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About: Käthe

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Unsere Passion | Deine Zukunft

Du hast eine große Leidenschaft für die Milchviehhaltung, möchtest Dich weiterentwickeln und Einblicke in ein zukunftsorientiertes Unternehmen sowie viele verschiedene Betriebe erhalten?

Dann mache ein Praktikum oder Trainee bei Alta Deutschland!

 

Erfahre hier, wie es ehemaligen Praktikanten und Trainees bei uns gefallen hat, was sie aus ihrer Zeit mitnehmen konnten und was dich bei uns erwartet:

Fynn Krüger

“Meine Zeit bei Alta neigt sich dem Ende. Zeit für einen Rückblick. Die letzten 16 Wochen habe ich nun im Alta Team verbracht. Von Tag eins wurde ich super aufgenommen und integriert, war also schnell ein Teil des Teams. Ein Team mit absolut positivem Arbeitsklima und interessanten Charakteren. Das hat die ganze Zeit sehr angenehm gestaltet. Nach einer ausführlichen Einarbeitungszeit in Uelzen durfte ich schnell die verschiedenen Bereiche des Unternehmens kennenlernen. Mein Schwerpunkt lag im Reprobereich. Hier war ich aufgrund meiner Erfahrung schon viel auf den PPP-Betrieben unterwegs. Dies war ein sehr interessanter Teil des Praktikums. So konnte ich viel aus den Bereichen Arbeitsorganisation und Betriebsmanagement auf progressiven Milchviehbetrieben für mich mitnehmen. Durch das große Einzugsgebiet von Alta war ich nicht nur konzentriert in einer Region unterwegs, sondern konnte viele Betriebe in ganz Deutschland kennenlernen. Auch die Installation zweier CowWatch Anlangen in SH und Dänemark zeigen die Vielfalt, die ich als Praktikant erleben durfte.

Rückblickend hatte ich eine sehr spannende, abwechslungsreiche und lehrreiche Zeit und kann mit einem erweiterten Netzwerk das Praktikum hier bei Alta beenden.”

Tjark Matthias

„Moin, ich bin Tjark Matthias und habe für mein Landwirtschaftsstudium in Osnabrück ein vierwöchiges Praktikum bei Alta Deutschland gemacht.

In dieser Zeit konnte ich viele Facetten der Milchviehhaltung in Deutschland kennenlernen und ein Blick hinter die Kulissen eines Rindergenetik-Unternehmens werfen. Ein Highlight während dieser kurzen Zeit bei Alta war für mich, neben dem leckeren selbst gebackenen Kuchen, die Zuchtwertschätzung im August, die für viel Trubel und Arbeit gesorgt hat. Die Schwerpunkte meiner Tätigkeiten lag auf der Arbeit im Büro in Uelzen und bei dem Fruchtbarkeitsmanagement auf großen Milchviehbetrieben in ganz Deutschland. Dort durfte ich die Repromanager unterstützen und konnte deren Arbeitsroutinen kennenlernen. Das angenehme Arbeitsklima und die freundlichen Mitarbeiter haben für eine schnelle Einfindungsphase gesorgt. Ich konnte während meines Praktikums an mehreren innerbetrieblichen Fortbildungen teilnehmen und hoffe das dadurch erlangte Wissen auf meinem eigenen Betrieb anwenden zu können.

Insgesamt hat mir das Praktikum Spaß gemacht und ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Daher kann ein Praktikum bei Alta interessierten Personen weiterempfehlen.”

Beke Möller

„Während meiner Zeit bei Alta, konnte ich in sehr viele Bereiche reinschauen. Ich war mit den Repromanagern unterwegs und war mit den Außendienstlern im Bereich Spermaverkauf, Anpaarungs- und Betriebsberatung on Tour. Durch den enormen Kundenstamm und die großen Einzugsgebiete im gesamten Bundesgebiet, konnte ich sehr viele Betriebe besuchen und kennenlernen. So unterschiedlich die Mitarbeiter charakterlich auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: Sie brennen für Alta, es ist ihre zweite Familie. Arbeit bei Alta Genetics ist ihr Leben. Sie lieben was sie tun. Sie sind begeistert von ihrer Branche und den Aufgaben und Möglichkeiten, die sie bei Alta haben. Dies spiegelt sich im sehr guten Mitarbeiterverhältnis, aber auch Kundenkontakt wieder. Die Mitarbeiter möchten dem Kunden nicht einfach eine Dienstleistung, Sperma oder DairyComp verkaufen, sondern streben das Ziel an, gemeinsam den Einzelbetrieb weiter nach vorne zu bringen.

Als Praktikantin hatte ich vom ersten Tag an das Gefühl, gleich Teil des Teams zu sein. Die Mitarbeiter waren ausnahmslos freundlich, hilfsbereit und motiviert, mir ihr Aufgabengebiet näher zu bringen, mich mitzunehmen und mir alles ausführlich zu erklären. Zudem war es für mich ein sehr abwechslungsreicher Arbeitsalltag mit täglich wechselnden Herausforderungen in Sachen Genetik und individueller Betriebsberatung. Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Abschließend kann ich jedem ein Praktikum bei Alta wärmstens empfehlen. Danke an ALLE.“

Gerrit Ratjen

“In den letzten sechs Wochen war ich Praktikant bei Alta und bin mehr als zufrieden mit meiner Zeit. Als ich mich vorgestellt habe, dachte ich zwar, ich würde das Unternehmen kennen, aber bereits im Gespräch wurde klar, dass die Firma wesentlich weiter gefächert ist, als ich annahm. Obwohl ich nur sechs Wochen hier war, konnte ich in viele Bereiche reinschauen. Ich war mit Repromanagern unterwegs, saß im Büro und war zusammen mit den Außendienstlern auf Tour, wodurch ich viel von Deutschland und den Betrieben in der Republik sehen konnte. Besonders aufgefallen ist mir dabei der gute Kontakt zum Kunden und der Wille, diesen auch weiter zubringen. Es geht nicht nur darum, das Sperma, eine Dienstleistung oder ein COW WATCH System zu verkaufen, sondern vielmehr um das Gesamtpaket. Passt etwas zum Kunden oder wo kann noch mehr getan werden, welche kleinen Schrauben müssen noch verstellt werden, um ein besseres, wirtschaftlicheres Ergebnis zu erzielen.

