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Neu im April 2019: Zuchtwerte für Kreuzungszuchten

Der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) wird ab sofort genomische Zuchtwerte für gekreuzte Tiere herausgeben. In den letzten Jahren hat die zunehmende Kreuzungszucht, kombiniert mit einer stetig wachsenden Akzeptanz von genomischen Tests, dazu geführt, dass die Nachfrage – und die Verfügbarkeit – für genomische Zuchtwerte der Kreuzungstiere besteht.

Was bedeutet das für Sie?

Sie können erwarten, dass die Zuchtwertschätzung von Kreuzungstieren etwas weniger genau sind als die von reinrassigen Tieren. Das CDCB wird genomische Prognosen als gewichteten Durchschnitt der jeweiligen Einzelrassenbewertungen berechnen. Das bedeutet, dass sich die Genauigkeit der Zuchtwerte für Tiere, die bereits einen Zuchtwerte besitzen, steigt. So werden beispielsweise Tiere, die zu etwa 85% aus Jersey und zu 15% aus Holstein stammen, eine höhere Genauigkeit aufweisen, denn anstatt nur als Jersey bewertet zu werden, wird ihr Holstein-Anteil nun genauer in der Bewertung dieses Tieres berücksichtigt.
Ein weiteres Resultat dieses Updates ist eine leicht erhöhte Genauigkeit der reinrassigen Zuchtwerte. Denn Kreuzungstiere mit einem BBR von <=94% werden nicht in die individuelle Rassenbewertung mit einbezogen.

Die Details

In den USA gibt es fünf Hauptrassen von Milchvieh mit genomischen Auswertungen: Holstein, Jersey, Brown Swiss, Ayrshire und Guernsey.
Derzeit ist BBR, das für „Breed Base Representation“ steht, eine Schätzung des Prozentsatzes der DNA eines Tieres, die von jeder dieser fünf Rassen hergeht. In Zukunft werden die Tiere wie folgt aufgeteilt:

  • BBR >= 94% werden als reinrassige Rasse definiert.
  • BBR >= 90% werden weiterhin mit der Rasse ihrer höchsten BBR bewertet.
  • BBR < 90% werden in einer separaten Gruppe bewertet und ihre Schätzung basieren auf einer gewichteten Kombination der Marker-Effekten aus den verschiedenen Rassen.

Wenn ein Tier eine BBR < 90% hat, wird das CDCB dieses Tier am wahrscheinlichsten als die Rasse mit der höchsten BBR bezeichnen. Die Ausnahme bilden gekreuzte Tiere der ersten Generation mit einem BBR der höchsten Rasse von weniger als 55 %.

Einige Merkmale werden nur innerhalb einer bestimmten Rasse bewertet oder sind rassenübergreifend schwer zu vergleichen. Aus diesem Grund haben gekreuzte Tiere Typmerkmale, Abkalbungsmerkmale (nur Holstein und Brown Swiss) und Gesundheitsmerkmale (nur Holstein) von nur einer Rasse – sie werden nicht verrechnet.

Es wird auch keine Haplotypen für die gekreuzten Tiere bei der Veröffentlichung im April 2019 geben.

Denken Sie daran…

Wenn Sie die Kreuzung als Teil Ihrer genetischen Strategie umsetzen, sind diese neuen Kreuzungsbewertungen wichtig für Sie. Dieses Update liefert Ihnen genauere Informationen, um bessere Entscheidungen zu treffen, unabhängig von der Rassenzusammensetzung Ihrer Herde.

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Können Sie genomischen Zuchtwerten wirklich vertrauen?

Seit fast zehn Jahren haben Sie die Möglichkeit, die genomischen Zuchtwerte und somit die jüngste Genetik an Bullen in Ihren Zuchtplan zu integrieren. Inzwischen ist die Angst vor dem unbekannten Geheimnis der Genomik verschwunden. Progressive Milchviehbetriebe akzeptieren sie als die neue Ära des schnellen genetischen Fortschritts.

Dennoch können wir es verstehen, wenn Sie sich fragen, ob genomische Bullen wirklich die beste Wahl sind, da viele töchtergeprüfte Vererber immer noch ein tolles genetisches Paket anbieten. Daher haben wir tatsächliche Zuchtwertdaten von Bullen in der gesamten KB-Branche ausgewertet.

Was haben wir über genomische Zuchtwerte gelernt?

In den Grafiken 1 und 2 analysierte unsere Genetikerin Ashley Mikshowsky Zuchtwertdaten von fast 6.000 veröffentlichten Holstein Bullen zwischen Januar 2010 und April 2015, die derzeit einen Tochternachweis haben.

Grafik 1 zeigt die TPI-Trends. Die obere blaue Linie zeigt den durchschnittlichen GTPI zum Zeitpunkt des genomischen Veröffentlichungsdatums. Die orangefarbene Linie zeigt den durchschnittlichen töchtergeprüften TPI vom August 2018 für dieselben Bullen. Der Abstand zwischen den beiden Linien stellt den durchschnittlichen Unterschied im TPI des ersten genomischen Zuchtwerts zum töchtergeprüften Zuchtwert dar.

Wie Sie auf der linken Seite der Grafik sehen können, haben die Bullen, die erstmals im Januar 2010 veröffentlicht wurden, eine Abweichung von 177 TPI-Punkten von ihrem genomischen Zuchtwert auf ihren Tochternachweis im August 2018.

Wenn man das mit den neuesten töchtergeprüften Bullen vergleicht, einschließlich derjenigen, die im April 2015 als genomische Vererber veröffentlicht wurden, sieht man nur einen Unterschied von 105 TPI-Punkten zwischen ihrem ursprünglichen genomischen Zuchtwert und ihrem töchtergeprüften Zuchtwert im August 2018.

Das bedeutet, dass sich die Stabilität des GTPI von der ersten veröffentlichten genomischen Zuchtwertschätzung bis zum Töchternachweis um mehr als 70 TPI-Punkte verbessert hat! Zusätzlich ist klar zu erkennen, dass das genetische Niveau der Bullen sich immer weiter steigt!

Das Gleiche gilt für Net Merit $, die Ergebnisse finden Sie in Grafik 2.

Solche Bullen, die im Januar 2010 erstmals mit genomischen Zuchtwerten veröffentlicht wurden, sanken von ihrer ersten Veröffentlichung bis zu ihrem Töchternachweis im August 2018 durchschnittlich um 150 NM$-Punkte. Während die Bullen, die im April 2015 erstmals als genomische Vererber veröffentlicht wurden, verloren im Durchschnitt nur 89 NM$-Punkte.

