 95% der STAs haben Werte zwischen -2,0 und +2,0 und 99% aller STAs liegen zwischen -3,0 und +3,0. Die Abbildung mit der Bezeichnung “Verteilung der STAs” wird auch als Glockenkurve bezeichnet. Beim Mittelwert (STA = 0) finden Sie die größte Anzahl von Bullen. Je weiter sich der STA-Wert vom Durchschnitt entfernt, desto weniger Bullen befinden sich bei der jeweiligen STA.

Abb. Verteilung der STAs/ Glockenkurve

PTAT │ Permitted Transmitting Ability Type │ Typ Exterieur

Der PTAT beschreibt den PTA für das Exterieur, also die durchschnittliche Abweichung der Klassifikationswerte, die eine Tochter dieses Bullen im Vergleich zu ihrer Vergleichsgruppe haben wird. Der PTAT bewegt sich i.d.R. zwischen -3,0 und +3,0. Höhere Werte stehen dabei für eine bessere physiologische Anpassung.

Beispiel: Wir haben heute 100 erstlaktierende Kühe in einer Herde eingestuft, die durchschnittlich 76 Punkte hatten. Wenn wir 10 Töchter eines Bullen mit dem PTAT +2,09 hätten, würden diese Töchter durchschnittlich 78 Punkte in derselben Herde erreichen.

BCW │ Body Weight Composite Index │ Körper-Gewicht Index

Der Körper-Gewicht Index beinhaltet als Merkmale sowohl die Körpermaße, d.h. die Abmessungen der Kuh, als auch den Milchcharakter. Durch die Einbeziehung des Milchcharakters wird berücksichtigt, wie hart die Kuh melkt, was einen Überschuss oder Mangel an Körperfett berücksichtigt. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  • 14% Stature │ Größe
  • 43% Strength │ Stärke
  • 5% Body Depth │ Körpertiefe
  • 10% Rump Width │ Beckenbreite
  • 28% Dairy Form │ Milchcharakter

DF │ Dairy Form │ Milchcharakter

Der Milchcharakter gibt die Schärfe im Widerrist, den Rippenabstand, die Harmonie (in Form von Körperproportionen, Übergängen, Oberlinie, Haut und Haaren), sowie das Skelett, die Halslänge und die Kopfform eines Tieres an.

UDC │ Udder Composite Index │ Euterindex

Der Euterindex ist das Ergebnis einer Studie der Holstein Association in den USA. Er stellt den Gesamtzuchtwert für das Euter dar. In den UDC fließen verschiedene Merkmale ein. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  •  13% FU │ Vordereuteraufhängung
  •    7% UC │ Zentralband
  •    4% RP │ Hinteres Strichplatzierungsoptimum
  •  19% UH │ Hintereuterhöhe
  •  17% UD │ Eutertiefe
  •    4% TL │ Strichlängenoptimum
  •  16% UW │ Hintereuterbreite
  •    3% TP │ Strichplatzierung vorne
  • -17% ST │ Größe
FU │ Fore Udder Attachment │ Vordereuteraufhängung

Der Punkt, an dem das Vordereuter auf die Bauchwand trifft. Es sollte fest mit mittlerer Länge und ausreichender Kapazität befestigt sein.

UC │ Udder Cleft │ Zentralband

Spalttiefe durch den Boden des Hintereuters, zwischen den Hintervierteln. Dies ist die Hauptstützstruktur des Euters, daher sollte ein starkes medianes Zentralband vorhanden sein, das durch eine entsprechende ausgeprägte Halbierung gekennzeichnet ist.

UH │ Rear Udder Height │ Hintereuterhöhe

Abstand von der Unterseite der Vulva bis zur Oberseite der hinteren Euteraufhängung. Im Idealfall ist das hintere Euter sehr hoch und nahe der Vulva.

UW │ Rear Udder Width │ Hintereuterbreite

Abstand an der Oberseite des Hintereuters. Das Euter sollte oben im Hintereuter sehr breit sein und eine gleichmäßige Breite von oben nach unten aufweisen.

TP │ Front Teat Placement │ Vordere Strichplatzierung

Abstand zwischen den beiden vorderen Zitzen. Eine mittlere Platzierung ist optimal, d.h. die Zitzen werden senkrecht unter jedem Viertel platziert, lotrecht und korrekt aus Seiten- und Rückansicht.

RTP │ Rear Teat Placement │ Hintere Strichplatzierung

Abstand zwischen den beiden hinteren Zitzen. Eine mittlere Platzierung ist optimal, d.h. die Zitzen werden senkrecht unter jedem Viertel platziert, lotrecht und korrekt positioniert aus Seiten- und Rückansicht.

TL │ Teat Lenght │ Strichlängenoptimum

Abstand von Basis bis zur Spitze der Zitze. Eine mittlere Länge ist optimal.

UD │ Udder Depth │ Eutertiefe/Euterboden

Abstand von der Unterseite des Euterbodens in Bezug auf das Sprunggelenk. Im Idealfall sollten die Kühe über genügend Euterkapazität und Freiraum über den Sprunggelenk verfügen.

FLC │ Feet & Legs Composite Index │ Fundamentindex

Der Fundamentindex kann als Gesamtzuchtwert für das Fundament verstanden werden. Dabei werden folgende Merkmale in der dargestellten Gewichtung einbezogen:

    •   4% FA │ Klauenwinkel
    •  17% RV │ Hinterbeinstellung
    •   4% SV │ Hinterbeinwinkelung
    •  58% FLS │ Fundamentbewertung
    • -17% ST │ Größe
FLS │ Foot & Leg Classification Score │ Fundamentbewertung

Diese Bewertung umfasst den gesamten Bereich der Klauen und Beine. Es berücksichtigt die Hinterbeinstellung, Fortbewegung, Hinterbeinwinkelung, Umdrehpostion, Sprunggelenke, Knochenqualität und Fesseln.

FA │ Foot Angel │ Klauenwinkel

Es wird der Winkel der Vorderseite der Klaue zum Boden bestimmt.

ST │ Stature │ Größe

Abstand von der Fußsohle bis zur Höhe der Hüfte.

RLRV │ Rear Leg Rear View │ Hinterbeinstellung

Es wird der Abstand zwischen den Sprunggelenken beim Blick von hinten auf das Tier beurteilt. Im Idealfall sollten sie gerade und weit auseinander liegen und die Füße rechtwinklig stehen.

RLRV │ Rear Leg Side View │ Hinterbeinwinkelung

Es wird der Winkel der Hinterbeine von der Seite beurteilt.

Funktionsstörende rezessive Gene

HHB │ Bovine Leukozyte Adhesion Deficiency │ BLAD

Von Bovine-Leukozyten-Adhäsionsmangel (BLAD) betroffene Tiere weisen eine gestörte Funktion der weißen Blutzellen auf, wodurch sie anfälliger für Infektionen sind.

HHC │ Complex Vertebral Malformation │ CVM

Vom Komplexen Wirbelfehlbildung (CVM) betroffene Tiere weisen eine schwere Entwicklungsstörung der Wirbelsäule auf. Die Kälber werden abortiert, zu früh oder tot geboren. An der Wirbelsäule können Missbildungen auftreten, die Tiere können verkürzte Wirbelsäulen oder versteifte, nach innen verdrehte Gelenke an allen vier Gliedmaßen aufweisen.

HHD │ Deficiency of the Uridine Monophosphate Synthase │ DUMPS

Die schwerwiegendste Konsequenz einer Infektion mit Mangel an der Uridin-Monophosphat-Synthase (DUMPS) ist embryonaler Frühtod bis zum 40. Trächtigkeitstag.

HH0 │ Brachyspina

Die Mehrzahl der von Brachyspina betroffenen Trächtigkeiten endet mit einem Verkalben innerhalb der ersten 40 Trächtigkeitstage. In den sehr seltenen Fällen, in denen die Trächtigkeit bis zum Ende läuft, kommen die Kälber tot zur Welt. Sie weisen eine verkürzte Wirbelsäule, anormal lange Klauen und anormale Organe auf.

HCD │ Cholesterinmangel │ CD

Bei Cholesterinmangel (CD) zeigen die betroffenen Tiere reaktionslose Durchfälle, die mit einer Hypocholesterinanämie einhergehen und sterben meist innerhalb der ersten Lebenswochen oder -monate.

HHM │ Mulefoot │ Syndaktylie

Syndaktylie ist bekannt als Maultierfuß („Mulefoot“), weil die meisten betroffenen Tiere verschmolzene oder ungespaltene Hufe haben.

Funktionsstörende Holstein Gen-Codes

BLBovine-Leukozyten- Adhäsionsmangel (BLAD)
BYBrachyspina
CDCholesterinmangel
CVKomplexe Wirbelfehlbildung (CVM)
DPMangel an Uridin-Monophosphat-Synthase (Dumps)
MFMulefoot (Syndaktylie)

Frei getestete Gen-Codes

TLBovine-Leukozyten- Adhäsionsmangel (BLAD) frei
TYBrachyspina frei
TCCholesterinmangel frei
TVKomplexe Wirbelfehlbildung (CVM) frei
TPMangel an Uridin-Monophosphat-Synthase (Dumps) frei
TMMulefoot (Syndaktylie) frei

Fruchtbarkeit beeinflussende Haplotypen

HH1│Holstein Haplotyp 1

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 100. Tag

HH2│Holstein Haplotyp 2

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH3│Holstein Haplotyp 3

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH4│Holstein Haplotyp 4

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverluste – unbekannter Zeitpunkt

HH5│Holstein Haplotyp 5

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH6│Holstein Haplotyp 6

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverluste und damit verbundene verminderte Konzeptionsrate von 7%-11%

Fruchtbarkeit negativ beeinflussende Haplotypen

HH1CHolstein Haplotyp 1
HH2CHolstein Haplotyp 2
HH3CHolstein Haplotyp 3
HH4CHolstein Haplotyp 4
HH5CHolstein Haplotyp 5
HH6CHolstein Haplotyp 6

Getestete Gen-Codes frei

HH1FHolstein Haplotyp 1 frei
HH2FHolstein Haplotyp 2 frei
HH3FHolstein Haplotyp 3 frei
HH4FHolstein Haplotyp 4 frei
HH5FHolstein Haplotyp 5 frei
HH6FHolstein Haplotyp 6 frei

Hornmerkmale und Fellfarbe Holstein Gen-Codes

POBeobachtet HornlosRCTräger rezessiv Rotfaktor
PCHeterozygot Hornlos getestetB/RSchwarz/Rote Fellfarbe
PPHomozygot Hornlos getestetDR1Heterozygot dominant Rot getestet
TPBehorntDR2Homozygot dominant Rot getestet
TRRezessiv Rotfaktor frei

Weitere Informationen zu amerikanischen Zuchtwerten, Zuchtwertschätzung u.s.w. finden sich auf: www.holsteinusa.com

0 Continue Reading →

Die neuen, strahlenden FUTURE STARS!