Währen meiner gesamten Zeit waren alle stets freundlich zu mir, haben mir viel gezeigt, mich aber auch selber machen lassen. Man war also nicht nur der klassische Praktikant, sondern vielmehr ein Teil des Teams. Die Arbeit hat viel Spaß gemacht und ich konnte gleichzeitig noch etwas lernen. Ein Praktikum bei Alta Deutschland kann ich jedem, der Bock auf Kühe hat, nur empfehlen!”

Wiebke Frahm

“Bereits am ersten Tag hat Alta mich überzeugt. Der herzliche Empfang der Kollegen im Büro, die Vorstellung der Firma, sowie ihre Philosophie. Bei den Repromanagern bekam ich einen Einblick in viele verschiedene Betriebe. Auch hatte ich die Chance an einem AVS-Treffen in Mecklenburg-Vorpommern teilzunehmen. Sehr eindrucksvoll war der rege Austausch unter den Landwirten zu Themen wie Kälberaufzucht, Ackerbau und die angespannte Lage sowie das Ansehen der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Mitte Dezember war ich auf „Sperma-Tour“ und habe in kürzester Zeit eine Menge Betriebe gesehen. Im Repromanagement mit Caro in Schleswig-Holstein wurden meine Sinne geschärft, was den Umgang mit den Kühen angeht, da Caro gerade auf dem Kuhsignale-Seminar war. Auf welche Dinge zu achten ist und genauestens zu beobachten, wie die Kuh sich verhält, um daraus zu schließen, was sich besser machen lässt. Zu guter Letzt hatte ich zwei sehr interessante Tage in Holland beim Introduction Training. Bei dem Training habe ich eine Menge gelernt und bin sehr dankbar, dass ich teilnehmen konnte.

Alles in allem hatte ich immer das Gefühl ein Teil der Familie Alta zu sein. Jeder im Team Alta, den ich kennengelernt habe, war offen und freundlich. Ich hatte eine abwechslungsreiche Zeit mit sehr vielen Eindrücken. Das offene Ohr und der Umgang miteinander sind toll. Einen großen Dank an alle, es hat total viel Spaß gemacht!”

Du möchtest mehr erfahren?

Nutze die Chance, ein auf deine Stärken und Interessen ausgerichtetes Traineeprogramm oder Praktikum bei Alta Deutschland zu durchlaufen. Individuell wird ein Programm erarbeitet, dass die die Möglichkeit bietet, einen einmaligen Einblick in die Milchproduktion in Deutschland und Europa zu erhalten. Dank der vielseitigen Aufgaben und Hospitationen lernst du schnell, auf was es ankommt.

Lerne dich und die Arbeitswelt kennen!

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5 Fakten über den neuen NM$ Index

1. Das NM$ Update wird offiziell mit der ZWS August 2021

Für wen ist das wichtig?

Wenn Sie NM$ als Selektionskriterium nutzen, ist es wichtig, dass Sie die Neuerungen verstehen. Somit behalten Sie im Blick, auf welche Merkmale Sie für Ihre zukünftige Herde setzen und können prüfen, ob diese weiterhin mit Ihren Zuchtzielen übereinstimmen.

2. Es gibt 3 neue Merkmale in der Formel

Diese Merkmale wurden im letzten Jahr zum ersten Mal veröffentlicht, aber dies ist die erste Zuchtwertschätzung, in der sie tatsächlich in die NM$-Formel einfließen.

  • Feed Saved (FSAV) | eingespartes Futter – mit 13% Gewichtung im NM$

Feed Saved ist tatsächlich als solches nicht im NM$ zu sehen. Stattdessen wird es durch die Summe seiner Komponenten dargestellt: eine Kombination aus 9% Body Weight Composite (BWC) und 4% Residual Feed Intake (RFI). Feed Saved ist nach wie vor ein berechnetes Merkmal, das veröffentlicht wird. Der kombinierte Zuchtwert wird also weiterhin für jeden Bullen ausgewiesen.

  • Early First Calving (EFC) | Frühes Erstkalbealter – mit 1% Gewichtung im NM$

Es stellt das Alter beim ersten Abkalben in Tagen dar, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Da es für Färsen von wirtschaftlichem Nutzen ist, in einem jüngeren Alter zu kalben, haben Bullen, deren Töchter jünger/früher als erwartet kalben, einen positiven Wert. Vererbt ein Bulle die Genetik, die die Erstkalbezeit um 2 Tage verkürzt, so beträgt sein PTA für Frühes Erstkalbealter +2,0 Tage.

  • Heifer Livability (LIV) | Überlebensrate Färsen – mit 1% Gewichtung im NM$

HLIV ist der erwartete Prozentsatz der weiblichen Nachkommen eines Tieres, die in einer durchschnittlichen Herde von 2 Tagen nach der Geburt bis zum Alter von 18 Monaten überleben. Größere, positive Werte sind vorteilhafter. Der Durchschnittswert für die Überlebensfähigkeit von Färsen liegt bei 96%. Wenn also ein Bulle einen HLIV-Wert von +1,0 aufweist, dann ist zu erwarten, dass 97% seiner Töchter von 2 Tagen bis zum Alter von 18 Monaten überleben.

3. Die Gewichtung der Kategorien haben sich verändert

  • 49% LEISTUNG
  • 48% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ
  •  3% EXTERIEUR

Der neue NM$ schlüsselt sich etwas anders auf als in der Vergangenheit. Was sind die wichtigsten Informationen über die neue Aufschlüsselung?