Mit diesen Ergebnisse könnte man meinen, dass die Genomik die Bullen immer noch überschätzt. Dies ist tatsächlich der Fall, allerdings hat sich der Unterschied zwischen genomischen und töchtergeprüften Zuchtwerten seit Beginn der Genomik deutlich verringert.

Lassen Sie uns tiefer in die Stabilität genomischer Zuchtwerte einsteigen

Um das ganze besser zu verstehen , haben wir die Fakten und Zahlen in einem anderen Licht betrachtet.

Grafik 3 und Grafik 4 basieren auf Zuchtwertdaten, die unsere Genetikerin Ashley von 1.073 im Jahr 2014 veröffentlichten Bullen ausgewertet hat. Sie verwendet diese Altersgruppe, weil diese Bullen jetzt Töchterzuchtwerte für Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale haben.

Abbildung 3 zeigt, dass die im Jahr 2014 veröffentlichten Bullen im Durchschnitt eine Veränderung von -110 TPI-Punkten von ihrer ersten Veröffentlichung im Jahr 2014 bis zum töchtergeprüften Zuchtwert im August 2018 haben.

Bei fast 120 Bullen liegt der töchtergeprüfte TPI nur 20 Punkte von ihrem ursprünglichen genomischen TPI entfernt. Nur etwa 30 Bullen aus der gesamten Gruppe von 1.073 verloren mehr als 300 TPI-Punkte – das sind weniger als 3%.

Wir sehen den gleichen Trend für NM$. Grafik 4 zeigt die durchschnittliche NM$-Veränderung und Standardabweichung derselben 1.073 Bullen. Der durchschnittliche Bulle, der 2014 veröffentlicht wurde, hatte von seinem ersten genomischen Nachweis im Jahr 2014 zu seinem Töchternachweis im August 2018 eine Änderung um -89 NM$-Punkte.

Mehr als 160 der 1.073 Bullen blieben innerhalb der geringen 20-Punkte-Veränderung zwischen genomischem zu töchtergeprüftem NM$. Nur 12 Bullen veränderten sich um mehr als 300 NM$-Punkte.

Wie sehen Ihre genetischen Möglichkeiten aus?

Sie sind sich immer noch unsicher, ob Sie besser töchtergeprüfte oder genomische Bullen einsetzen sollten? Werfen Sie einen Blick auf unsere Top 10 töchtergeprüften TPI-Vererber, die heute bei Alta erhältlich sind.

Derzeit liegt der Durchschnitt unserer töchtergeprüften Vererber bei guten 2581 TPI. Dahingegen bietet die beste, sofort verfügbare genomisch-geprüfte Gruppe allerdings den Vorteil mit einem Durchschnitt von 2754 TPI. Das ist ein Vorsprung von 173-Punkten gegenüber der töchtergeprüften Wahl!

Es ist unvermeidlich, dass einige Bullen Punkte sammeln und andere Bullen Punkte verlieren zwischen ihrem genomischen Nachweis und dem Nachweis ihrer Töchter – die Daten belegen dies eindeutig. Aber wir können auch sehen, dass sich die genomischen Zuchtwerte weiter verbessern. Die Chancen sind zudem sehr gering, dass jeder einzelne Bulle auf der Liste der genomisch-geprüften Bullen auf einen niedrigeren Rang fallen würde, als die aktuelle Liste der töchtergeprüften Bullen.

Beachten Sie unbedingt folgende Punkte bei Ihrer genetischen Entscheidung:

  1. Genomische Zuchtwerte sind immer noch leicht überbewertet. Allerdings wird der Unterschied zwischen genomischen zu töchtergeprüften Zuchtwerten aufgrund steigender Sicherheiten immer geringer.
  2. Trotz des durchschnittlichen Rückgangs von TPI und NM$ beim töchtergeprüften zum genomischen Zuchtwert eines Bullen, werden Sie mit einer Gruppe von genomisch-geprüften Vererbern einen viel schnelleren genetischen Fortschritt erzielen als mit einer Gruppe von töchtergeprüften Bullen.
  3. Stellen Sie sicher, dass der genetische Fortschritt Ihrer Herde in Richtung Ihrer Ziele geht. Wählen Sie eine Gruppe von genomisch-geprüften Bullen aus, die auf dem individuellen genetischen Plan Ihres Betriebs basieren. Betrachten Sie nur die Leistungs-, Gesundheits- oder Exterieurmerkmale, die für Sie am wichtigsten sind, um den zukünftigen Fortschritt und die Rentabilität Ihres Betriebs zu steigern.

 

Datenanalyse und Diagramme von Ashley Mikshowsky, PEAK Genetikerin

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Aktualisierung von Haplotypen & genomischer Zuverlässigkeit

Basierend auf neuen Erkenntnissen des Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) wird ab der Zuchtwertschätzung im Dezember 2018 ein neuer Haplotyp hinzugefügt und zwei andere entfernt. Alta Bull Search und Alta GPS werden entsprechend dieser neuen Informationen angepasst.

Ein neuer Haplotyp in Holsteins, HH6, wurde kürzlich in Frankreich identifiziert und ist derzeit bei etwa 0,5% der Tiere in der US-Holstein-Population zu finden. Es wird erwartet, dass die Paarung zweier HH6-Träger zu einem Rückgang der Konzeptionsrate von 7%-11% führt.
Weitere Forschungen zum JH2-Haplotyp bei Jerseys und zum BH1-Haplotyp bei Brown Swiss zeigten keine signifikanten Fruchtbarkeitsverluste bei Paarungen zwischen Trägern. Dies, gepaart mit der Tatsache, dass die Forscher keine ursächliche Mutation an diesen beiden Haplotypen finden konnten, bedeutet, dass sie nicht mehr gemeldet werden.

Fortschritte bei Gentests

Neben den neuen und eingestellten Haplotypen gewinnen auch die ausgewiesenen Haplotypen an Genauigkeit. PEAK Genetiker Doug Bjelland vergleicht die verbesserte Genauigkeit von Haplotypen mit der Lokalisierung eines Hauses auf einer Karte. Die bisherige Art, Haplotypen zu erkennen, zeigte uns im Wesentlichen, in welcher Straße sich ein Haus (Haplotyp) befindet. Aufgrund der Fortschritte bei Gentests für verursachende Mutationen zur Bestimmung von Haplotypen wissen wir nun genau, wo sich auf dieser Straße ein Haus befindet.