Alta FUTURE STARS sind neu, verbessert und strahlender als je zuvor.

Sie konzentrieren sich auf die ersten beiden Dinge, die für die Entwicklung Ihrer besten zukünftigen Herde wichtig sind: 1 – mehr Trächtigkeiten und 2 – mehr lebende und gesunde neugeborenen Kälber.

Bei der Betrachtung dieser neuen, strahlenderen FUTURE STARS bleibt der Status der hohen Fruchtbarkeit mit CONCEPTS PLUS ein wesentlicher Vorteil. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, warum wir unseren Schwerpunkt weg von der Leichtkalbigkeit und hin zu mehr lebenden und gesunden Kälbern verlagert haben:

  1. Die offiziellen Kalbemerkmale wurden zur Zuchtwertschätzung im August 2020 aktualisiert, um die tatsächliche Häufigkeit von Schwergeburten in der US-Population besser widerzuspiegeln. Damit sind die Schwellenwerte für den paternalen Kalbeverlauf (SCE) nicht mehr relevant.
  2. Fortschrittliche Milchviehbetriebe setzen auf Effizienz. Und ein einfacher Weg, die Effizienz zu verbessern, besteht darin, erstens mehr Trächtigkeiten zu erzeugen und zweitens mehr lebende und gesündere Kälber zu erhalten.
  3. Wir wollten unsere FUTURE STARS aktualisieren, um die Relevanz und Effizienz für den progressiven Milchviehbetrieb zu verbessern!

Lassen Sie uns den neuen paternalen Kalbeverlauf betrachten

Der paternale Kalbeverlauf (SCE) ist seit vielen, vielen Jahren ein traditioneller “Schwellenwert”. Milchviehbetriebe hatten Grenzwerte von <8% festgelegt, um sicherzustellen, dass sie aus genetischer Sicht alles tun, um weniger Schwergeburten zu haben. Die aktuellen Daten über tatsächliche Schwierigkeiten beim Abkalben zeigen, dass die Genetik wie die Alta FUTURE STARS eine große Wirkung haben und die Häufigkeit von Schwergeburten immer seltener geworden ist.

Es ist also an der Zeit, die Denkweise zu verändern – denn die Schwellenwerte von SCE gehören der Vergangenheit an. Tatsächlich ist es so – wenn man sich die neuen Zuchtwerte ansieht, muss ein Bulle um besser als der “Durchschnitt” zu sein, weniger als 2.2 für SCE haben! Wenn Sie den “Durchschnitt” als Schwellenwert für SCE beibehalten, bedeutet das für einen Bullen mit einem exzellenten Profil, der perfekt zu Ihrem individuellen genetischen Plan passt… aber bei 2.3 SCE liegt…was?

Bis zur Zuchtwertschätzung im August 2020 hätten Sie einen Bullen mit 5% für paternalen Kalbeverlauf als keinen Grund zur Sorge angesehen. Aber – jetzt ist das mehr als doppelt so hoch als der neue Durchschnitt!

Paternale Totgeburtenrate ist NICHT gleich Totgeburten

Die paternale Totgeburtenrate (SSB) gibt den Tod in den ersten 48 Stunden nach der Kalbung und nicht nur die Anzahl der tot geborenen Kälber an. Und 48 Stunden sind tatsächlich die kritischen ersten Lebenstage und eine Investition in unsere Kälber. Das erfordert mehr als 3 Kolostrum-Fütterungen, Ohrmarken einziehen und den Transport der Kälber zu ihren Ställen. Wir möchten, dass so viele Kälber wie möglich über diese ersten kritischen Tage hinaus heranwachsen.

Und die neuen Daten zu den Kalbemerkmalen zeigen uns, dass die Totgeburtenraten immer noch höher sind, als gewünscht – und auf jeden Fall höher, als die Schwerkalbigkeit. Jede Anzahl toter Kälber ist zu viel! Aus diesem Grund zählen Totgeburtenmerkmale ab sofort zu unseren FUTURE STAR-Kriterien.

FUTURE STARS – bedeutend, damals wie heute

Behalten Sie die folgenden beiden Punkte im Hinterkopf, um den Wert zu erkennen, den FUTURE STARS Ihnen bis zum jetzigen Zeitpunkt wie auch in Zukunft liefern werden.

1. FUTURE STARS haben zur Vermeidung von Abkalbeproblemen geholfen
Dies kam durch einen direkten und bewussten Fokus zunächst auf reale Beobachtungen zur Leichtkalbigkeit und blieben eine zuverlässige Wahl für leichte Abkalbungen, nachdem genomische Daten mit einbezogen wurden.

2. FUTURE STARS befassen sich nun mit den ersten beiden Dingen, die für die Entwicklung Ihrer besten zukünftigen Herde wichtig sind
Wir sagen immer, dass die Genetik keine Rolle spielt, wenn man nicht zuerst eine Trächtigkeit erzeugt. Und das bleibt so wichtig wie zuvor. Was wir oft vergessen, ist, dass die Genetik auch keine Rolle spielt, wenn das Kalb nach den ersten 48 Stunden nicht mehr am Leben ist.

Nur CONCEPT PLUS Bullen mit hoher Fruchtbarkeit können den FUTURE STAR Status zu erhalten. Und FUTURE STAR Bullen werden sorgfältig ausgewählt, um mehr lebende und gesunde Kälber zu erhalten, wobei der Fokus auf den Totgeburtenmerkmalen liegt.

FUTURE STARS bringen Ihnen die Genetik, um in Ihrer Herde Werte zu schaffen und die Effizienz zu verbessern. Profitieren Sie von einem gezielten Fokus auf die ersten beiden Schritte zur Schaffung Ihrer besten zukünftigen Herde: 1 – Schaffung von mehr Trächtigkeiten und 2 – Geburten gesünderer neugeborener Kälber, die den Wechsel vom Kolostrum zur Milch erfolgreich meistern.

0 Continue Reading →

Ihre genetische Entscheidung heute IST Ihre Herde der Zukunft

Die Zukunft Ihrer Herde ist mehr als nur Ihr Jungvieh. Sie befindet sich bereits in Ihrem Sperma-Container.

Das Sperma, das gerade auf Ihren Betrieb geliefert und in Ihren Sperma-Container gefüllt wurde, ist eine Investition. Und es ist eine Entscheidung, die Ihren Betrieb für die kommenden Jahre beeinflussen wird. Ihre genetische Entscheidung heute sind die Kälber, Färsen und Milchkühe Ihrer zukünftigen Herde.

Die GROẞE Entscheidung

Wenn es darum geht, große Entscheidungen zu treffen – die Auswirkungen auf Lebensunterhalt, Zukunft oder finanzielles Wohlergehen haben – arbeiten die meisten Menschen mit einem vertrauenswürdigen Berater zusammen, um eine bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie ein Haus kaufen, arbeiten Sie mit einem Immobilienmakler zusammen. Wenn es um Ihre Rentenvorsorge geht, arbeiten Sie wahrscheinlich mit einem Finanzberater zusammen. Entscheidungen dieser Art von Investitionen haben auf Jahre hinaus einen großen Einfluss auf Ihr Leben.

Ihre Milchviehherde ist nicht anders. Die Genetik, die Sie einsetzen, hat einen nachhaltigen Einfluss auf Ihren Lebensunterhalt, Ihre Zukunft und das finanzielle Wohlergehen Ihres Betriebes.

Ihr Alta-Berater kann Ihnen dabei helfen, sicherzustellen, dass Ihre Investition genetischen Fortschritt schafft und genau auf die Situation und die zukünftigen Ziele Ihres Betriebes abgestimmt ist. Das umfasst alles, von der Auswahl des richtigen individuellen genetischen Plans bis hin zur Entscheidung des richtigen Investitionsniveaus, das zu Ihrer langfristigen Strategie passt. Denn wenn es um die Genetik geht, bekommen Sie das, wofür Sie sich entscheiden.

Wir haben den Beweis

Wie können wir sicher sein, dass die Genetik einen Unterschied macht? Wir wissen aus unzähligen Beispielen, die wir als “Proof is in the Numbers” bezeichnen, dass das, was Sie heute züchten, in direktem Zusammenhang mit den Ergebnissen steht, die Sie in Ihrer zukünftigen Milchviehherde sehen.

Denken Sie daran, dass die Ergebnisse, die in Bezug auf Leistung, Fruchtbarkeit und Gesundheit erzielt werden, auf den genetischen Entscheidungen beruhen, die vor mehr als 3 Jahren getroffen wurden.

In diesem Sinne sollten Sie die großen Entscheidungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Arbeiten Sie mit Ihrem vertrauten Alta-Berater zusammen, um sicherzustellen, dass Ihre genetische Investition und Ihre Strategie mit Ihrer Situation und Ihren zukünftigen Zielen übereinstimmen. Denn die genetische Entscheidung heute ist Ihre Herde der Zukunft.