  • Leistung – das Fett:Eiweiß Verhältnis hat sich verändert, wobei dem Fett etwas weniger Gewicht beigemessen wird als früher.
  • Gesundheit & Effizienz – wir bei Alta haben das Wort “Effizienz” hinzugefügt, um diesen Bereich zu beschreiben. Dies ist ein Alta internes Update unserer Zuchtwert-Sprache und der Art und Weise, wie wir die Kategorien kommunizieren. Wir werden diese Terminologie verwenden, wenn wir bspw. über genetische Pläne sprechen.
  • Durch die Anpassung der Terminologie können wir besser über Ihre beste zukünftige Herde sprechen. Eine Herde, die aus effizienten, problemlosen 4-EVENT Kühen besteht. Der Begriff “Effizienz” ermöglicht es uns auch, jedes Merkmal möglichst genau zu kategorisieren. Zum Beispiel hat ein Merkmal wie RFI (Teil von Feed Saved) keinen passenden Platz, wenn wir auf die Optionen Produktion, Gesundheit oder Exterieur beschränkt sind.
  • Exterieur – nach der Aktualisierung hat diese Kategorie nur noch einen geringen Stellenwert und wird in den Formeln NM$, CM$, FM$ und GM$ mit weniger als 4 % Gewicht für Euter, Klauen und Beine berücksichtigt.

4. Im Durchschnitt werden Bullen einen höheren NM$ im August haben als im April

Warum ist das wichtig zu wissen?

Sie müssen sich an einen neuen Bezugsrahmen für den NM$ eines Bullen gewöhnen. Im Durchschnitt werden männliche und weibliche Tiere um 70 – 100 NM$ steigen. Das bedeutet, dass Bullen, deren NM$ derzeit bei etwa 850 $ liegt, auf etwa 950 NM$ steigen werden. Diese zu erwartende Steigerung ist branchenweit zu erwarten, bevor die Unterschiede aus den neuen Zuchtwerten im August berücksichtigt werden – sie basieren ausschließlich auf den Berechnungen der neuen NM$-Formel.

5. Gespräche über einen individuellen genetischen Plan sind wichtiger denn je!

Aktualisierungen in der Branche verursachen Unruhe – und Fragen. Und das kann vom eigentlichen Kontext ablenken.

  • Ist NM$ der richtige Selektionsindex für Sie?
  • Oder ist es besser, einen betriebsindividuellen Ansatz bei der Selektionsentscheidung zu nutzen?
  • Möchten Sie die neuen Merkmale in Ihre Zuchtziele aufnehmen?
  • Oder sind Sie mit Ihrem bisherigen Plan zufrieden?
  • Woher wissen Sie, was der richtige Ansatz für Ihren Betrieb ist?

Vertrauen Sie darauf, dass Ihr:e Alta-Berater:in Sie bei diesem Entscheidungsprozess bestmöglich begleitet. Ganz gleich, ob Sie eine einfache, geradlinige Herangehensweise an die Genetik oder einen präzisen Ansatz für Ihre Strategie bevorzugen, das Alta-Team hilft Ihnen, eine zukünftige Herde zu schaffen, die Ihren Zielen entspricht.

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TPI, PTA & CO. – Erklärung der amerikanischen Zuchtwerte

Für jeden Zuchtbullen wird die genetische Ausstattung für sein individuelles Exterieur und seine individuelle Leistungsfähigkeit über sogenannte PTAs (Predicted Transmitting Abilities) beschrieben. In Gesamtzuchtwerten/Indizes werden bestimmte Zuchtziele einer Population zu einem Gesamtbild der Bullen zusammengefasst.

TPI │ Total Performance Index

Die Gesamtzuchtwerte können auf diese Weise als wichtiges Hilfsmittel für die Selektion verwendet werden, um überlegene Tiere zu identifizieren. In vielen Ländern der Welt stellen sie außerdem ein hilfreiches Instrument dar, um Bullen nach bestimmten Merkmalen zu rangieren. Einen bedeutenden Gesamtzuchtwert beschreibt der TPI (Total Performance Index). Er gilt gemeinhin als US Branchenstandard und entspricht dem Durchschnittsziel der US Milchviehhalter. Für die Bullenauswahl auf Ihrem Betrieb kann das Zuchtziel allerdings ganz anders sein. Mit einem individuellen genetischen Plan passen Sie Ihre Bullenauswahl direkt auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele an.

Da sich die Berechnung des TPI immer wieder ändert, finden Sie HIER eine Zusammenfassung der aktuellen Formel. 

46% PRODUKTION29% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ25% EXTERIEUR
19% Eiweiß13% Fruchtbarkeitsindex11% Euterindex
19% Fett5% Nutzungsdauer8% PTA Typ
8% Futtereffizienz $2% Gesundheitsindex6% Fundamentindex
3% Livability
-4% Somatische Zellzahl
-0,5% Kalbeverlauf maternal
-1,5% Totgeburtenrate maternal

 Gewichtung Stand: April 2021

PTA │ Predicted Transmitting Abilities

Bei den PTAs handelt es sich um Schätzwerte für die genetische Überlegenheit (oder Unterlegenheit) eines Bullen. Sie können auch als durchschnittlicher genetischer Wert, den ein Bulle in einem bestimmten Merkmal an seine Nachkommen vererbt, verstanden werden. Das Pedant zu den PTAs in Deutschland sind Zuchtwerte.

Allgemeine Kenngrößen zum Bullenblatt und den Merkmalen

1lb │ 1 Pfund

entspricht 0,45 kg

Kappa Casein

Gene für höhere Gesamtkäseausbeute, die ein Bulle an seine Nachkommen vererbt. B-Kombinationen sind günstig, A-Kombination mittel, E-Kombinationen ungünstig für eine höhere Gesamtkäseausbeute.

Beta Casein

Die Beta-Kasein Gene können Allelkombinationen für gesundheitsverträglichere Milch sein, die ein Bulle an seine Nachkommen vererbt. Die Allelkombination A2A2 ist Milch, die bei Menschen mit Milchunverträglichkeit besser verdaulich ist und gewisse Gesundheitsrisiken minimiert. Für Betriebe, die A2 Milch liefern möchten, ist es daher wichtig einen reinerbigen Bullen mit der Allelkombination A2A2 einzusetzen, da nur Kühe, die homozygot für das A2-Allel sind, echte A2-Milch produzieren. Beispiel: Sie haben eine A2A1-Kuh und setzen einen A2A2-Bullen ein. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% erhalten sie daraus einen A2A2-Nachkommen.