Verbesserte genomische Zuverlässigkeit

Die verbesserte genomische Genauigkeit geht auch über den Gentest hinaus. Inzwischen wird ein 80k SNP-Chip verwendet. Das bedeutet, dass fast 80.000 Marker auf dem Genom verwendet werden, gegenüber den bisherigen 60.000 Markern, die seit 2014 verwendet wurden.
Die zusätzlichen Marker, kombiniert mit einem neuen Referenzgenom, liefern genomische Vorhersagen mit einer Verbesserung der Zuverlässigkeit um 1% – 2%.

Was bedeutet das für Sie?

Wir möchten Sie über die neuesten genetischen Erkenntnisse auf dem Laufenden halten. Aktualisierungen der Haplotypen und der genomischen Genauigkeit sind ein Teil davon. Da die Haplotyp-Updates innerhalb des AltaGPS-Programms berücksichtigt werden, können Sie sicher sein, dass potenzielle Träger von zwei Bullen nicht miteinander verpaart werden. Das bedeutet, dass Sie vor möglichen Fruchtbarkeitsverlusten geschützt sind, die durch die Paarung zweier Träger eines bestimmten Haplotyps entstehen könnten.

Eine verbesserte genomische Genauigkeit sollte Ihnen noch mehr Sicherheit geben, dass genomische Zuchtwerte und Genetik weiterhin schneller voranschreiten. Es ist so wichtig wie nie zuvor, dass Sie die Genetik passend zu Ihrem individuellen genetischen Plan auswählen, damit der Fortschritt mit Ihrer aktuellen Situation und Ihren zukünftigen Zielen übereinstimmt.

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Zuchtwertschätzung – April 2018

Zu dieser Zuchtwertschätzung wurden sechs neue Gesundheitsmerkmale veröffentlicht. Zudem hat sich die Berechnung für die Merkmale DPR und PL angepasst, wodurch viele Bullen neu eingestuft worden sind. Bei uns finden Sie alle Informationen und Neuigkeiten, um immer auf dem Laufenden zu bleiben!

Wir setzen schon lange nicht mehr auf einen „Einer-für-Alle“-Index, den nationale Indizes wie TPI oder RZG darstellen. Wir wissen, dass unsere Kunden unterschiedliche Anforderungen haben und verschiedene betriebliche Ziele verfolgen. Was wollen Sie in Zukunft für Kühe in Ihrer Herde stehen haben? Worauf legen Sie am meisten Wert – Milchleistung, Inhaltsstoffe, gute Fruchtbarkeit oder ein langes produktives Leben? Die Liste lässt sich beliebig verändern und erweitern – wichtig ist, dass Sie die Bullen finden, die zu Ihren individuellen betrieblichen Zielen passen!

Mit einem individuellen genetischen Plan können Sie genau die Bullen finden, die zu Ihren betrieblichen Zuchtzielen passen und somit Ihren eigenen Index erstellen. Lassen Sie sich nicht vorschreiben, welche Bullen die vermeintlichen Spitzenreiter sind, denn für Ihren Betrieb können dies, je nach Anforderungen, ganz andere Bullen sein, als die mit dem höchsten Gesamtzuchtwert. Setzen Sie Schwerpunkte auf die Merkmale, auf denen Sie den meisten Fokus in Ihrer Herde legen.

Mit BullSearch, unserer interaktiven Bullensuche, können Sie ganz einfach einstellen, auf welche Merkmale Sie besonderen Wert legen und somit die Bullen selektieren, die zu Ihrem genetischen Plan passen.

Wir beraten Sie gerne! Zusammen mit einem unserer vertrauensvollen Außendienstmitarbeiter können Sie Ihren individuellen genetischen Plan erstellen – kontaktieren Sie uns einfach oder sprechen Sie Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter an.

Lesen Sie hier, welche Bullen sich in den verschiedenen Gruppen durchsetzen konnten und welche Änderungen es in dieser Zuchtwertschätzung gab. Auch finden Sie unseren Flyer zum Download und unsere Topliste praktisch zum Ausdrucken in A4 Format. Viel Spaß beim Lesen!

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Zukünftige Leistung über die durchschnittlichen Tageszunahmen vorhersagen

Färsen werden immer häufiger mit Hilfe genomischer Typisierung einem Ranking unterzogen, welches als wichtige Entscheidungshilfe für ein strategisches Management genutzt wird. Dies ist aber nicht der einzig mögliche Weg. Wenn Sie nicht nur auf die Maximierung Ihres genetischen Fortschrittes bedacht sind, sondern auch auf Ihren zukünftigen Gewinn, gibt es alternative Methoden, um zu entscheiden, welche Färse den Betrieb verlassen soll und welche nicht.

Durchschnittliche Tageszunahmen als Selektionskriterium?

Verweise auf durchschnittliche Tageszunahmen (average daily gain= ADG) stammen typischerweise aus der Fleischindustrie und in letzter Zeit auch von Fütterungswissenschaftlern und Forschern. Studien bei Milchrindern haben gezeigt, dass einzelne Betriebe einen Einfluss der durchschnittlichen Tageszunahmen auf das zukünftige Potential der Milchleistung feststellen. Eine Studie der Cornell University hat bewiesen, dass jedes zusätzliche Kilogramm an Tageszunahmen bei Kälbern vor dem Absetzen in 1,113 Kilogramm mehr Milch in deren ersten Laktation zur Folge hat.

Das individuelle Wiegen von Kälbern zu festgelegten Zeitpunkten im ersten Lebensabschnitt erfasst die durchschnittlichen Tageszunahmen, welche ein effektives Mittel für die Vorhersage der Tiere mit den höchsten Leistungen in der ersten und folgenden Laktationen sein können.

In der untenstehenden Tabelle wird dies verdeutlicht. Auf diesem 2850- Kuh Holstein Betrieb in Wisconsin werden die Gewichte jedes einzelnen Kalbes bei der Geburt und beim Absetzen ermittelt. Anschließend wird mit der Herdenmanagement Software die durchschnittliche Tageszunahme jeden Tieres berechnet.