0 Continue Reading →

Die richtige Genetik für mehr 4-EVENT Kühe

Eine der besten Möglichkeiten, mehr Alta 4-EVENT Kühe für Ihre zukünftige Herde zu schaffen, ist den Fokus Ihres genetischen Plans auf Gesundheitsmerkmale wie die Nutzungsdauer (Productive Life (PL)) zu richten.

Wenn Sie in Ihrem individuellen genetischen Plan und Ihrer Strategie ausreichend Gewicht auf PL legen, bedeutet das nicht nur, dass Sie dadurch ältere Kühe schaffen. PL sagt voraus, welche Kühe am widerstandsfähigsten, gesündesten und mit den wenigsten Problemen sind.

Was hat der genetische Plan mit unserer Alta 4-EVENT COW 2582 zu tun?

Erinnern Sie sich noch an Kuh 2582? Sie ist eine zweitlaktierende Kuh, lebt auf einem Betrieb mit 800 Kühen und ist eine Alta 4-EVENT COW.

Wir wissen, dass ihr Vater der Bulle 11HO11531 AltaSABRE ist. Im April 2020 lag der Zuchtwert für Nutzungsdauer von AltaSABRE bei +5.2. Das bedeutet, dass die Kuh 2582 voraussichtlich 5,2 Monate länger in der Herde produktiv sein wird, als Kühe, deren Väter einen Zuchtwert von 0.0 in PL haben.

Der tatsächliche Wert der Nutzungsdauer wird erst ermittelt, nachdem eine Kuh die Herde verlassen hat. Wir können uns aber anhand anderer eingetragenen Gesundheitsereignisse im Herdenmanagementprogramm anschauen, ob Bullen mit einem hohen Wert für Nutzungsdauer gesündere und problemfreiere Kühe hervorbringen.

Die Grafik unten zeigt die Ereignisse der Herde, in der die Kuh 2582 lebt. Sie umfasst alle Tiere mit bekannten Holstein-Bullen als Väter. Basierend auf dem durchschnittlichen Pedigree-Zuchtwert jedes Tieres für Nutzungsdauer zeigt die Auswertung die tatsächlichen Unterschiede in den verschiedenen Gesundheitsereignissen.

Die Zahlen in der Grafik stammen aus DairyComp, dem Herdenmanagementprogramm auf dem Betrieb und beruhen damit auf realen Zahlen. Durch die Betrachtung von nur einem Betrieb wird sichergestellt, dass die Umweltbedingungen, wie z.B. das Management für alle Kühe gleich sind.

Vergleichen wir die Ergebnisse der Grafik mit der Kuh 2582. Wir wissen, dass sie eine Alta 4-EVENT COW ist und somit keine Krankheitsereignisse in ihrer Kuhkarte stehen hat. Ihr Vater, AltaSABRE vererbt eine Nutzungsdauer von +5.2 und liegt damit sogar höher, als der Durchschnitt der Bullengruppe mit einer hohen Nutzungsdauer im Beispiel. Es wird also deutlich, dass die genetische Veranlagung für weniger gesundheitliche Probleme der Kuh 2582 zur Alta 4-EVENT COW verhilft.

Passen Sie Ihren genetischen Plan an, um mehr Alta 4-EVENT Kühe zu schaffen.

Stellen Sie sich vor, wie viel leichter Ihr Alltag wäre, wenn Sie keine Problemtiere mit Mastitiden oder Metritiden hätten und keine Tiere behandeln müssten. Eine Herde nur mit Kühen, wie die 2582, benötigt keine teuren Behandlungen und es gibt keine Milchverluste aufgrund gesundheitlicher Probleme.

Jede Kuh, die nur die folgenden vier Ereignisse innerhalb einer Laktation durchlaufen hat, spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven:

  1. FRISCH – mit einem gesunden Kalb und ohne Stoffwechselkrankheiten
  2. BESAMT – einmal besamt
  3. TRAGEND – Trächtigkeit bestätigt und ohne Abort
  4. TROCKEN – ohne gesundheitliche Probleme trockengestellt

 

Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Alta Berater einen genetischen Plan für Ihre Herde und selektieren Sie auf Nutzungsdauer. So schaffen Sie mehr 4-EVENT Kühe, wie die 2582, für die Remontierung Ihrer Herde.

0 Continue Reading →

Was steckt in einer gesunden Kuh?

Denken Sie an die gesündesten Kühe Ihrer Herde. Was macht sie zu den gesündesten? Ist es ihr höheres Alter? Ist es die Tatsache, dass sie noch nie eine Mastitis hatten? Oder ist, weil sie den Frischabkalberbereich schnell verlassen, weil sie keine Probleme mit Milchfieber, Metritis, Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerung oder Ketose hatten?

Wir sind uns sicher, dass Ihre gesündesten Kühe diejenigen sind, die Sie nicht einmal bemerken. Sie haben sie nicht auf dem Schirm, weil sie einfach ihrer Aufgabe nachgehen: Sie produzieren hochwertige Milch ohne dabei Probleme für Sie oder Ihr Team zu bereiten.

Wir nennen diese unbemerkten Kühe die 4-Event Kühe. Wenn Sie sich eine Kuhkarte in Ihrem Herdenmanagementprogramm anschauen, dann erkenn Sie eine 4-Event Kuh sofort am Mangel an Ereignissen. Während der gesamten Laktation erscheinen bei diesen Kühen nur 4 Ereignisse: 1. Frisch, 2. Besamt, 3. Trächtig und 4. Trockengestellt.

Wenn das die einzigen vier Ereignisse in der Laktation sind, dann sind die Chancen hoch, dass es sich um eine gesunde und profitable Kuh handelt.

Eine gesunde Kuh ist das Resultat aus mehreren Faktoren: eine ausgewogene Futterration, eine gute Transitphase und Frischabkalbermanagement, das richtige Melkverfahren, hoher Kuhkomfort – und die richtige Genetik!

Auch wenn die Genetik nur einen begrenzten Anteil einer gesunden Kuh ausmacht, so ist sie doch ein messbarer und wahrer Faktor.

Gesunde Genetik?

Im April 2018 veröffentlichte der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) eine Reihe neuer Gesundheitsmerkmale. Diese Merkmale basieren auf der Datenbank tatsächlich dokumentierter Fälle von häufigen und kostspieligen Gesundheitsproblemen beim Milchvieh. Diese sechs neuen Merkmale geben die Resistenz der Tiere gegen die jeweiligen Gesundheits- und Stoffwechselproblemen an und sollen Milchproduzenten dabei unterstützen gesündere Kühen für die nächste Generation zu züchten.

Dazu gehören Mastitis (MAST), Ketose (KETO), Nachgeburtsverhalten (RETP), Metritis (METR), Labmagenverlagerung (DA) und Milchfieber (MFEV).

Die Nutzung der neuen Gesundheitsmerkmale bietet Ihnen in Ihrem genetischen Plan eine große Chance gesündere Kühe zu züchten. Die meisten der neuen Merkmale korrelieren mit PL (Productive Life – Nutzungsdauer). Wenn Sie es sich also einfach machen wollen, können Sie für gesündere Kühe in Ihrer Herde auch auf Productive Life selektieren.

Gesündere Genetik, schlicht und einfach

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sagt uns der Zuchtwert des Merkmals PL (Nutzungsdauer), wie viele Monate mehr oder weniger die Kuh im Vergleich zum Durchschnitt in der Herde bleibt. Während die meisten Kühe wegen geringer Milchproduktion oder schlechter Fruchtbarkeit den Betrieb verlassen, gehen diese Probleme meist auf spezifische Gesundheitsprobleme im Leben einer Kuh zurück.

Die Selektion auf PL oder eines der anderen Gesundheitsmerkmalen in Ihrem genetischen Plan kann Ihnen helfen, spezifische Gesundheitsprobleme in Ihrer Herde anzugehen.

Dieses Wissen haben wir aus DairyComp – Analysen gewonnen, die wir in vielen großen, progressiven Herden durchgeführt haben. Im folgenden Beispiel analysieren wir einen gut gemanagten Milchviehbetrieb mit 2400 Kühen, auf dem Gesundheitsmerkmale genau erfasst werden. Wir haben die Tiere, deren Väter die höchsten durchschnittlichen PL- Wert aufweisen, mit den Tieren, deren Väter mit den niedrigsten durchschnittlichen PL- Werten verglichen.

Keine der Tiere werden bevorzugt behandelt –alle werden mit dem gleichen gut geführtem Management betreut. Da es keine weiteren Unterschiede außer den PL-Werten ihrer Väter gibt, die diese Tiere voneinander unterscheiden, haben wir verglichen, wie viele Gesundheitsereignisse jede Gruppe hatte. Im Speziellen haben wir uns Fälle von Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber angeschaut und analysiert.

Wie erwartet zeigt Tabelle 1, dass die Kühe mit den höchsten PL-Werten bei jedem Gesundheitsereignis deutlich weniger Fälle aufweisen.

Tabelle 1# der KüheØ PL der VäterMastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagen
Kühe niedrige PL6071.325822323329
Kühe hohe PL6006.279316167
Unterschied4.917919161722

Die Wirtschaftlichkeit einer gesunden Genetik

Wir wissen, dass diese Gesundheitsereignisse mit Kosten verbunden sind und der CDCB hat diese berechnet. Die Kosten werden ohne Berücksichtigung von Produktionsausfällen oder schlechter Fruchtbarkeit berechnet. Es werden also nur die direkten Kosten gemessen, die mit jedem Ereignis verbunden sind.

Nehmen wir diese Kosten und wenden sie auf unsere Herde im Beispiel an. Dafür haben wir die Kosten pro Gesundheitsereignis mit der Differenz der Anzahl der Ereignisse zwischen den Gruppen mit niedrigem und der Gruppe mit hohem PL- Wert multipliziert. Tabelle 2 zeigt die wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzungsdauer für einen2100-Kuh Betrieb.