CDCB │ Council on Dairy Cattle Breeding

Berechnet Informationen zu Produktion und Gesundheitsmerkmalen für alle Rassen. In Deutschland entspricht das dem VIT.

aAa

aAa® Analyse ist eine unabhängige Methode für Paarungsentscheidungen mit einem Klassifizierungsergebnis aus einer 3- oder 6-stelligen Nummer. Die unabhängigen Einstufer bewerten die Bullen und Kühe zwischen 1=Milchcharakter, 2=Hoch, 3=Offen, 4=Stärke, 5=Harmonie, 6=Steil. Es werden die körperliche Konstitution/Phänotyp der Bullen und Kühe analysiert. Die Analysenummern sind bei einem Bullen in Folge, wie er es vererbt (also seiner Stärken) und bei einer eingestuften Kuh, in Folge, wie sie es benötigt (also ihrer Schwächen) aufgelistet.

DMS │ Dairy Mating Service

Milchvieh-Anpaarungsservice Programm DMS® ist eine separate, unabhängige Methode für Paarungsentscheidungen. Klassifizierungsergebnis als 3- oder 6-stellige Nummer durch Einstufer klassifiziert, 1=Stärke, 2=Glatt, 3=Stil, 4=Milchcharakter, 5=Groß, 6=Flache Knochen. Die Analysenummern sind bei einem Bullen in Folge, wie er es vererbt (also seiner Stärken) und bei einer eingestuften Kuh, in Folge, wie sie es benötigt (also ihrer Schwächen) aufgelistet.

RHA │ Registered Holstein Ancestry │ Registrierte Holstein-Abstammung

Die Holstein Association USA hat ein einziges, vollständig offengelegtes Herdbuch. Jedes Tier im Herdbuch hat einen berechneten, aufgezeichneten und ausgewiesenen Prozentsatz “Registrierte Holstein Abstammung” oder “RHA”.

EFI% │ Expected Future Inbreeding │ Erwartete zukünftige Inzucht

Der geschätzte zukünftige Inzuchtkoeffizient wird ermittelt, indem in einer Stichprobe von Tieren eine theoretische Anpaarung jedes dieser Tiere mit einem bestimmten Bullen erfolgt. Für jede dieser theoretischen Anpaarungen wird dann die Inzuchtrate berechnet und über die gesamte Stichprobe gemittelt. Dadurch wird gemessen, wie verwandt ein Bulle mit der durchschnittlichen Population ist. Eine höhere Zahl bedeutet, dass der Bulle mehr mit der Zuchtkuhpopulation verwandt ist. Beispiel: Ein Bulle mit einem EFI von 7,9% wird bei 100 Kühen verwendet, dann haben die Nachkommen im Durchschnitt eine Inzucht von 7,9%. Individuell kann es bei einigen mehr und bei anderen weniger sein. Theoretisch sollte die Verwendung eines Bullen mit einem niedrigeren EFI zu weniger Inzuchtnachkommen führen. Dabei ist aber immer die Genetik der eigenen Herde zu berücksichtigen, da sich diese von der Gesamtpopulation unterscheidet. Der durchschnittliche EFI% liegt bei etwa 10%.

Neben dem EFI % existiert zusätzlich der GFI % (Genomic Future Inbreeding), der jedoch nur solche Populationen für bestimmte Anpaarungen betrachtet, die genomisch getestet sind. Hier kann das genetische Profil eines Tieres genau betrachtet werden, anstatt zu schätzen, welche Gene es von welchem Elternteil erhält. Hierdurch liefert der GFI % genauere Werte als der EFI %.

MerkmalInzuchtdepression pro 1%
Milch-63,90
Fett-2,37
Eiweiß-1,89
Nutzungsdauer-0,26
Somatische Zellzahl-0,004
Töchterfruchtbarkeit-0,13
Kuh Konzeptionsrate-0,16
Färsen Konzeptionsrate-0,08
Livability-0,08
NM$-25,00

Die Tabelle zeigt die Inzuchtdepression, die mit jedem ökonomischen Merkmal verbunden ist, für jedes 1% Inzucht, das ein Tier gemäß der USDA besitzt.

 

Rel │ Reliability │ Sicherheit

Die Reliabilität ist eine Maßeinheit, die die Genauigkeit von PTAs angibt. Sie gibt an, wie sicher und zuverlässig einzelne PTAs sind. Für alle Merkmale wird die Sicherheit auf einer Skala von 0 bis 100% gemessen und gibt die Verlässlichkeit an, dass die Zuchtwerte oder Indizes eines Tieres dem tatsächlichen Wert entsprechen. Die Sicherheit steigt, umso mehr Information des Bullen bekannt sind und umso mehr Töchter bezüglich der einzelnen Merkmale geprüft wurden. Die durchschnittliche Reliabilität genomisch-geprüfter Bullen für die Produktionsmerkmale liegt bei etwa 75%, für die Gesundheitsmerkmale bei etwa 60%, für die Exterieurmerkmale bei etwa 70% und dem Kalbeverlauf bei etwa 62%.

Erwartete Reliabilität für PTA MilchReliabilität
Neugeborenes Kalb nur mit Information der Eltern42%
Genomisch getestetes Kalb65%
Genomisch-geprüfter Bulle und töchtergeprüft mit 300 Töchtern96%

Die Tabelle zeigt die Reliabilität je nach vorhandenen Informationen.

CM$ │ Cheese Merit $ │ Käse-Verdienst $

Der CM$ wird vom CDCB definiert und ist ein berechneter Index zur Berücksichtigung von Milch, die zur Herstellung von Käse oder anderen Milchprodukten verkauft wird. In diesen Index fließen neben der Milchleistung (52%) auch die Tiergesundheit (36%) und das Exterieur (12%) mit ein.