Tabelle 1Anzahl der TiereADGØ 305ME 1. Laktation
Gruppe 1 - Top 25% mit höchstem ADG332988 g15.016 kg
Gruppe 2 - Unterste 25% mit niedrigstem ADG304757 g14.442 kg
Unterschied231 g574 kg

Hier haben wir alle Tiere in der ersten Laktation basierend auf ihrer ursprünglichen durchschnittlichen Tageszunahme in Quartile eingeteilt. Die besten Tiere nahmen fast 1 kg pro Tag von der Geburt bis zum Absetzen zu, während die schlechtesten 25% der Tiere in der gleichen Zeit nur geringe Zunahmen von 757 g am Tag erreichten.

In der kurzen Zeit von zwei Jahren bis die Kälber in die melkende Herde gelangen, entsteht ein Unterschied zwischen den Tieren mit den höchsten zu den niedrigsten Tageszunahmen von beeindruckenden 574kg mehr produzierter Milch in durchschnittlicher 305-Tagesleistung. Das spiegelt die Ergebnissen der oben genannten Studie der Cornell Universität 2012 wider.

Genetik macht den Unterschied

Gehen wir mit der Analyse einen Schritt weiter, zeigt sich die Genetik in besseren und gesünderen Kälbern, die jeden Tag mehr wachsen.

Teilen wir die Gruppen der Analyse von oben in Tabelle 1 in zwei separate genetische Gruppen, sieht man wie sich die Tiere in jeder Gruppe im Verhältnis zu ihrer genetischen Vorhersage entwickeln. Das zeigt uns, ob durchschnittliche Tageszunahmen Auswirkungen darauf haben, was ein Tier aufgrund seines genetischen Potentials leisten kann.

Tabelle 2 zeigt ausschließlich Kühe der ersten Laktation, die sich in der Gruppe der besten 25% Färsen mit den höchsten durchschnittlichen Tageszunahmen von Geburt bis zum Absetzen befanden.  Innerhalb dieser Gruppe vergleichen wir die 305-Tageleistungen basierend auf dem Durchschnitt der Eltern für den Milchzuchtwert PTA Milch.

Tabelle 2 - Tiere mit höchsten durchschnittlichen TageszunahmenAnzahl der TiereADGØ PTAM ElternØ 305ME 1. Laktation
Beste 50% Elterndurchschnitt PTAM166993 g266 kg15.650 kg
Niedrigste 50% Elterndurchschnitt PTAM166984 g48 kg14.390 kg
Unterschied9 g218 kg1.260 kg

Hier wird deutlich, dass innerhalb der Kälber mit den besten durchschnittlichen Tageszunahmen, die Tiere mit dem höchsten Elterndurchschnitt für PTA Milch nach der Kalbung fast 1300 kg mehr Milch geben, als die Tiere mit einem niedrigeren Durchschnitt für PTA Milch.

Tabelle 3 unterscheidet sich dahingehend, dass hier die Kühe der ersten Laktation verglichen wurden, welche aufgrund ihrer durchschnittlichen Tageszunahmen zu den 25% schlechtesten zählen. Vergleichen wir die Milchleistungen innerhalb dieser niedrigen Gruppe, sehen wir, dass ein hoher Elterndurchschnitt für PTAM in nur 820 kg mehr Milch in der ersten Laktation resultiert.

Tabelle 2 - Tiere mit niedrigsten durchschnittlichen TageszunahmenAnzahl der TiereADGØ PTAM ElternØ 305ME 1. Laktation
Beste 50% Elterndurchschnitt PTAM152762 g258 kg14.863 kg
Niedrigste 50% Elterndurchschnitt PTAM152757 g25 kg14.042 kg
Unterschied5 g233 kg821 kg

Innerhalb beider Gruppen bedeutete ein höherer Elterndurchschnitt für PTAM sogar mehr Milch als durch die Genetik vorhergesagt. Trotzdem zeigt der Vergleich der Unterschiede in der 305-Tageleistung der ersten Laktation, dass die Gruppe mit den hohen durchschnittlichen Tageszunahmen die Gruppe mit den niedrigen Zunahmen um fast 450 kg Milch zusätzlich überholt.

Dies bedeutet, dass wenn Kälber das beste Futter und die beste Pflege bekommen und so höhere tägliche Zunahmen erreichen, ihre Gene sogar besser zum Ausdruck kommen, als erwartet.

Strategische Management Entscheidungen

Wenn es Ihre betriebliche Situation erfordert extra Färsen zu verkaufen, ist es besser dies auf strategische Art und Weise zu tun. Während genomische Tests für dieses Ziel sicher ihren Wert haben, kann das Überwachen und Messen der täglichen Zunahmen als eine effektive Alternative dienen.

Wenn die Tiere, die früh im Leben schneller wachsen, später eine höhere Leistung erbringen als andere, ist es eine leichte Entscheidung, die am schnellsten wachsenden Tiere in der Herde zu behalten. Wenn Sie die Kälber verkaufen, die von Beginn an auf einem unzureichenden Level wachsen, können Sie Futterkosten für Tiere, die deutlich weniger produzieren werden und die Aufzucht von Tieren, für die Sie auf dem Betrieb ggf. keinen Platz haben, vermeiden.

Zu wissen, dass diese gesunden Kälber extra Milch in den Tank liefern werden, bestärkt außerdem die Wichtigkeit von richtiger und fortschrittlicher Kälberfütterung und den Fokus auf allgemeine Kälbergesundheit. Selbst wenn die Zeiten gut sind, sollten Sie die Zukunft ihrer Milchherde immer im Auge haben.

Schnell gelesen

  • Wenn Sie einen strategischen Plan für die Selektion von Färsen einführen, bedenken Sie das individuelle Wiegen von Kälbern zu klar festgelegten Zeitpunkten im Leben, um durchschnittliche Tageszunahmen zu erfassen. Ein Ranking basierend auf Tageszunahmen, kann definieren welche Färsen behalten und welche verkauft werden. Dies hat einen großen Einfluss auf die zukünftigen Gesamtkosten der Produktion.

 

  • Nutzen Sie die Genetik, die Sie ausgewählt haben. Die Gene eines Tieres können nur dann bestmöglich entfaltet werden, wenn es die beste Fütterung und Pflege vom ersten Tag an erhält.  Der tägliche Zuwachs jedes Kalbes, sogar in den ersten Monaten, hat große Auswirkungen auf das Potenzial für die spätere Milchleistung.