Tabelle 2MastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagenMilchfieber
CDCB-berechnete Kosten pro Gesundheitsereignis68€25€61€100€177€31€
Unterschied der Ereignisse der beiden PL-Gruppen1791916172212
Gesamtkosten für den Betrieb12.172€475€976€1.700€3.894€372€
= 19.589€

Dieser Betrieb spart insgesamt 21.691 Dollar alleine durch die Genetik Ihrer gesunden Kühe!

Sie möchten gesündere Kühe? Genetik hilft!

Wenn Sie Productive Life oder eines der sechs neuen Gesundheitsmerkmale in Ihren genetischen Plan aufnehmen, dann werden Sie eine nächste Generation von unbemerkten Kühen schaffen – diejenigen, die gut produzieren und gleichzeitig wenig gesundheitliche Probleme in ihrem Leben aufweisen.

Umwelteinflüsse, Kuhkomfort und das Management spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit Ihrer Herde. Aber wie Sie jetzt wissen, spielt auch die Genetik für die Gesundheit Ihrer Kühe und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Milchproduktion eine entscheidende Rolle.

0 Continue Reading →

Nachweis für genetischen Fortschritt

Genomische Zuchtwerte geben uns die Gewissheit, dass wir noch früher spannende Bullen einsetzen können! Sie können sicher sein, dass diese Bullen ihre genetischen Versprechen einhalten werden, denn genomische Tests bieten eine sofortige Zuverlässigkeit von etwa 70% für Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale.

Sie fragen sich vielleicht, welche verschiedenen Möglichkeiten es bei den genomische Bullen gibt? Und wie ein Bulle von seiner ersten Veröffentlichung bis zum töchtergeprüften Status gelangt?

Alta ADVANTAGE

Unsere neuesten Bullen sind nur für unsere Alta ADVANTAGE Kunden erhältlich. Diese exklusiven Alta ADVANTAGE Bullen bieten die beste und neuste Genetik und somit erstklassige Leistungen für viele unterschiedliche genetische Pläne.

Wenn ein Bulle alt genug ist, um Sperma zu produzieren, reicht die Menge einfach noch nicht, um für alle Betriebe weltweit leichten Zugang zu gewähren. Während wir also daran arbeiten, ein Spermainventar des Bullen aufzubauen, gewähren wir unseren treuen Alta ADVANTAGE Partnerherden vorrangigen Zugang zu diesen elitären, neuen Vererbern.

Sie möchten auch Alta ADVANTAGE Kunde werden? Dann sprechen Sie Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter am besten gleich an!

G-STARS

Sobald ein Bulle anfängt, genügend Sperma zu produzieren, wird er in die Liste der G-STAR-Bullen aufgenommen. In dieser Zuchtwertschätzung sind wieder viele neue G-STAR-Bullen für Sie verfügbar. Zu diesen Vererbern gehören eine Vielzahl von Merkmals-Spezialisten und Spitzenreitern, die zu Ihrem individuellem genetischen Plan passen.

FUTURE STARS

Ungefähr ein Jahr nachdem ein Bulle zum ersten Mal veröffentlicht wurde, haben wir aktuelle, nachgewiesene Ergebnisse sowohl für die Fruchtbarkeit des Bullen als auch für die Leichtkalbigkeit. Wir sammeln diese Daten, analysieren die Ergebnisse und vergeben die FUTURE STAR-Auszeichnung nur an die Bullen, die tatsächliche Testergebnisse aufweisen. Diese Bullen verfügen über echte Trächtigkeitsuntersuchungen, die belegen, dass ihre Fruchtbarkeit überdurchschnittlich hoch ist. Sie haben zudem bereits geborene Kälber und ihre Daten zum Kalbeverlauf zeigen, dass sie mit weniger als 8% für die paternale Leichtkalbigkeit besonders leichtkalbig sind.

FUTURE STARS sind der richtige Weg, wenn Sie die Vorteile der neusten Genetik nutzen wollen, aber die zusätzliche Sicherheit der nachgewiesenen Fruchtbarkeit des Bullen und der Leichtkalbigkeit bevorzugen. Im Vergleich zu den G-STAR oder ADVANTAGE Bullen könnten Sie auf etwas Leistung und Gesundheit verzichten. Aber dafür haben Sie die Gewissheit, dass Sie Ihre Chancen auf eine Trächtigkeit und ein lebendiges Kalb, resultierend aus einer leichteren Abkalbung, erhöhen. Aufgrund des bekannten Kalbeverlaufes sind die FUTURE STARS oft eine gute Option für den Einsatz auf Färsen.

Den Nachweis des genetischen Fortschritts finden Sie in den Durchschnittswerten

Nun, da Sie die Unterschiede zwischen den genomischen Gruppen und die dazugehörigen Entwicklungsschritte, die ein Bulle bei uns durchlaufen kann, kennen, finden Sie in folgender Tabelle den Vergleich des durchschnittlichen genetischen Niveaus jeder Gruppe. Sie können sehen, dass die neuesten, Alta ADVANTAGE Bullen die höchsten genetischen Durchschnittswerte aufweisen – besonders für die finanziell wichtigen Leistungs- und Gesundheitsmerkmale. Es folgen die G-STAR-Bullen und dann die FUTURE STARS mit mehr Sicherheit. Sie finden als Referenz auch den Vergleich zu den töchtergeprüften Bullen.

April 2019 DurchschnittswerteTPIMilchEiweißFettPTATUDCFLCPLDPRSCS
Alta ADVANTAGE2796137763881.982.111.256.91.92.71
G-STAR2712144260822.001.991.306.01.72.80
FUTURE STAR2571134853721.691.781.145.51.42.84
Töchtergeprüfte Bullen2355120748611.531.831.045.21.12.79

Trotz des großen Unterschieds in den genetischen Durchschnittswerten zwischen den genomischen Listen und den töchtergeprüften Listen, ist es wichtig zu beachten, dass jeder einzelne Bulle auf unserer aktuellen töchtergeprüften Liste einmal Teil der G-STAR und/oder FUTURE STAR Liste war. Das zeigt eindrücklich, wie viel und wie schnell wir genetischen Fortschritt erreichen!

Die Erfolgsbilanz ist signifikant für unsere aktuellen genomischen Highlights. In jeder Zuchtwertschätzung sehen wir, wie diese genomischen Bullen ihre ersten Vorhersagen erfüllen und schließlich zum töchtergeprüften Erfolg aufsteigen.

Ein weiterer Nachweis für den genetischen Fortschritt

Wir können diesen Vergleich und das Beispiel des genetischen Fortschritts noch einen Schritt weiter führen. Der Einfachheit halber verwenden wir TPI als Index, um einen direkten Vergleich unserer besten töchtergeprüften Bullen und unserer besten genomisch-geprüften Bullen durchzuführen.

Beide Listen bieten enorme Einsatzmöglichkeiten und viele dieser töchtergeprüften Vererber sind in den letzten Jahren sogar zu bekannten Namen auf der ganzen Welt geworden. Aber trotz dieser Tatsache übertrifft die genomisch-geprüfte Liste einfach unsere töchtergeprüfte Gruppe um ein Vielfaches.

APRIL 2019

Top 10 töchtergeprüfte Bullen

HO-NummerNameTPI
011HO11523AltaHOTSHOT2645
011HO11720AltaFLYWHEEL2611
011HO11725AltaAMULET2598
011HO11499AltaMEGLO2580
011HO11531AltaSABRE2571
011HO11437AltaSPRING2570
011HO11718AltaTURNKEY2560
011HO11493AltaHOTROD2558
011HO11741AltaCAPO2557
011HO11566AltaFOUNDER2549
Durchschnitt2580

APRIL 2019

Top 10 genomisch-geprüfte Bullen

HO-NummerNameTPI
011HO12157AltaLAWSON2851
011HO12286AltaROBERT2845
011HO12327AltaMORRIS2842
011HO12240AltaMILESTONE2823
011HO12209AltaHOTJOB2823
011HO12285AltaNIXIE2792
011HO12180AltaDATELINE2792
011HO12206AltaRONDON2791
011HO12384AltaPLEDGE2788
011HO12169AltaEMIRATES2782
Durchschnitt2813

Setzen Sie die Genetik in die Tat um

In diesem Sinne haben Sie Vertrauen und setzen Sie auf eine Gruppe von Bullen aus den Alta ADVANTAGE, G-STAR oder FUTURE STAR Listen. Alternativ, wenn Sie die Sicherheit von Vererbern mit höherer Zuverlässigkeit bevorzugen, werden Sie unter unseren töchtergeprüften Bullen mit Gewissheit die richtigen Bullen passend zu Ihren Bedürfnissen finden.

Wählen Sie eine Gruppe von Bullen, die Ihre individuellen Ziele für Leistung, Gesundheit und Exterieur erfüllen und Sie werden den Fortschritt Ihrer Herde vorantreiben, um die aktuelle Situation und die zukünftigen Ziele Ihres Betriebes zu erfüllen.

0 Continue Reading →

Neuigkeiten zur April Zuchtwertschätzung

1. Erneute DPR-Änderungen

Der Trend der letzten Jahre zeigt, dass Bullen in der Regel jeden April in DPR (Daughter Pregnancy Rate – Töchterfruchtbarkeit) sinken. Dieser Rückgang wird gefolgt von einer nahezu gleichmäßigen Zunahme des DPR in den folgenden August- und Dezemberrunden.

Hier finden Sie die Auswirkungen dieser Runde:

Insgesamt sanken die Jersey Bullen, genomische und töchtergeprüfte, in DPR um durchschnittlich 0.3. Holstein Bullen hatte eine stärkere Veränderungen und zeigten eine größere Varianz in ihrem Rückgang. Die jüngsten Holstein Bullen hatten im Durchschnitt einen deutlich stärkeren Rückgang als die älteren Jahrgänge. Holstein Bullen, die 2010 geboren wurden, sanken für DPR um etwa 0.2, während die 2018 geborenen HO Bullen um 1.0 DPR zurück gegangen sind.