NM$ Net Merit $ │ Netto-Verdienst $

NM$ ist ein genetischer Indexwert, der vom Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) berechnet wird. Er beschreibt den erwarteten Lebenszeitgewinn pro Kuh im Vergleich zur 2015 geborenen Referenzbasispopulation. Die Merkmalsgewichtungen werden in der Regel etwa alle fünf Jahre aktualisiert und beinhalten die Gewichtung der nebenstehenden Merkmale. Die aktuelle Merkmalsgewichtung basiert auf dem Stand August 2018. Wie der TPI kombiniert auch der NM$ mehrere Produktions-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale mit einer Gewichtung, die sich nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und den Zielen des Index richtet.

49% PRODUKTION48% GESUNDHEIT & EFFIZIENZ3% EXTERIEUR
29% Fett4% Töchterfruchtbarkeit3% Euterindex
20% Eiweiß16% Nutzungsdauer0,4% Fundamentindex
0,3% Milch1% Gesundheitsindex
4% Livability
-3% Somatische Zellzahl
1% Konzeptionsrate Kühe
0,4% Konzeptionsrate Färsen
3% Kalbigkeit & Totgeburtenrate
1% Frühes Erstkalbealter
0,5% Heifer Livability
-4% Residual Feed Intake
-9% Body Weight Composite

Produktionsmerkmale

PTAM │ Predicted Transmitting Ability Milk │ Milch

Der PTAM beschreibt den PTA für Milch, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Milch an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Milch erklärt, wie viel mehr oder weniger Pfund Milch die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Milch von +2000 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 2000 Pfund mehr Milch produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

PTAP │ Permitted Transmitting Ability Protein │ Eiweiß

Der PTAP beschreibt den PTA für Eiweiß, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Eiweiß an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Eiweiß erklärt, wie viel mehr oder weniger Eiweiß die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Eiweiß von +79 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 79 Pfund mehr Eiweiß  produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

PTAF │ Permitted Transmitting Ability Fat │ Fett

Der PTAF beschreibt den PTA für Fett, also den durchschnittlichen genetischen Wert, den ein Bulle für das Merkmal Fett an seine Nachkommen vererbt. Die vorhergesagte Übertragungsfähigkeit von Fett erklärt, wie viel mehr oder weniger Fett die Töchter eines Bullen produzieren sollten, als der Durchschnitt ihrer heutigen Herde.

Beispiel: Wenn ein Bulle einen PTA Fett von +104 Pfund hat, erwarten wir von seinen Töchtern, dass sie 104 Pfund mehr Fett produzieren, als andere Tiere in derselben Herde, die sich in der gleichen Laktation befinden und etwa zur gleichen Zeit gekalbt haben.

FE$ │Feed Efficiency $-Index │ Futtereffizienz

Der Feed Efficiency $-Index spiegelt eine gute Futterverwertung wider. Er beinhaltet eine bessere Ausnutzung des Futters, um zusätzliche Pfunde an Milch, Fett und Protein zu produzieren; eingespartes Futter durch Kühe mit einem geringeren Körpergewicht und weniger Erhaltungskosten; eingespartes Futter durch bessere Futterverwertung. Dieser letzte Teil ist als Residualfutteraufnahme (RFI) bekannt, d.h. der Effizienzunterschied, den wir zwischen verschiedenen Kühen sehen, nachdem wir die Futtermenge berücksichtigen, die in den Erhalt der Kuh und die Produktion von Milch mit einfließt.

FE$ wird wie folgt berechnet: Produktion $ + Körpergewicht Index $ + Residualfutteraufnahme $

FE$ = ($0,0008 x PTA Milch) + ($1,55 x PTA Fett) + ($1,73 x PTA Protein) + ($0,11 x Futtereinsparung)

CFP │ Combined Fat and Protein │ Kombinierter Fett & Eiweiß

Der CFP gibt den kombinierten Fett- und Eiweißwert an. Als physiologischer Normalbereich werden für den CFP Werte zwischen 1,1 und 1,5 angenommen.

PTAC │ Predicted Transmitting Ability Components │ Inhaltsstoffe

Mit dem PTAC wird der PTA für Inhaltsstoffe angegeben.

Gesundheits- und Fruchtbarkeitsmerkmale

Da die Gesundheit, ebenso wie die Fruchtbarkeit, zu einem großen Teil vom Management beeinflusst werden, weisen diese Merkmale eine geringere Reliabilität auf, als bspw. die Produktions- oder Exterieurmerkmale.

PL │ Productive Life │ Nutzungsdauer

Die Nutzungsdauer stellt eine Maßeinheit für den Zeitraum dar, den eine Kuh in einer Herde als „produktives“ Tier verbringt. Er repräsentiert, wie viele Monate zusätzlicher (oder weniger, sofern es sich um einen negativen Wert handelt) Lebenszeit von der Tochter eines Bullen erwartet werden kann. Die PTA PL liegt i.d.R. im Wertebereich zwischen -7,0 und +7,0. Hohe Werte werden dabei bevorzugt.

Beispiel: Weist ein Bulle eine PL von +6 auf, bedeutet dies, dass die Nachkommen erwartungsgemäß 6 Monate länger in der Herde bleiben, als die durchschnittlichen Töchter in dieser Herde.

LIV │ Cow Livability │ Livability

Livability oder Überlebensfähigkeit wird ausgedrückt durch den Prozentsatz an Kühen, die die Herde lebend verlassen. Die Überlebensfähigkeit sagt Ihnen einfach, ob die Kühe die Herde lebendig oder tot verlassen. Er gibt keine Auskunft über die Dauer des Verbleibs in der Herde.

Beispiel: Ein Bulle hat einen LIV Wert von +1,0, so ist zu erwarten, dass 1% mehr Töchter in der Herde bleiben, anstatt den Betrieb tot zu verlassen.