References:

Soberon F, Raffrenato E, Everett RW and Van Amburgh ME. 2012. Preweaning milk replacer intake and effects on long-term productivity of dairy calves. J Dairy Sci. 2012 Feb;95(2):783-93. doi: 10.3168/jds.2011-4391.

Würden Sie diesen Text gerne ausdrucken? Klicken Sie hier zum Download!

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Zuchtwertschätzung – Dezember 2017

Die Dezember-Zuchtwertschätzung zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Stabilität aus. Junge Bullen konnten Ihre Zuchtwerte durch Ihre Nachzucht bestätigen und einige neue Bullen runden das Angebot ab. Doch welcher Bulle ist der Richtige für Sie?

Wir setzen schon lange nicht mehr auf einen „Einer-für-Alle“-Index, den nationale Indizes wie TPI oder RZG darstellen. Wir wissen, dass unsere Kunden unterschiedliche Anforderungen haben und verschiedene betriebliche Ziele verfolgen. Was wollen Sie in Zukunft für Kühe in Ihrer Herde stehen haben? Worauf legen Sie am meisten Wert – Milchleistung, Inhaltsstoffe, gute Fruchtbarkeit oder ein langes produktives Leben? Die Liste lässt sich beliebig verändern und erweitern – wichtig ist, dass Sie die Bullen finden, die zu Ihren individuellen betrieblichen Zielen passen!

Mit einem individuellen genetischen Plan können Sie genau die Bullen finden, die zu Ihren betrieblichen Zuchtzielen passen und somit Ihren eigenen Index erstellen. Lassen Sie sich nicht vorschreiben, welche Bullen die vermeintlichen Spitzenreiter sind, denn für Ihren Betrieb können dies, je nach Anforderungen, ganz andere Bullen sein, als die mit dem höchsten Gesamtzuchtwert. Setzen Sie Schwerpunkte auf die Merkmale, auf denen Sie den meisten Fokus in Ihrer Herde legen.

Mit BullSearch, unserer interaktiven Bullensuche, können Sie ganz einfach einstellen, auf welche Merkmale Sie besonderen Wert legen und somit die Bullen selektieren, die zu Ihrem genetischen Plan passen.

Wir beraten Sie gerne! Zusammen mit einem unserer vertrauensvollen Außendienstmitarbeiter können Sie Ihren individuellen genetischen Plan erstellen – kontaktieren Sie uns einfach oder sprechen Sie Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter an.

Lesen Sie hier, welche Bullen sich in den verschiedenen Gruppen durchsetzen konnten. Auch finden Sie unseren Flyer zum Download und unsere Topliste praktisch zum Ausdrucken in A4 Format. Viel Spaß beim Lesen über alle Neuigkeiten zur aktuellen Zuchtwertschätzung!

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Zuchtwertschätzung – August 2017

Zu dieser Zuchtwertschätzung gab es einige Änderungen. Unter anderem hat sich die Berechnung des TPI-Index und somit die Bewertung einiger Bullen verändert.

Was bedeutet dies für die Auswahl der Bullen für Ihre Herde? Wie können Sie trotz solcher gravierender Änderungen sicher gehen, dass Ihre Zuchtziele und strategischen Ziele weiter verfolgt werden?

Wir setzen schon lange nicht mehr auf einen „Einer-für-Alle“-Index, den nationale Indizes wie TPI oder RZG darstellen. Wir wissen, dass unsere Kunden unterschiedliche Anforderungen haben und verschiedene betriebliche Ziele verfolgen. Was wollen Sie in Zukunft für Kühe in Ihrer Herde stehen haben? Worauf legen Sie am meisten Wert – Milchleistung, Inhaltsstoffe, gute Fruchtbarkeit oder ein langes produktives Leben? Die Liste lässt sich beliebig verändern und erweitern – wichtig ist, dass Sie die Bullen finden, die zu Ihren individuellen betrieblichen Zielen passen!

Mit einem individuellen genetischen Plan können Sie genau die Bullen finden, die zu Ihren betrieblichen Zuchtzielen passen und somit Ihren eigenen Index erstellen. Lassen Sie sich nicht vorschreiben, welche Bullen die vermeintlichen Spitzenreiter sind, denn für Ihren Betrieb können dies, je nach Anforderungen, ganz andere Bullen sein, als die mit dem höchsten Gesamtzuchtwert. Setzen Sie Schwerpunkte auf die Merkmale, auf denen Sie den meisten Fokus in Ihrer Herde legen.

Mit BullSearch, unserer interaktiven Bullensuche, können Sie ganz einfach einstellen, auf welche Merkmale Sie besonderen Wert legen und somit die Bullen selektieren, die zu Ihrem genetischen Plan passen.

Wir beraten Sie gerne! Zusammen mit einem unserer vertrauensvollen Außendienstmitarbeiter können Sie Ihren individuellen genetischen Plan erstellen – kontaktieren Sie uns einfach oder sprechen Sie Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter an.

Lesen Sie hier, welche Bullen sich in den verschiedenen Gruppen durchsetzen konnten. Auch finden Sie unseren Flyer zum Download und unsere Topliste praktisch zum Ausdrucken in A4 Format. Viel Spaß beim Lesen über alle Neuigkeiten zur aktuellen Zuchtwertschätzung!

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Setzen Sie voller Vertrauen unsere genomisch-geprüften Bullen ein!

Genomisch-geprüfte Bullen ermöglichen es Ihnen, die Genetik von Spitzenbullen schon früh in ihrer Karriere einzusetzen.

Alle Bullen bei Alta werden genomisch sowie gesundheitlich geprüft, bevor sie in eines der Alta-Programme aufgenommen werden. Da genomische Zuchtwerte für Leistung, Gesundheit und Exterieur eine direkte Verlässlichkeit von fast 70% aufweisen, können Sie sich sicher sein, dass diese Bullen ihr genetisches Versprechen einlösen werden.

In der folgenden Tabelle veranschaulichen wir Ihnen die Unterschiede in den Merkmalskomplexen zwischen den drei Gruppen unserer genomisch-geprüften Bullen.