Andere offizielle Veränderungen im Branchendurchschnitt des DPR stellen sich wie folgt dar:

  • HO genomisch-geprüfte Bullen: ↓0.8 DPR = ca. -14 NM$
  • HO töchtergeprüfte Bullen: ↓0.6 DPR = ca. -8 NM$

Für weitere Details finden Sie die DPR-Updates des CDCB HIER.

2. Unsere Bullenauswahl hält wieder viele Spitzenbullen für Sie bereit!

Unabhängig davon, ob Sie auf genomisch oder töchtergeprüft, 60-40-0, TPI, NM$ oder einen anderen genetischen Plan, Holsteins oder Jerseys, hohe Fruchtbarkeit oder schnellsten genetischen Fortschritt setzen, wir haben viele erstklassige neue Vererber, die zu einer Vielzahl von genetischen Plänen passen!

Einige unserer Highlights beinhalten:

  • Hochrangierte Jerseybullen
  • Brandneue Holsteinbullen
    •   7 neue Alta ADVANTAGE Bullen
    • 12 neue G-STAR Bullen
    •   6 neue töchtergeprüfte Bullen

3. NEU: Kreuzungszuchten werden berücksichtigt

In den letzten Jahren hat die Zunahme an Kreuzungszuchten und eine immer größere Akzeptanz von genomischen Tests zu einer Nachfrage und Zugänglichkeit für genomische Zuchtwerte von gekreuzten Tieren geführt.

Damit hat der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) nun die ersten genomischen Bewertungen für gekreuzte Tiere veröffentlicht.

Der CDCB berechnet genomische Zuchtwerte von Kreuzungstieren gewichtet anhand ihrer Anteile mit den Durchschnittswerten der jeweiligen Zuchtwerte der einzelnen Rassen.

Das bedeutet, dass die Sicherheit für einige gekreuzte Tiere, die bereits Zuchtwerte erhalten hatten, gestiegen ist. Zum Beispiel Tiere, die zu etwa 85% aus Jersey und 15% Holstein stammen, werden eine höhere Sicherheit haben, denn anstatt sie nur als Jersey zu bewerten, wird ihr Holsteinanteil nun genauer mit einberechnet. Genetisch bedingt ist zu erwarten, dass die Zuchtwerte für gekreuzte Tiere etwas weniger genau sind, als bei reinrassigen Zuchtwerten.
Jerseys sind von dieser neuen Kreuzungsbewertung am stärksten betroffen. Jerseys mit einer Klammer im Namen (was bedeutet, dass sie innerhalb von sechs Generationen eine andere Einkreuzung haben) zeigen die größten Veränderungen in NM$- und JPI-Werten. Im Branchendurchschnitt sanken die genomisch-geprüften Jersey-Bullen um etwa 27 NM$, während die töchtergeprüften Jersey-Bullen um etwa 15 NM$ sanken.

→ Um diese neue Kreuzungsbewertung besser zu verstehen, lesen Sie die vollständige Beschreibung von Doug Bjelland und Ashley Mikshowsky

4. Der strategische Einsatz von Fleischbullen

Wenn der Einsatz von Fleischrassen in ihrem Milchviehbetrieb zum strategischen Plan gehört, stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Optionen sorgfältig durchdenken. Überlegen Sie, wann Sie und wie Sie Ihre gekreuzten Fleisch x Milch Tiere vermarkten wollen. Wie ist Ihre aktuelle Situation, was sind Ihre zukünftigen Ziele?

Genau wie die Milchviehbullen sind nicht alle Fleischbullen gleich. Wenn Sie also entscheiden, welche Milchviehbullen Sie in den nächsten vier Monaten verwenden werden, lassen Sie uns Ihnen helfen, auch die richtige Fleischbullen zu finden.

Mehr erfahren Sie hier in unserem BEEF FLYER.

5. Fruchtbarkeit macht den Unterschied

Es ist unser vorrangiges Ziel, Ihnen zu helfen, mehr Trächtigkeiten in Ihrer Herde zu erreichen.

Ob Sie nun konventionelles Sperma oder gesextes Sperma bevorzugen, wir verwenden die branchenweit führende Fruchtbarkeitsbewertung für Bullen, damit Sie wissen, welche Bullen in Ihrer Herde am fruchtbarsten sein werden.

CONCEPT PLUS-Bullen zeigt Ihnen, welche Bullen mit konventionellem Sperma die meisten Trächtigkeiten erreichen werden.

511 CONCEPT PLUS-Bullen zeigen Ihnen, welche gesexten Bullen mehr weibliche Trächtigkeiten in Ihrer Herde erzeugen werden.

6. Neues Merkmal zum Erstkalbealter

In dieser Zuchtwertschätzung wird das neue Merkmal “Early First Calving” (EFC) vom CDCB eingeführt. Dieses wird als Alter in Tagen beim ersten Kalben angegeben und stellt somit dar, ob die Erbanlagen eher für ein geringes oder ein höheres Abkalbealter sprechen. Das geringere Abkalbealter wird dabei als positiv bewertet.

Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel. >>

7. Zuchtwertflyer und Topliste

Diese Zuchtwertschätzung hält wieder viele neue spannende Bullen für Sie bereit – ob genomisch oder töchtergeprüft, Holsteins oder Jerseys, gesext oder konventionell, besonders guter Befruchter oder Robotertauglich – bei uns finden Sie Bullen passend zu Ihren Bedürfnissen. Bedenken Sie dabei, dass die aktuelle Topliste nur eine kleine Auswahl unserer verfügbaren Bullen darstellt. So individuell wie Ihr Betrieb, ist auch die Auswahl der passenden Bullen.

0 Continue Reading →

Neues Merkmal: Early First Calving

Im April 2019 veröffentlicht der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) ein neu eingeführtes Merkmal: Early First Calving (EFC; Frühes Erstkalbealter).

Da Genetik und Management beide eine Rolle bei der Entwicklung von Färsen spielen, kann die Möglichkeit, früher kalbende Tiere auszuwählen, dabei helfen, die Rentabilität Ihrer Herde zu steigern.

Die Aufzucht von Färsen macht 15-20% der Gesamtkosten der Milcherzeugung aus. Dazu gehören Kosten für Fütterung, Stallung, Arbeit und Gesundheitsversorgung. Das Aufziehen einer Färse kann schätzungsweise $2,50 pro Tag kosten. Die Verringerung des Erstkalbealters kann daher zu erheblichen Einsparungen führen. Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist, wie sich das Erstkalbealter auf die Leistung einer Färse auswirkt, nachdem sie in die melkende Herde kommt.

Early First Calving wird als Alter in Tagen beim ersten Kalben angegeben.

Tiere, von denen erwartet wird, dass sie Erbanlagen übertragen, die das Alter beim ersten Abkalben verringern, werden einen positiven EFC-Wert haben, da das Abkalben von jüngeren Tieren als vorteilhafter angesehen wird. Tiere, die Erbanlagen übertragen, die das Alter beim ersten Abkalben erhöhen, haben einen negativen EFC-Wert, da das Abkalben im höheren Alter weniger vorteilhaft ist.

Wenn Sie sich für EFC als Teil Ihres genetischen Plans entscheiden möchten, haben wir hier ein Beispiel für Sie. Ein Bulle mit einem PTA von +2 Tagen für EFC hat eine Genetik, von der wir erwarten, dass das Erstkalbealter seiner Tochter um zwei Tage reduziert wird, verglichen mit einem Bulle mit einem PTA von 0 für EFC. Die Erblichkeit von EFC ist mit 2.3% sehr gering. Die durchschnittliche Sicherheit für junge genotypisierte Holsteins liegt bei 66% und für Jerseys bei 51%.

Wie bei der Veröffentlichung eines jeden neuen Merkmals ist es wichtig, die aktuelle Situation Ihrer Herde und die zukünftigen Ziele im Auge zu behalten. Fragen Sie sich, wie Sie für Milch bezahlt werden, warum Kühe Ihre Herde verlassen und welche Art von Kühen zu Ihrem Betrieb passen, um nur die Merkmale zu berücksichtigen, die das Ergebnis Ihres Betriebes am meisten beeinflussen.

0 Continue Reading →

Koepon und CRI fusionieren zu URUS

Madison, Wisconsin – Zwei starke Organisationen – eine Genossenschaft und ein privates Unternehmen – haben sich zu einem neuen globalen Marktführer in den Bereichen der Rindergenetik, der künstlichen Besamung und des Betriebsmanagements zusammengeschlossen.

Die Koepon Holding BV und Cooperative Resources International (CRI) gaben ihre Absicht zur Fusion im vergangenen Dezember bekannt. Nach der Prüfung der Sorgfaltspflicht und der Abstimmung durch den Vorstand der einzelnen Unternehmen sowie der Delegierten von CR,I ist der Unternehmenszusammenschluss nun abgeschlossen. Die neu gegründete Organisation wird unter dem Namen URUS geführt.

“URUS ist zwar ein neuer Name in der globalen Agrarindustrie, aber seine Wurzeln sind tief”, sagt Cees Hartmans, CEO. “Die Unternehmen der URUS-Familie – AgSource, Alta Genetics, GENEX, Jetstream Genetics, PEAK/GENESIS, SCCL und VAS – haben eine lange Tradition als Dienstleister für Milch- und Rindfleischproduzenten auf der ganzen Welt. Jetzt, als Teil dieser neuen Organisation, sind diese Unternehmen noch besser positioniert, um die zukünftigen Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden zu erfüllen.”

Die Gründung von URUS, mit seiner Größe und seinem Umfang, ermöglicht eine deutliche Erhöhung der Investitionen in Produkte und Dienstleistungen, von denen die Produzenten auf der ganzen Welt profitieren werden.

“Die Unternehmen von URUS werden bei neuen Entwicklungen in der Rinderindustrie führend sein”, sagt Hartmans. “Milch- und Rindfleischproduzenten sind das Herzstück dieser Organisation und deshalb wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitglieder und Kunden Zugang zu den besten Produkten und Dienstleistungen zu einem wettbewerbsfähigen Preis erhalten. Wir wollen auch in Zukunft Ihr bevorzugter Partner für Rindergenetik, Reproduktion und Betriebsführung sein.”