SCS │ Somatic Cell Score │ Somatische Zellzahl

Zur Bestimmung des Somatic Cell Scores werden die Ergebnisse der monatlichen Milchleistungsprüfung verwendet (der logarithmische Wert der somatischen Zellen pro Milliliter). Diese Auswertungen ergeben einen Indikator für das Mastitis-Risiko der Bullentöchter. Die PTAs für die somatische Zellzahl bewegen sich i.d.R. im Bereich zwischen 2,5 und 3,5. Höhere Werte deuten darauf hin, dass Töchter höhere Zellzahlen aufweisen. Niedrige Werte sind deshalb erwünscht. Mit einer Heritabilität (Erblichkeit) von 12% ist SCS eines der höchsten erblichen Gesundheitsmerkmale.

Beispiel: Bulle A hat einen SCS-Wert von 2,90 und Bulle B hat einen SCS-Wert von 3,00. Es ist mit einer Differenz von 7.000 SCC zwischen den Töchtern von Bulle A und Bulle B während der ersten 305 Tage ihrer Laktation zu rechnen.

FI │ Fertility Index │ Fruchtbarkeitsindex

Der Fruchtbarkeitsindex kombiniert mehrere Reproduktionskomponenten in einem gemeinsamen Index. In den Fruchtbarkeitsindex fließen ein: Die Fähigkeit als Färse aufzunehmen, die Fähigkeit als laktierende Kuh aufzunehmen, die generelle Fähigkeit nach der Kalbung wieder in den Zyklus zu starten und Brunstsymptome zu zeigen, die Trächtigkeit aufrecht zu erhalten, sowie frühes Erstkalbealter. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

    • 70% DPR│Töchterfruchtbarkeit
    • 10% CCR│Konzeptionsrate Kühe
    • 10% HCR│Konzeptionsrate Färsen
    • 10% EFC│Frühes Erstkalbealter

DPR │ PTA Daughter Pregnancy Rate │ Töchterfruchtbarkeit

Der DPR ist der Zuchtwert für Töchterfruchtbarkeit. Er ist dem deutschen Relativzuchtwert Reproduktion (RZR) sehr ähnlich. Der DPR misst die weibliche Fruchtbarkeit und ist definiert als der Prozentsatz, der in Frage kommenden, nicht tragenden Kühe, die innerhalb von 21 Tagen tragend werden. Es basiert auf den tatsächlichen Trächtigkeitsuntersuchungen zwischen 50 und 250 Tagen in Milch. Der DPR liegt üblicherweise im Wertebereich von +3,0 bis -3,0. Höhere Werte werden dabei bevorzugt. Ein DPR-Wert von 2,0 bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Töchter dieses Bullen während eines Zyklus tragend werden um 2% höher liegt, als die durchschnittlichen Tiere in der Herde.

Beispiel: Für eine Herde mit einer Trächtigkeitsrate von 20% bedeutet dies, dass die Töchter eines Bullen mit DPR 2,0 eine durchschnittliche Trächtigkeitsrate von 22% haben werden. Jede Steigerung um 1% ist gleichbedeutend mit einer 4 Tage kürzeren Güstzeit.

HCR │ Heifer Conception Rate │ Konzeptionsrate Färsen

Die HCR zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf die Konzeptionsrate der Nachkommen hat. Ein HCR von 1,0 bedeutet, dass Töchter dieses Bullen eine um 1% höhere Wahrscheinlichkeit haben, als Färse tragend zu werden, als Töchter eines Bullen mit einer Bewertung von 0,0.

Beispiel: Wenn Ihre Färsen eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 60% haben und sie einen Bullen mit einem HCR-Wert von 3,0 einsetzen, können sie erwarten, dass die Töchter dieses Bullen eine Konzeptionsrate von 63% haben.

CCR │ Cow Conception Rate │ Konzeptionsrate Kühe

Die CCR zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf die Konzeptionsrate der Nachkommen hat. Die CCR eines Bullen von 1,0 bedeutet, dass Töchter dieses Bullen eine um 1% höhere Wahrscheinlichkeit haben, während ihrer Laktation tragend zu werden, als Töchter eines Bullen mit einer Bewertung von 0,0.

Beispiel: Wenn Ihre Kühe eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 35% haben und sie einen Bullen mit einem CCR-Wert von 2,0 einsetzen, können Sie erwarten, dass die Töchter dieses Bullen eine durchschnittliche Konzeptionsrate von 37% erreichen.

EFC │ Early First Calving │ Frühes Erstkalbealter

Der EFC zeigt, welchen Einfluss ein Bulle auf das frühe Erstkalbealter seiner Töchter hat. Bullen, die das Alter beim ersten Abkalben ihrer Töchter verringern, haben einen positiven EFC-Wert, da das Abkalben von jüngeren Tieren als vorteilhafter angesehen wird. Wohingegen Bullen, die das Alter beim ersten Abkalben erhöhen, einen negativen EFC-Wert haben, da das Abkalben im höheren Alter weniger vorteilhaft ist.

Beispiel: Ein Bulle mit einem EFC-Wert von +2 Tagen besitzt eine Genetik, die das Alter seiner Tochter beim ersten Kalben um zwei Tage reduziert, verglichen mit einem Bullen mit einem Wert von 0 für EFC.

SCR │ Sire Conception Rate │ paternale Konzeptionsrate

Die paternale Konzeptionsrate ist ein Maß für die Fruchtbarkeit eines Bullen. Sie basiert auf Ergebnissen realer Trächtigkeitsuntersuchungen. Sie sagt somit aus, wie befruchtungsfähig das Sperma des besagten Bullen ist.

HT │ Health Trait Index │ CDCB Gesundheitsindex

Bei dem CDCB-Gesundheitsindex sind die Resistenz gegen Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber als Merkmale enthalten. Folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  • 5,8% MFV: MF Milchfieber, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -0,8 und +0,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Milchfieber-Erkrankungen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MFV-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger registrierte Fälle von Milchfieber haben, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 33% DAB: LAB Labmagenverlagerung, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -2,0 und +2,0 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Labmagenverlagerung. Bei Töchtern eines Bullen mit einem DAB-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Fälle von verlagertem Labmagen aufweisen, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 5% KET: KET Ketose, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,8 und +1,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Ketosen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem KET-Wert von +1,0 wird erwartet, dass 1% weniger Fälle von Ketose beobachtet werden, als bei der durchschnittlichen Herde.