August 2017TPINM$MilchEiweißFettPTATUDCFLCSCSPLDPRSCE
ADVANTAGE2683805181862761,362,021,362,886,62,07,1
G-STAR2620760136455741,321,881,322,806,41,67,3
FUTURE STAR2508700118745601,031,671,032,816,82,46,4
Alta ADVANTAGE Bullen

Zehn neue Bullen mit speziellen Merkmalen und herausragenden Platzierungen in einer Reihe von genetischen Plänen sind unter den Bullen, die nur für Alta ADVANTAGE Partner verfügbar sind.
Sobald ein Jungbulle Sperma produziert, kommt er in der Regel in das Alta ADVANTAGE Programm. Diese jungen Bullen  sind ganz einfach noch nicht in der Lage genug Sperma für den weltweiten Bedarf der Alta Kunden zu produzieren, weswegen dieses Sperma exklusiv den Partnern von Alta ADVANTAGE zur Verfügung steht. Damit stellen wir sicher, dass unsere treuesten Kunden jederzeit auf das Sperma, welches Sie für Ihre individuellen genetischen Pläne benötigen, zurückgreifen können.

G-STARS

Sobald ein Bulle genug Sperma produziert, kommt er auf die G-STAR Bullenliste. Mit 10 neuen Bullen in dieser Zuchtwertschätzung sind diese Bullen für jeden interessierten Kunden verfügbar. Sie repräsentieren eine große Bandbreite an verschiedenen Merkmalen, je nachdem welche Gewichtung Sie in Ihrem individuellen genetischen Plan auf die Merkmale Leistung, Gesundheit und Exterieur gesetzt haben.

FUTURE STARS

Ungefähr ein Jahr nach dem Einsatzstart eines Bullen und nach den ersten Beobachtungen zur Bullenfruchtbarkeit und zum Kalbeverlauf kann ein Bulle als FUTURE STAR aufsteigen. Allerdings werden hier nur Bullen mit einer überdurchschnittlichen Bullenfruchtbarkeit und weniger als 8% schweren Kalbeverläufen und Totgeburten ausgezeichnet.

In der Zuchtwertschätzung für den August 2017 haben sich 5 Bullen ihren Platz unter den FUTURE STARS verdient, indem sie durch genügend Töchterinformationen den begehrten CONCEPT PLUS Status für herausragende Bullenfruchtbarkeit erhalten haben und eine geringe Totgeburtenrate ihrer Nachkommen beweisen konnten.

FUTURE STARS sollten Sie bevorzugen, wenn Ihnen sowohl die Vorzüge der besten genomisch verfügbaren Bullen als auch eine real getestete Fruchtbarkeit und eine geringe Totgeburtenrate am Herzen liegen. Möglicherweise verlieren Sie ein paar Prozentpunkte in Leistung und Gesundheit im Vergleich zu den G-STARS und ADVANTAGE Bullen. Dafür können Sie ein ruhiges Gewissen haben, da Sie sich sicher sein können mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein lebendiges und gesundes Kalb zu erhalten. Aufgrund der vorhandenen Töchterinformationen sind FUTURE STARS die ideale Wahl für Färsen.

Sie wollen noch mehr Argumente?

Wenn Sie noch nicht bereit sind, voll auf genomisch-geprüfte Bullen zu setzen, schauen Sie sich die untenstehenden Tabellen einmal genau an. Hier haben wir Ihnen einen Vergleich unserer Top 10 genomisch-geprüften und töchtergeprüften Bullen bereitgestellt. Wie Sie sehen können erreichen unsere Top 10 töchtergeprüften Bullen einen hervorragenden Durchschnittswert von 2507 TPI.

Wenn Sie jedoch einen Blick auf die Tabelle rechts werfen, werden Sie feststellen, dass Ihre beste Option die der genomisch-geprüften Bullen ist. Denn diese übertreffen die Werte der töchtergeprüften Bullen um durchschnittlich +150 Punkte. Wenn wir zudem die exklusiven ADVANTAGE Bullen betrachten, liegt der durchschnittliche TPI sogar bei 2719 und somit bei +212 Punkten mehr! Nutzen Sie die Chance auf maximalen genetischen Fortschritt!

AUGUST 2017Top töchtergeprüfte BullenTPI
011HO11434AltaCR2670
011HO11437AltaSPRING2622
011HO11380AltaROBLE2559
011HO11379AltaRABO2505
011HO11422AltaJAKE2479
011HO11348AltaBGOOD2476
011HO11314AltaENTRUST2457
011HO11143AltaEMBASSY2456
011HO11272AltaGILCREST2440
011HO11283AltaMERCI2406
MITTELWERT2507
AUGUST 2017Top genomisch-geprüfte BullenGTPI
011HO11630AltaMORENO2705
011HO11743AltaPURITY2698
011HO11736AltaRECOIL2672
011HO11720AltaFLYWHEEL2664
011HO11749AltaCRAIG2663
011HO11734AltaPOLISH2639
011HO11803AltaEXTRA2638
011HO11964AltaPACO2637
011HO11779AltaTOPSHOT2634
011HO11764AltaKAMEO2627
MITTELWERT2657

Um Ihnen jegliche Zweifel zu nehmen sei nochmals festgehalten, dass alle töchtergeprüften Bullen vorher weltweit als Alta ADVANTAGE Bullen, FUTURE STARS und/oder G-STARS verwendet wurden. Die Zahlen zeichnen ein eindeutiges Bild: Die Voraussagen der genomischen Zuchtwerte trafen allesamt zu und wurden durch die Töchterprüfung belegt. Wir haben eine Analyse gemacht, um Ihnen dies zu veranschaulichen – lesen Sie hier mehr!

Mit diesen Fakten im Kopf sollten Sie ohne Zweifel eine Gruppe von Alta ADVANTAGE, G-STAR oder FUTURE STAR Bullen auswählen, um die Ziele Ihres Betriebes in den Merkmalskomplexen Leistung, Gesundheit und Exterieur zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

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Wie stichhaltig und genau sind genomische Zuchtwerte?

Wir befinden uns mitten in der Ära der genomischen Zuchtwerte. Wie viele andere Milchviehhalter, setzen vermutlich auch Sie inzwischen sorgenfrei genomisch-geprüfte Bullen in Ihrem genetischen Plan ein.

Nichtsdestotrotz haben Sie möglicherweise nach wie vor Fragen zu den Unterschieden, die Sie zwischen genomisch-geprüften und töchtergeprüften Bullen erwarten können. Um Ihre Fragen adäquat zu beantworten, haben wir eine eingehende Analyse aller eingesetzten Bullen vorgenommen. Unser Ziel war es, herauszufinden, wie stichhaltig und genau die genomischen Zuchtwerte sind. Werden sie über einen längeren Zeitraum genauer oder nimmt ihre Genauigkeit ab?