Hartmans fügt hinzu: “Gemeinsam können wir uns auf die Produktion hochwertiger und gesunder Lebensmittel konzentrieren und gleichzeitig zu einer nachhaltigen, produktiven und profitablen globalen Milch- und Rindfleischindustrie beitragen”.

Über URUS
URUS (www.urus.org) wurde 2018 gegründet und ist eine Holdinggesellschaft mit genossenschaftlichem und privatem Eigentum. URUS hat starke Wurzeln in der globalen Agrarindustrie. Diese tiefe Geschichte wird durch die Unternehmen, die Urus bilden, verankert: AgSource, Alta Genetics, GENEX, Jetstream Genetics, PEAK/GENESIS, SCCL und VAS. Es wird zudem von einem weltweiten Team aus Spezialisten getragen, die sich der Bereitstellung von genetischen und betriebswirtschaftlichen Informationslösungen für Milch- und Rindfleischproduzenten zur Verbesserung der Herdenqualität und -produktivität verschrieben haben.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Cees Hartmans, CEO unter cees.hartmans@urus.org oder Keith Heikes, COO unter keith.heikes@urus.org

0 Continue Reading →

Neuigkeiten zur August Zuchtwertschätzung

1. Wir haben viele neue Bullenoptionen für Sie parat.

Noch nie zuvor gab es so viele neue Möglichkeiten an Bullen für Sie in den Alta ADVANTAGE, G-STAR und Alta511 SexedULTRA Kategorien. Die Bullen sind sehr vielfältig und schnell verfügbar!
Auf Bull Search, unserer interaktiven Bullensuche, finden Sie alle unsere Bullen und können eine Auswahl passend zu Ihren betriebsindividuellen Zielen erstellen. Für einige besondere Anforderungen, finden Sie unsere Bullenauswahl bei den Spezial(l)isten.

2. Erzeugen Sie mehr Trächtigkeiten durch das richtige Sperma!

Beginnend mit dieser Zuchtwertschätzung erhalten Sie die Möglichkeit Ihre Herdenfruchtbarkeit noch präziser und effizienter zu gestalten. Wir haben gelernt, dass das Sperma eines Bullen je nach Produktionsform – gesext oder konventionell (nicht gesext) – und Verwendung – in Kuh oder Färse – unterschiedliche Ergebnisse erzielt.

Auf Basis eines individuellen Bullen verhält sich das konventionelle Sperma in Kühen nicht genauso wie das gesexte Sperma in Färsen. Aufgrund dieser neuen Erkenntnissen haben wir unser CONCEPT PLUS Modell erweitert:

Bullen, die beim Einsatz von gesextem Sperma bei Färsen eine überdurchschnittliche Konzeptionsrate von +4% bis +9% nachweisen, erhalten die Kennzeichnung 511 CONCEPT PLUS.

Bullen mit einer überdurchschnittlichen Konzeptionsrate von +2% bis +5% beim konventionellen Sperma in Kühen erhalten die Kennzeichnung CONCEPT PLUS.

Erfahren Sie HIER mehr >>

3. Einige Kennzahlen wurden angepasst

  • NM$: Der NM$-Index hat eine neue Gewichtung. Die durchschnittliche Veränderung der Branche bedeutete einen allgemeinen Anstieg von ca. 10 NM$ pro Bullen. Einige Bullen weisen sogar größere Veränderungen auf.
  • DPR: Um den starken Rückgang der DPR (Töchterfruchtbarkeit) in der letzten Zuchtwertschätzung im April 2018 zu korrigieren, wurden eine Anpassung des Zuchtwerts vorgenommen. Dadurch gab es eine durchschnittliche Erhöhung der DPR in dieser Zuchtwertschätzung:
    • Holstein: ca. +1,4 DPR
    • Jersey: ca. +0,5 DPR
  • TPI: Der Durchschnitt aller Bullen stieg um ca. 25 TPI-Punkte an. Allerdings haben mehrere unserer töchtergeprüften Bullen bis zu über 100 TPI-Punkte dazugewonnen!

 

4. Erreichen Sie Ihre genetischen und reproduktiven Ziele, indem Sie Ihren individuellen zielorientierten genetischen Plan festlegen und verfolgen.

Definieren Sie Ihre Ziele für einen genetischen Plan mit Ihrem zuständigen Alta Mitarbeiter. Lassen Sie sich zu unserer neuen Fruchtbarkeitsbewertung beraten und finden Sie neue Bullen, passend zu Ihren Zielen!

0 Continue Reading →

Der hohe Wert geringer Erblichkeiten

Tatsache ist, dass die Heritabilität von Merkmalen oft missverstanden wird. Einfach gesagt, bedeutet die Heritabilität, also die Erblichkeit, wie viel des Unterschieds in der tatsächlichen Leistung auf der Genetik basiert, anstatt auf dem Einfluss des Management oder der Umwelt.

Zum besseren Verständnis stellen Sie sich zwei Kühe in verschiedenen Herden vor. Wie viel von ihrem Milchleistungsunterschied ist auf die Genetik zurückzuführen und wie viel auf das Management oder die Umwelt? Es stellt sich heraus, dass etwa 30% auf Genetik und 70% auf Management und Umwelt zurückzuführen sind. Daher hat Milchleistung eine Erblichkeit von 0,30.

Wie sieht dieses Verhältnis im Bereich Fruchtbarkeit aus? Management und Umwelt machen 96% der Unterschiede zwischen den Töchtern aus, sodass der Einfluss der Genetik nur 4% beträgt. Somit hat DPR eine Erblichkeit von 0,04.

Die Merkmale, die am häufigsten mit einer geringen Erblichkeit in Verbindung gebracht werden, sind die Gesundheitsmerkmale – Nutzungsdauer (PL), Töchterfruchtbarkeit (DPR) und der somatische Zellgehalt (SCS). Viele Produzenten glauben, dass eine geringe Heritabilität in einem geringeren oder langsameren genetischen Fortschritt resultiert. Aber es wäre falsch, zu denken, dass Merkmale wie DPR, PL oder SCS aufgrund von geringen Heritabilitäten zu vernachlässigen sind, weil sie keinen Einfluss haben.

Die Perspektive ist wichtig

In der Genetik zeigt sich Genauigkeit, wenn Ergebnisse innerhalb einer Herde verglichen werden. Diese sogenannte Kontrollgruppe wird in einer Herde innerhalb einer bestimmten Laktationsgruppe und einer bestimmten Abkalbezeit beobachtet. Durch die Evaluierung innerhalb einer Kontrollgruppe wird der Effekt durch Management und Umwelt stark reduziert.  Wir haben effektiv mehr Kontrolle über die Bewertung, um die tatsächlichen Auswirkungen der Genetik besser zu bewerten.

Die Gesamterblichkeit für Gesundheitsmerkmale wie DPR und PL ist gering. Wenn wir allerdings die Ergebnisse innerhalb der einzelnen Kontrollgruppen betrachten, erfahren wir den wahren genetischen Einfluss.

Die Wahrheit liegt in den Zahlen

Nehmen Sie die Auswertung eines echten Milchviehbetriebes mit 1500 Kühen und sehr guten Fruchtbarkeitsergebnissen als Bespiel. Alle erstlaktierenden Kühe wurden, basierend auf dem DPR Zuchtwert ihres Vaters, in vier Gruppen aufgeteilt. Hier ist eindeutig ersichtlich, dass die Töchter der Bullen mit hohem DPR Zuchtwert schneller tragend wurden, als solche von Bullen mit niedrigem DPR Zuchtwert.

Denken Sie an eine Herde mit einer Pregrate von 22% und einem Durchschnitt von 130 offenen Tagen. Wenn der Betriebsleiter einen Bullen mit einem DPR von +3.0 auswählt, um 100 Töchter zu züchten, dann erwarten wir, dass diese Töchter im Durchschnitt eine Pregrate von 25% und durchschnittlich 118 offenen Tage haben.

Anzahl der KüheDurchschnitt Bulle DPRPregRate
Top 25% für DPR1742.327%
Niedrigste 25% für DPR137-1.120%
Unterschied3.47%

Dasselbe gilt für die Nutzungsdauer. Trotz der geringen Erblichkeit von weniger als 9% kann PL einen echten und spürbaren Unterschied in Ihrer Herde erzeugen.

Die untenstehende Tabelle vergleicht, wie lange die Töchter der zehn besten PL-Bullen und Töchter der untersten zehn PL-Bullen der Branche in einer bestimmten Herde bestehen. Sie können sehen, dass ein höherer Prozentsatz von Töchtern mit hohem PL, die durch die dunkelblauen Balken dargestellt werden, in einer Herde verbleiben, als Nachkommen der niedrigen PL-Bullen. Wenn Sie also PL in ihren genetischen Plan integrieren, züchten Sie gesündere, langlebigere Kühe in Ihrer Herde.

Fokus auf wirtschaftlichen Wert

Als progressiver Milchproduzent sollten Sie sich von der geringen Heritabilität der Gesundheitsmerkmale nicht davon abhalten lassen, die richtigen genetischen Mittel für Ihre Herde zu nutzen. Gesundheitsmerkmale sind wirtschaftlich wichtig und Verbesserungen in diesen Bereichen können enorme wirtschaftliche Auswirkungen für Ihren Betrieb haben.

Es gibt viele Merkmale, die eine sehr hohe Heritabilität, aber keine wirtschaftliche Bedeutung haben. Mit anderen Worten, wir können sehr schnell Fortschritte für diese Merkmale erzielen, aber wir erhalten dadurch keine profitablere Kuh.

Beispiele dafür sind Fellfarbe und Hornlosigkeit. Beide Merkmale haben eine Erblichkeit von 100%, da sie rein genetisch bestimmt werden. Wir können Kühe also in einer Generation rot oder hornlos züchten, aber was ist der wirtschaftliche Wert für einen Milchviehbetrieb?