 

  • 25,5% MAS: MAS Mastitis, bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -3,2 und +3,2 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber Mastitis-Erkrankungen. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MAS-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Mastitis Fälle haben, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 19% MET: MET Metritis bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,8 und +1,8 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Metritis. Bei Töchtern eines Bullen mit einem MET-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger Fälle von Metritis aufweisen, als die durchschnittliche Herde.

 

  • 11,5% RPL: NGV Nachgeburtsverhaltung bei 95% der Bullen ist ein Wert zwischen -1,6 und +1,6 zu erwarten. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger ist das Tier gegenüber einer Nachgeburtsverhaltung. Bei Töchtern eines Bullen mit einem RPL-Wert von +1,0 wird erwartet, dass sie 1% weniger aufgezeichnete Fälle von Nachgeburtsverhaltung haben, als die durchschnittliche Herde.

Kalbeverlauf

SCE │ Sire Calving Ease │ paternale Kalbeverlauf

Der SCE kennzeichnet den paternalen Kalbeverlauf. Mit dem SCE wird gemessen, ob Kälber eines bestimmten Bullen schwer oder leicht geboren werden. Der Branchendurchschnitt SCE beträgt ca. 2,2%. Das bedeutet, dass ca. 2,2% der Geburten bei Färsen, die zum ersten Mal kalben, aufgrund des genetischen Einflusses des Bullen “schwer” sind. Hohe Werte zeigen an, dass Färsen aufgrund des Vaters des Kalbes tendenziell schwerer kalben als Färsen, die mit einem Bullen belegt wurden, der einen niedrigeren SCE aufweist.

Beispiel: Bei einem Bullen mit einem SCE von 2,0 wird bei 2% der Kühe, die mit diesem Bullen angepaart wurden, bei der Kalbung ein schwerer Verlauf erwartet (also bei der Geburt seiner Nachkommen).

DCE │ Daughter Calving Ease │ maternale Kalbeverlauf

Der DCE beschreibt den maternalen Kalbeverlauf. Dieser misst die Fähigkeit einer Kuh (d.h. der Tochter eines jeweiligen Bullen) leicht zu kalben. Hohe Werte zeigen an, dass die Töchter des Bullen tendenziell schwerer kalben, als Töchter von Bullen mit niedrigerem DCE. Weltweit werden etwa 2,7% der Kalbungen bei Färsen als “schwierig” erfasst.

Beispiel: Bei einem Bullen mit einem DCE von 2,0 wird bei 2% seiner Töchter bei der Kalbung ein schwerer Verlauf erwartet (also wenn seine Nachkommen kalben).

SSB │ Sire Stillbirth │ paternale Totgeburtenrate

Die SSB ist die paternale Totgeburtenrate und macht den Prozentsatz der Totgeburtenrate aus, die auf den Vater des geborenen Kalbes zurückzuführen ist. Eine Totgeburt ist definiert als ein Kalb, das tot geboren wird oder innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt verendet. Ein Anteil von 5,7% gilt als durchschnittlich. Die Informationen zu dem Merkmal werden von besamten Tieren jeden Alters erfasst.

Beispiel: Wenn wir 100 Tiere mit einem Bullen mit SSB-Wert 6 besamen würden, erwarten wir, dass 6 von 100 Töchtern wegen des genetischen Einflusses des Vaters ihre Kälber tot gebären.

DSB │ Daughter Stillbirth │ maternale Totgeburtenrate

Die DSB ist die maternale Totgeburtenrate und der Anteil der Totgeburten, die durch die Töchter eines Bullen bei Ihrer späteren Kalbung verursacht werden. Eine Totgeburt ist definiert als ein Kalb, das tot geboren wird oder innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt verendet. Ein Anteil von 6,6% gilt als durchschnittlich.

Beispiel: Wenn wir 100 Töchter hätten, die von einem Bullen abstammen, der einen DSB-Wert von 7% hätte, so würden 7 der Kälber tot geboren werden, aufgrund der weitervererbten Genetik des Bullen auf seine Töchter.

Exterieurmerkmale

PTAT, UDC und FLC werden als kombinierte lineare Merkmalsinformationen von mehreren verwandten Merkmalen zu Gesamtwerten/Indizes von der Holstein Association USA erfasst.

STA │ Standard Transmitting Abilities │ Standardabweichung

Genetische Auswertungen für lineare Typmerkmale werden als Standardabweichungen dargestellt und ordnen ein Tier nach seinem genetischen Wert im Vergleich zu einer durchschnittlichen Kuh, die 2015 geboren wurde nach standardisierten Einheiten ein. Diese Standardabweichungen ermöglichen es, verschiedene Merkmale desselben Bullen leicht zu vergleichen und zu sehen, welche Merkmale die extremsten Werte aufweisen. Unter Verwendung der genetischen Basis ist die durchschnittliche STA für alle Merkmale gleich Null. Der Bereich der STA-Werte ist für alle Merkmale gleich. 68% der STA-Werte liegen zwischen -1,0 und +1,0. 95% der STAs haben Werte zwischen -2,0 und +2,0 und 99% aller STAs liegen zwischen -3,0 und +3,0. Die Abbildung mit der Bezeichnung “Verteilung der STAs” wird auch als Glockenkurve bezeichnet. Beim Mittelwert (STA = 0) finden Sie die größte Anzahl von Bullen. Je weiter sich der STA-Wert vom Durchschnitt entfernt, desto weniger Bullen befinden sich bei der jeweiligen STA.

Abb. Verteilung der STAs/ Glockenkurve

PTAT │ Permitted Transmitting Ability Type │ Typ Exterieur

Der PTAT beschreibt den PTA für das Exterieur, also die durchschnittliche Abweichung der Klassifikationswerte, die eine Tochter dieses Bullen im Vergleich zu ihrer Vergleichsgruppe haben wird. Der PTAT bewegt sich i.d.R. zwischen -3,0 und +3,0. Höhere Werte stehen dabei für eine bessere physiologische Anpassung.