Was haben wir daraus gelernt?

Grafik 1 zeigt den durchschnittlichen Unterschied des TPI (Total Performance Index = Gesamtzuchtwertindex eines Bullen) der ersten genomischen Zuchtwerte zu den Werten der töchtergeprüften Bullen im April 2017.
Der Unterschied des TPI ist der Abstand, der zwischen der blauen und orangefarbenen Linie liegt.

Grafik 1: Veränderung des TPI vom genomischen Zuchtwert 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Obwohl die genomischen Zuchtwerte nach wie vor geringfügig erhöht sind, wird die Lücke zwischen genomischen Zuchtwerten und töchtergeprüften Bullen bei jeder Zuchtwertschätzung kleiner.

Sie möchten mehr Details?

Um die Daten in einem anderen Blickwinkel zu betrachten, schauen wir uns alle 1.078 Zuchtbullen aus dem Jahr 2013 an. Dies tun wir aus dem einfachen Grund, dass alle Zuchtbullen aus dem Jahr 2013 inzwischen in den Bereichen Produktion, Gesundheit und Exterieur töchtergeprüft sind.

Die glockenförmige Kurve in Grafik 2 zeigt den Mittelwert und die Standardabweichung des TPI aller 1.078 Bullen, die 2013 genomische Zuchtwerte erhielten.

Grafik 2: Histogramm der Unterschiede im TPI vom ersten genomischen Zuchtwert in 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Wie Sie sehen können, hat sich der Wert durchschnittlich um weniger als 100 Punkte vom Veröffentlichungszeitraum der genomischen Zuchtwerte zur Töchterprüfung 2013 verändert. Einhundert dieser Bullen haben einen töchtergeprüften TPI, der um weniger als 20 Punkte von der ursprünglichen genomischen Prüfung abweicht. Nur ungefähr 40 der 1.078 Bullen haben mehr als 300 TPI-Punkte verloren – das sind weniger als 4%.

Der gleiche Trend lässt sich für die NM$-Gesamtzuchtwerte beobachten. Tabelle 4 zeigt den durchschnittlichen Unterschied und die Standardabweichung des NM$ derselben 1.078 Bullen, die 2013 genomisch geprüft wurden. Diese Bullen veränderten ihren Wert um ca. -103 NM$ von ihrem ursprünglichen genomischen Zuchtwert 2013 zu ihrem töchtergeprüften Wert im April 2017.

Fünfundneunzig Bullen blieben konstant innerhalb der geringen Differenz von 20 Punkten von ihrem genomischen Zuchtwert zum töchtergeprüften NM$-Wert. Weniger als 20 Bullen verzeichneten einen Unterschied von mehr als 300 NM$-Punkten.

Grafik 3: Histogramm des Unterschieds in NM$ vom genomischen Zuchtwert in 2013 zum töchtergeprüften Zuchtwert im April 2017

Momentan weisen unsere besten töchtergeprüften Bullen einen soliden durchschnittlichen TPI von 2507 Punkten auf. Jedoch weist die beste Gruppe der genomisch-geprüften Tiere einen Vorsprung von +217 Punkten gegenüber den töchtergeprüften Bullen auf! Unsere besten genomischen Bullen sind exklusiv unseren Advantage Kunden zugänglich. Wenn Sie Interesse an unserem Advantage Programm haben, sprechen Sie uns gerne an!

August 2017 Top genomisch-geprüfte BullenGTPI
AltaDRAGO2783
AltaKID2775
AltaSWAG2773
AltaAMULET2714
AltaMORENO2705
AltaPUEBLO2702
AltaBIGFORK2699
AltaEXPAT2699
AltaPURITY2698
AltaBOMBAST2692
Mittelwert2724
August 2017 Top töchtergeprüfte BullenTPI
AltaCR2670
AltaSPRING2622
AltaROBLE2559
AltaRABO2505
AltaJAKE2479
AltaBGOOD2476
AltaENTRUST2457
AltaEMBASSY2456
AltaGILCREST2440
AltaMERCI2406
Mittelwert2507

Einige Bullen gewinnen Punkte, andere verlieren Punkte, jedoch sind Ihre Chancen gleich Null, dass jeder einzelne Bulle an der Spitze der genomisch-geprüften Tiere unter die Werte der aktuellen töchtergeprüften Bullen fällt.

Während Sie die genetischen Entscheidungen für Ihre Herde treffen, behalten Sie immer folgendes im Hinterkopf:

  1.  Genomische Zuchtwerte sind geringfügig erhöht. Mit jeder Zuchtwertschätzung der genomischen zu den töchtergeprüften Zuchtwerten der TPI- und NM$-Werte jedoch wird der Unterschied dank Modelländerungen geringer.
  2.  Der durchschnittliche TPI- und NM$-Unterschied zwischen den genomischen Zuchtwerten zu den töchtergeprüften Zuchtwerten der Bullen aus dem Jahr 2013 liegt bei ca. -100 Punkten. Trotz dieses Unterschieds vollziehen Sie einen deutlich schnelleren genetischen Fortschritt, wenn Sie eine Gruppe von Bullen mit genomischen Zuchtwerten verwenden, als wenn Sie auf eine Gruppe mit ausschließlich töchtergeprüften Zuchtwerten zurückgreifen.
  3.  Stellen Sie sicher, dass die genetischen Veränderungen, die Sie vornehmen, Ihren Zielen angepasst sind. Wählen Sie eine Gruppe genomisch-geprüfter Bullen aus, die auf Ihren individuellen genetischen Plan zugeschnitten ist. Legen Sie ausschließlich Wert auf die Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale, die Ihnen am wichtigsten sind, um die Produktivität Ihres Betriebes in Zukunft voranzubringen.

 

Die Analyse der Zuchtwertschätzung sowie die Tabellen wurden von der PEAK-Genetikerin Ashley Mikshowsky durchgeführt und erstellt.

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Beschleunigen Sie Ihren genetischen Fortschritt mit unseren genomisch-geprüften Bullen!

Alle Bullen, die zu Alta kommen, werden genomisch geprüft und gesundheitlich untersucht bevor sie einer Gruppe zugeordnet werden. Sie können sicher sein, dass diese Bullen ihre genetischen Versprechen halten werden, da genomische Prüfungen eine sofortige Zuverlässigkeit von fast 70% für Merkmale der Leistung, Gesundheit und des Exterieur gewährleisten.