Im Vergleich dazu ist der wirtschaftliche Wert von fruchtbareren Kühen, die aufgrund von weniger Stoffwechselproblemen, weniger Fällen von Mastitis und weniger Kalbeschwierigkeiten länger leben, deutlich erkennbar. Diese genetischen Merkmale machen eine Kuh für jeden Betrieb deutlich profitabler.

Management Tipps für die Selektion

Wenn Sie Ihren genetischen Plan festlegen oder neu bewerten, sollten Sie die folgenden Tipps beachten, um den Fortschritt in Richtung Ihrer Ziele zu maximieren.

1. Definieren Sie Ihre Ziele
Sie können damit beginnen, die häufigsten Gründe für die Merzung in Ihrer Herde zu ermitteln, um die wichtigsten Gesundheitsprobleme auf Ihrem Betrieb zu ermitteln. Ist es die Reproduktion, Milchproduktion oder Mastitis? Diese Information gibt Ihnen die Grundlage, um Zuchtentscheidungen zu treffen, die Ihre Herde nach vorne bringt.

2. Wählen Sie Ihre eigenen Werkzeuge aus
Gesundheitsmerkmale bieten Milchproduzenten einige leistungsstarke Werkzeuge, um bei schwacher Fruchtbarkeit, metabolischen Problemen, hohen Raten von Schwergeburten und dergleichen zu korrigieren. Finden Sie heraus, wie wichtig Ihnen die einzelnen Merkmale sind und legen Sie bei der Auswahl von Bullen einen Schwerpunkt auf ebensolche Merkmale.

3. Passen Sie die Lösung an Ihren Betrieb an
Da Standardzuchtwerte der Industrie unterschiedlich sind und sich ihre Gewichtung für Gesundheitsmerkmale ebenfalls ständig verändert, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass sie Ihre individuellen Ziele und Bedürfnisse widerspiegeln. Arbeiten Sie mit Ihrem Alta Berater zusammen, um sicherzustellen, dass Ihr genetischer Plan auf Ihre individuelle Situation und Ihre Ziele zugeschnitten ist.

0 Continue Reading →

A2A2 Milch

Es ist immer wieder hier und da das Wort „A2A2-Milch“ zu vernehmen. Was hat es damit auf sich? Wir haben für Sie ein paar kompakte Informationen zusammengestellt.

Kuhmilch besteht zu 87 % aus Wasser und zu 13 % aus Feststoffen. Dieser Anteil von Feststoffen setzt sich zusammen aus Laktose (Milchzucker), Fett, Protein und Mineralstoffen.

Den größten Anteil des Milchproteins in der Milch hat Casein. Eine Form des Caseins ist das Betacasein. In der Rinderpopulation gibt es zwei Ausprägungen des Betacasein-Gens: A1 und A2. Diese zwei Varianten befinden sich an zwei verschiedenen Genorten, dadurch trägt jedes Rind eine der Genvarianten A1A1, A1A2 oder A2A2 für das Betacasein im Genom.

Warum kann das wichtig sein?

Studien haben herausgefunden, dass die Verdauungsenzyme vom Menschen unterschiedlich mit den A1 und A2 Betacaseinprotein interagieren und dadurch unterschiedlich im Körper verwertet werden. Einige gehen davon aus, dass die A2 Variante natürlicher und dadurch gesünder ist. Das führt zu einer steigenden Verbrauchernachfrage nach A2A2-Milch.
Die A2A2-Milch kann nur von Kühen produziert werden, die an beiden Genorten das A2-Gen tragen.  Der einzige Faktor, der bestimmt, ob sich das Milchprotein A1 oder A2  in der Milch befindet, ist also der Genotyp der laktierenden Milchkuh. Die Genkombination A2A2 kommt in Jerseys geringfügig häufiger vor, als in anderen Rassen. Die ausführliche Liste der A2A2 Holsteinbullen zeigt, dass man bei den Holsteins keine großen Einbußen in der Genetik vornehmen oder auf eine andere Rasse umstellen muss, um die A2A2-Milch zu produzieren. Wichtig ist das für die Produzenten, die für die A2A2-Milch aufgrund der steigenden Nachfrage einen Bonus erhalten.

Hier haben wir Ihnen zur letzten Zuchtwertschätzung eine Auswahl an A2A2-Bullen und anderen Spezialisten zusammengestellt.

0 Continue Reading →

Zukünftige Leistung über die durchschnittlichen Tageszunahmen vorhersagen

Färsen werden immer häufiger mit Hilfe genomischer Typisierung einem Ranking unterzogen, welches als wichtige Entscheidungshilfe für ein strategisches Management genutzt wird. Dies ist aber nicht der einzig mögliche Weg. Wenn Sie nicht nur auf die Maximierung Ihres genetischen Fortschrittes bedacht sind, sondern auch auf Ihren zukünftigen Gewinn, gibt es alternative Methoden, um zu entscheiden, welche Färse den Betrieb verlassen soll und welche nicht.

Durchschnittliche Tageszunahmen als Selektionskriterium?

Verweise auf durchschnittliche Tageszunahmen (average daily gain= ADG) stammen typischerweise aus der Fleischindustrie und in letzter Zeit auch von Fütterungswissenschaftlern und Forschern. Studien bei Milchrindern haben gezeigt, dass einzelne Betriebe einen Einfluss der durchschnittlichen Tageszunahmen auf das zukünftige Potential der Milchleistung feststellen. Eine Studie der Cornell University hat bewiesen, dass jedes zusätzliche Kilogramm an Tageszunahmen bei Kälbern vor dem Absetzen in 1,113 Kilogramm mehr Milch in deren ersten Laktation zur Folge hat.

Das individuelle Wiegen von Kälbern zu festgelegten Zeitpunkten im ersten Lebensabschnitt erfasst die durchschnittlichen Tageszunahmen, welche ein effektives Mittel für die Vorhersage der Tiere mit den höchsten Leistungen in der ersten und folgenden Laktationen sein können.

In der untenstehenden Tabelle wird dies verdeutlicht. Auf diesem 2850- Kuh Holstein Betrieb in Wisconsin werden die Gewichte jedes einzelnen Kalbes bei der Geburt und beim Absetzen ermittelt. Anschließend wird mit der Herdenmanagement Software die durchschnittliche Tageszunahme jeden Tieres berechnet.

Tabelle 1Anzahl der TiereADGØ 305ME 1. Laktation
Gruppe 1 - Top 25% mit höchstem ADG332988 g15.016 kg
Gruppe 2 - Unterste 25% mit niedrigstem ADG304757 g14.442 kg
Unterschied231 g574 kg

Hier haben wir alle Tiere in der ersten Laktation basierend auf ihrer ursprünglichen durchschnittlichen Tageszunahme in Quartile eingeteilt. Die besten Tiere nahmen fast 1 kg pro Tag von der Geburt bis zum Absetzen zu, während die schlechtesten 25% der Tiere in der gleichen Zeit nur geringe Zunahmen von 757 g am Tag erreichten.

In der kurzen Zeit von zwei Jahren bis die Kälber in die melkende Herde gelangen, entsteht ein Unterschied zwischen den Tieren mit den höchsten zu den niedrigsten Tageszunahmen von beeindruckenden 574kg mehr produzierter Milch in durchschnittlicher 305-Tagesleistung. Das spiegelt die Ergebnissen der oben genannten Studie der Cornell Universität 2012 wider.

Genetik macht den Unterschied

Gehen wir mit der Analyse einen Schritt weiter, zeigt sich die Genetik in besseren und gesünderen Kälbern, die jeden Tag mehr wachsen.

Teilen wir die Gruppen der Analyse von oben in Tabelle 1 in zwei separate genetische Gruppen, sieht man wie sich die Tiere in jeder Gruppe im Verhältnis zu ihrer genetischen Vorhersage entwickeln. Das zeigt uns, ob durchschnittliche Tageszunahmen Auswirkungen darauf haben, was ein Tier aufgrund seines genetischen Potentials leisten kann.

Tabelle 2 zeigt ausschließlich Kühe der ersten Laktation, die sich in der Gruppe der besten 25% Färsen mit den höchsten durchschnittlichen Tageszunahmen von Geburt bis zum Absetzen befanden.  Innerhalb dieser Gruppe vergleichen wir die 305-Tageleistungen basierend auf dem Durchschnitt der Eltern für den Milchzuchtwert PTA Milch.

Tabelle 2 - Tiere mit höchsten durchschnittlichen TageszunahmenAnzahl der TiereADGØ PTAM ElternØ 305ME 1. Laktation
Beste 50% Elterndurchschnitt PTAM166993 g266 kg15.650 kg
Niedrigste 50% Elterndurchschnitt PTAM166984 g48 kg14.390 kg
Unterschied9 g218 kg1.260 kg

Hier wird deutlich, dass innerhalb der Kälber mit den besten durchschnittlichen Tageszunahmen, die Tiere mit dem höchsten Elterndurchschnitt für PTA Milch nach der Kalbung fast 1300 kg mehr Milch geben, als die Tiere mit einem niedrigeren Durchschnitt für PTA Milch.

Tabelle 3 unterscheidet sich dahingehend, dass hier die Kühe der ersten Laktation verglichen wurden, welche aufgrund ihrer durchschnittlichen Tageszunahmen zu den 25% schlechtesten zählen. Vergleichen wir die Milchleistungen innerhalb dieser niedrigen Gruppe, sehen wir, dass ein hoher Elterndurchschnitt für PTAM in nur 820 kg mehr Milch in der ersten Laktation resultiert.