Die genomische Zuchtwertschätzung bietet Ihnen die Sicherheit attraktive Bullen von Anfang an zu nutzen.

In dieser Zuchtwertschätzung haben wir 5 neue Bullen in unser exklusives Alta ADVANTAGE-Programm aufgenommen. Unsere Liste der G-STARS wurde um 15 Neuzugänge erweitert und 9 neue Bullen stiegen zu den FUTURE STARS auf. Innerhalb jeder dieser drei genomisch geprüften Gruppen finden Sie eine große Auswahl an Bullen, die zu allen individuellen Plänen passen.

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede in Leistung, Gesundheit und Exterieur zwischen unseren drei verschiedenen Gruppen der genomisch-geprüften Bullen.

TPINM$MilkProFatPTATUDCFLCSCSPLDPRSCE
ADVANTAGE2650781158358771.851.711.572.836.31.57.0
G-STAR2595735139154691.941.751.332.796.31.37.3
FUTURE STAR2482676124945621.441.521.052.856.01.786.2

Wo liegt der Unterschied?

Alta ADVANTAGE: Sobald ein Bulle beginnt, Samen zu produzieren, startet er seine Karriere auf der Alta ADVANTAGE Liste. Die neuesten und jüngsten Bullen produzieren jedoch nicht genug Sperma für die sofortige Auslieferung an alle Betriebe weltweit. Während wir also daran arbeiten, einen ausreichenden Spermabestand von diesen Bullen aufzubauen, gewähren wir unseren treuen Alta ADVANTAGE Kunden vorrangigen Zugang zu diesen neuen Bullen, die zu ihren betriebsindividuellen genetischen Plänen passen.

G-STAR Status: Sobald ein Bulle ausreichend Samen produziert hat, kommt er auf die G-STAR Bullenliste. Die Bullen auf den Rängen dieser Liste sind verfügbar für alle Kunden und bieten ein weites Spektrum an Besonderheiten für die verschiedenen Leistungs-, Fruchtbarkeits- und Exterieurmerkmale. Auf dieser Elite-Liste können Sie eine große Auswahl an Bullen finden, die zu Ihrem genetischen Plan passen.

FUTURE STAR Lieblinge: Etwa ein Jahr, nachdem der Bulle zum ersten Mal im Einsatz war, liegen die ersten Informationen über Bullenfruchtbarkeit und Kalbeverlauf vor. Ausgewählte Bullen werden auf die FUTURE STAR-Liste gesetzt. Diese Bullen weisen eine überdurchschnittliche Fruchtbarkeit auf sowie Leichtkalbigkeit mit weniger als 8% Tot- und Schwergeburten.

FUTURE STARS sind eine großartige Möglichkeit, die Vorteile einer hochklassigen Genetik in Verbindung mit der Zuverlässigkeit über geprüfte Bullenfruchtbarkeit sowie tatsächliche Beobachtungen der Kalbeverläufe zu nutzen. Im direkten Vergleich zu den verfügbaren G-STARS oder ADVANTAGE-Bullen liegen die Leistung und die Gesundheit möglicherweise etwas niedriger, dafür erhöhen sich die Wahrscheinlichkeiten für eine erfolgreiche Trächtigkeit und ein lebendiges Kalb angesichts eines leichten Kalbeverlaufs. Aufgrund der bekannten Kalbefähigkeit stellen FUTURE STARS eine ideale Option für die Besamung von Färsen dar.

Noch nicht überzeugt?

Wenn Sie immer noch nicht voll und ganz überzeugt vom Einsatz genomisch-geprüfter Bullen sind, vergleichen Sie in den folgenden Tabellen unsere töchtergeprüften mit den genomisch-geprüften Spitzenbullen. Die Auswahl aus den oberen töchtergeprüften Aufstellung bietet Ihnen einen hochverlässlichen Durchschnitts-TPI von 2457.

Falls Sie jedoch nach einem schnelleren Fortschritt suchen, zeigen Ihnen die folgenden Tabellen, dass Ihr bester genetischer Zuwachs von den genomisch-geprüften Bullen stammt, die durchschnittlich 212 TPI-Punkte höher liegen als ihre töchtergeprüften Gegenüber.

April 2017 Top töchtergeprüfte BullenTPI
11HO11434AltaCR2531
11HO11379AltaRABO2476
11HO11348AltaBGOOD2474
11HO11143AltaEMBASSY2462
11HO11380AltaROBLE2461
11HO11283AltaMERCI2450
11HO11272AltaGILCREST2444
11HO11446AltaPITA2430
11HO11202AltaOAK2425
11HO11369AltaPRIMO2412
DURCHSCHNITT2457
April 2017 Top genomisch-geprüfte BullenTPI
11HO11630AltaMORENO2742
11HO11725AltaAMULET2712
11HO11826AltaLOBELLO2681
11HO11942AltaTOKEN2677
11HO11736AltaRECOIL2656
11HO11734AltaPOLISH2651
11HO11720AltaFLYWHEEL2643
11HO11803AltaEXTRA2643
11HO11749AltaCRAIG2643
11HO11821AltaFOREVER2642
DURCHSCHNITT2669

Um Ihr Vertrauen in die genomisch-geprüften Bullen weiter zu stärken, bedenken Sie, dass jeder einzelne dieser töchtergeprüften Spitzenbullen vorher weltweit als FUTURE STARS und/oder G-STARS genutzt wurde. Die Leistungsbilanz ist signifikant für diese ehemals genomischen Favoriten, die ihre ursprünglichen Prognosen bestätigt haben.

Bedenken Sie, dass, wenn Sie eine Gruppe Bullen aus den Alta ADVANTAGE, G-STAR oder FUTURE STAR-Listen verwenden, diese Ihnen zum Erreichen Ihrer Ziele für Leistung, Gesundheit und Exterieur verhelfen. Diese Bullen geben Ihnen die Sicherheit, dass Ihre genetischen Zuwächse Sie zu einer optimalen Wirtschaftlichkeit führen werden!

Die ADVANTAGE-, G-STAR- und FUTURE-STAR-Bullen auf unseren Toplisten stellen nur eine Auswahl der verfügbaren Bullen dar. In unserem interaktiven Alta BullSearch finden Sie eine große Auswahl an weiteren Bullen, die hervorragend zu Ihrem genetischen Plan passen!

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