Tabelle 2 - Tiere mit niedrigsten durchschnittlichen TageszunahmenAnzahl der TiereADGØ PTAM ElternØ 305ME 1. Laktation
Beste 50% Elterndurchschnitt PTAM152762 g258 kg14.863 kg
Niedrigste 50% Elterndurchschnitt PTAM152757 g25 kg14.042 kg
Unterschied5 g233 kg821 kg

Innerhalb beider Gruppen bedeutete ein höherer Elterndurchschnitt für PTAM sogar mehr Milch als durch die Genetik vorhergesagt. Trotzdem zeigt der Vergleich der Unterschiede in der 305-Tageleistung der ersten Laktation, dass die Gruppe mit den hohen durchschnittlichen Tageszunahmen die Gruppe mit den niedrigen Zunahmen um fast 450 kg Milch zusätzlich überholt.

Dies bedeutet, dass wenn Kälber das beste Futter und die beste Pflege bekommen und so höhere tägliche Zunahmen erreichen, ihre Gene sogar besser zum Ausdruck kommen, als erwartet.

Strategische Management Entscheidungen

Wenn es Ihre betriebliche Situation erfordert extra Färsen zu verkaufen, ist es besser dies auf strategische Art und Weise zu tun. Während genomische Tests für dieses Ziel sicher ihren Wert haben, kann das Überwachen und Messen der täglichen Zunahmen als eine effektive Alternative dienen.

Wenn die Tiere, die früh im Leben schneller wachsen, später eine höhere Leistung erbringen als andere, ist es eine leichte Entscheidung, die am schnellsten wachsenden Tiere in der Herde zu behalten. Wenn Sie die Kälber verkaufen, die von Beginn an auf einem unzureichenden Level wachsen, können Sie Futterkosten für Tiere, die deutlich weniger produzieren werden und die Aufzucht von Tieren, für die Sie auf dem Betrieb ggf. keinen Platz haben, vermeiden.

Zu wissen, dass diese gesunden Kälber extra Milch in den Tank liefern werden, bestärkt außerdem die Wichtigkeit von richtiger und fortschrittlicher Kälberfütterung und den Fokus auf allgemeine Kälbergesundheit. Selbst wenn die Zeiten gut sind, sollten Sie die Zukunft ihrer Milchherde immer im Auge haben.

Schnell gelesen

  • Wenn Sie einen strategischen Plan für die Selektion von Färsen einführen, bedenken Sie das individuelle Wiegen von Kälbern zu klar festgelegten Zeitpunkten im Leben, um durchschnittliche Tageszunahmen zu erfassen. Ein Ranking basierend auf Tageszunahmen, kann definieren welche Färsen behalten und welche verkauft werden. Dies hat einen großen Einfluss auf die zukünftigen Gesamtkosten der Produktion.

 

  • Nutzen Sie die Genetik, die Sie ausgewählt haben. Die Gene eines Tieres können nur dann bestmöglich entfaltet werden, wenn es die beste Fütterung und Pflege vom ersten Tag an erhält.  Der tägliche Zuwachs jedes Kalbes, sogar in den ersten Monaten, hat große Auswirkungen auf das Potenzial für die spätere Milchleistung.

References:

Soberon F, Raffrenato E, Everett RW and Van Amburgh ME. 2012. Preweaning milk replacer intake and effects on long-term productivity of dairy calves. J Dairy Sci. 2012 Feb;95(2):783-93. doi: 10.3168/jds.2011-4391.

Würden Sie diesen Text gerne ausdrucken? Klicken Sie hier zum Download!

0 Continue Reading →

Wie stichhaltig und genau sind genomische Zuchtwerte?

Wir befinden uns mitten in der Ära der genomischen Zuchtwerte. Wie viele andere Milchviehhalter, setzen vermutlich auch Sie inzwischen sorgenfrei genomisch-geprüfte Bullen in Ihrem genetischen Plan ein.

Nichtsdestotrotz haben Sie möglicherweise nach wie vor Fragen zu den Unterschieden, die Sie zwischen genomisch-geprüften und töchtergeprüften Bullen erwarten können. Um Ihre Fragen adäquat zu beantworten, haben wir eine eingehende Analyse aller eingesetzten Bullen vorgenommen. Unser Ziel war es, herauszufinden, wie stichhaltig und genau die genomischen Zuchtwerte sind. Werden sie über einen längeren Zeitraum genauer oder nimmt ihre Genauigkeit ab?

Was haben wir daraus gelernt?

Grafik 1 zeigt den durchschnittlichen Unterschied des TPI (Total Performance Index = Gesamtzuchtwertindex eines Bullen) der ersten genomischen Zuchtwerte zu den Werten der töchtergeprüften Bullen im April 2017.
Der Unterschied des TPI ist der Abstand, der zwischen der blauen und orangefarbenen Linie liegt.

Grafik 1: Veränderung des TPI vom genomischen Zuchtwert 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Obwohl die genomischen Zuchtwerte nach wie vor geringfügig erhöht sind, wird die Lücke zwischen genomischen Zuchtwerten und töchtergeprüften Bullen bei jeder Zuchtwertschätzung kleiner.

Sie möchten mehr Details?

Um die Daten in einem anderen Blickwinkel zu betrachten, schauen wir uns alle 1.078 Zuchtbullen aus dem Jahr 2013 an. Dies tun wir aus dem einfachen Grund, dass alle Zuchtbullen aus dem Jahr 2013 inzwischen in den Bereichen Produktion, Gesundheit und Exterieur töchtergeprüft sind.

Die glockenförmige Kurve in Grafik 2 zeigt den Mittelwert und die Standardabweichung des TPI aller 1.078 Bullen, die 2013 genomische Zuchtwerte erhielten.

Grafik 2: Histogramm der Unterschiede im TPI vom ersten genomischen Zuchtwert in 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Wie Sie sehen können, hat sich der Wert durchschnittlich um weniger als 100 Punkte vom Veröffentlichungszeitraum der genomischen Zuchtwerte zur Töchterprüfung 2013 verändert. Einhundert dieser Bullen haben einen töchtergeprüften TPI, der um weniger als 20 Punkte von der ursprünglichen genomischen Prüfung abweicht. Nur ungefähr 40 der 1.078 Bullen haben mehr als 300 TPI-Punkte verloren – das sind weniger als 4%.

Der gleiche Trend lässt sich für die NM$-Gesamtzuchtwerte beobachten. Tabelle 4 zeigt den durchschnittlichen Unterschied und die Standardabweichung des NM$ derselben 1.078 Bullen, die 2013 genomisch geprüft wurden. Diese Bullen veränderten ihren Wert um ca. -103 NM$ von ihrem ursprünglichen genomischen Zuchtwert 2013 zu ihrem töchtergeprüften Wert im April 2017.

Fünfundneunzig Bullen blieben konstant innerhalb der geringen Differenz von 20 Punkten von ihrem genomischen Zuchtwert zum töchtergeprüften NM$-Wert. Weniger als 20 Bullen verzeichneten einen Unterschied von mehr als 300 NM$-Punkten.

Grafik 3: Histogramm des Unterschieds in NM$ vom genomischen Zuchtwert in 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Momentan weisen unsere besten töchtergeprüften Bullen einen soliden durchschnittlichen TPI von 2507 Punkten auf. Jedoch weist die beste Gruppe der genomisch-geprüften Tiere einen Vorsprung von +217 Punkten gegenüber den töchtergeprüften Bullen auf! Unsere besten genomischen Bullen sind exklusiv unseren Advantage Kunden zugänglich. Wenn Sie Interesse an unserem Advantage Programm haben, sprechen Sie uns gerne an!

August 2017 Top genomisch-geprüfte BullenGTPI
AltaDRAGO2783
AltaKID2775
AltaSWAG2773
AltaAMULET2714
AltaMORENO2705
AltaPUEBLO2702
AltaBIGFORK2699
AltaEXPAT2699
AltaPURITY2698
AltaBOMBAST2692
Mittelwert2724
August 2017 Top töchtergeprüfte BullenTPI
AltaCR2670
AltaSPRING2622
AltaROBLE2559
AltaRABO2505
AltaJAKE2479
AltaBGOOD2476
AltaENTRUST2457
AltaEMBASSY2456
AltaGILCREST2440
AltaMERCI2406
Mittelwert2507

Einige Bullen gewinnen Punkte, andere verlieren Punkte, jedoch sind Ihre Chancen gleich Null, dass jeder einzelne Bulle an der Spitze der genomisch-geprüften Tiere unter die Werte der aktuellen töchtergeprüften Bullen fällt.

Während Sie die genetischen Entscheidungen für Ihre Herde treffen, behalten Sie immer folgendes im Hinterkopf:

  1.  Genomische Zuchtwerte sind geringfügig erhöht. Mit jeder Zuchtwertschätzung der genomischen zu den töchtergeprüften Zuchtwerten der TPI- und NM$-Werte jedoch wird der Unterschied dank Modelländerungen geringer.
  2.  Der durchschnittliche TPI- und NM$-Unterschied zwischen den genomischen Zuchtwerten zu den töchtergeprüften Zuchtwerten der Bullen aus dem Jahr 2013 liegt bei ca. -100 Punkten. Trotz dieses Unterschieds vollziehen Sie einen deutlich schnelleren genetischen Fortschritt, wenn Sie eine Gruppe von Bullen mit genomischen Zuchtwerten verwenden, als wenn Sie auf eine Gruppe mit ausschließlich töchtergeprüften Zuchtwerten zurückgreifen.
  3.  Stellen Sie sicher, dass die genetischen Veränderungen, die Sie vornehmen, Ihren Zielen angepasst sind. Wählen Sie eine Gruppe genomisch-geprüfter Bullen aus, die auf Ihren individuellen genetischen Plan zugeschnitten ist. Legen Sie ausschließlich Wert auf die Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale, die Ihnen am wichtigsten sind, um die Produktivität Ihres Betriebes in Zukunft voranzubringen.

 

Die Analyse der Zuchtwertschätzung sowie die Tabellen wurden von der PEAK-Genetikerin Ashley Mikshowsky durchgeführt und erstellt.

0 0 Continue Reading →
x

Download the BullSearch App

For the best experience on a mobile device, download the Bull Search App

Download the App
Go to desktop site anyway