Beispiel: Wir haben heute 100 erstlaktierende Kühe in einer Herde eingestuft, die durchschnittlich 76 Punkte hatten. Wenn wir 10 Töchter eines Bullen mit dem PTAT +2,09 hätten, würden diese Töchter durchschnittlich 78 Punkte in derselben Herde erreichen.

BCW │ Body Weight Composite Index │ Körper-Gewicht Index

Der Körper-Gewicht Index beinhaltet als Merkmale sowohl die Körpermaße, d.h. die Abmessungen der Kuh, als auch den Milchcharakter. Durch die Einbeziehung des Milchcharakters wird berücksichtigt, wie hart die Kuh melkt, was einen Überschuss oder Mangel an Körperfett berücksichtigt. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  • 14% Stature │ Größe
  • 43% Strength │ Stärke
  • 5% Body Depth │ Körpertiefe
  • 10% Rump Width │ Beckenbreite
  • 28% Dairy Form │ Milchcharakter

DF │ Dairy Form │ Milchcharakter

Der Milchcharakter gibt die Schärfe im Widerrist, den Rippenabstand, die Harmonie (in Form von Körperproportionen, Übergängen, Oberlinie, Haut und Haaren), sowie das Skelett, die Halslänge und die Kopfform eines Tieres an.

UDC │ Udder Composite Index │ Euterindex

Der Euterindex ist das Ergebnis einer Studie der Holstein Association in den USA. Er stellt den Gesamtzuchtwert für das Euter dar. In den UDC fließen verschiedene Merkmale ein. Dabei werden folgende Merkmale mit der entsprechenden Gewichtung einbezogen:

  •  13% FU │ Vordereuteraufhängung
  •    7% UC │ Zentralband
  •    4% RP │ Hinteres Strichplatzierungsoptimum
  •  19% UH │ Hintereuterhöhe
  •  17% UD │ Eutertiefe
  •    4% TL │ Strichlängenoptimum
  •  16% UW │ Hintereuterbreite
  •    3% TP │ Strichplatzierung vorne
  • -17% ST │ Größe
FU │ Fore Udder Attachment │ Vordereuteraufhängung

Der Punkt, an dem das Vordereuter auf die Bauchwand trifft. Es sollte fest mit mittlerer Länge und ausreichender Kapazität befestigt sein.

UC │ Udder Cleft │ Zentralband

Spalttiefe durch den Boden des Hintereuters, zwischen den Hintervierteln. Dies ist die Hauptstützstruktur des Euters, daher sollte ein starkes medianes Zentralband vorhanden sein, das durch eine entsprechende ausgeprägte Halbierung gekennzeichnet ist.

UH │ Rear Udder Height │ Hintereuterhöhe

Abstand von der Unterseite der Vulva bis zur Oberseite der hinteren Euteraufhängung. Im Idealfall ist das hintere Euter sehr hoch und nahe der Vulva.

UW │ Rear Udder Width │ Hintereuterbreite

Abstand an der Oberseite des Hintereuters. Das Euter sollte oben im Hintereuter sehr breit sein und eine gleichmäßige Breite von oben nach unten aufweisen.

TP │ Front Teat Placement │ Vordere Strichplatzierung

Abstand zwischen den beiden vorderen Zitzen. Eine mittlere Platzierung ist optimal, d.h. die Zitzen werden senkrecht unter jedem Viertel platziert, lotrecht und korrekt aus Seiten- und Rückansicht.

RTP │ Rear Teat Placement │ Hintere Strichplatzierung

Abstand zwischen den beiden hinteren Zitzen. Eine mittlere Platzierung ist optimal, d.h. die Zitzen werden senkrecht unter jedem Viertel platziert, lotrecht und korrekt positioniert aus Seiten- und Rückansicht.

TL │ Teat Lenght │ Strichlängenoptimum

Abstand von Basis bis zur Spitze der Zitze. Eine mittlere Länge ist optimal.

UD │ Udder Depth │ Eutertiefe/Euterboden

Abstand von der Unterseite des Euterbodens in Bezug auf das Sprunggelenk. Im Idealfall sollten die Kühe über genügend Euterkapazität und Freiraum über den Sprunggelenk verfügen.

FLC │ Feet & Legs Composite Index │ Fundamentindex

Der Fundamentindex kann als Gesamtzuchtwert für das Fundament verstanden werden. Dabei werden folgende Merkmale in der dargestellten Gewichtung einbezogen:

    •   4% FA │ Klauenwinkel
    •  17% RV │ Hinterbeinstellung
    •   4% SV │ Hinterbeinwinkelung
    •  58% FLS │ Fundamentbewertung
    • -17% ST │ Größe
FLS │ Foot & Leg Classification Score │ Fundamentbewertung

Diese Bewertung umfasst den gesamten Bereich der Klauen und Beine. Es berücksichtigt die Hinterbeinstellung, Fortbewegung, Hinterbeinwinkelung, Umdrehpostion, Sprunggelenke, Knochenqualität und Fesseln.

FA │ Foot Angel │ Klauenwinkel

Es wird der Winkel der Vorderseite der Klaue zum Boden bestimmt.

ST │ Stature │ Größe

Abstand von der Fußsohle bis zur Höhe der Hüfte.

RLRV │ Rear Leg Rear View │ Hinterbeinstellung

Es wird der Abstand zwischen den Sprunggelenken beim Blick von hinten auf das Tier beurteilt. Im Idealfall sollten sie gerade und weit auseinander liegen und die Füße rechtwinklig stehen.

RLRV │ Rear Leg Side View │ Hinterbeinwinkelung

Es wird der Winkel der Hinterbeine von der Seite beurteilt.

Funktionsstörende rezessive Gene

HHB │ Bovine Leukozyte Adhesion Deficiency │ BLAD

Von Bovine-Leukozyten-Adhäsionsmangel (BLAD) betroffene Tiere weisen eine gestörte Funktion der weißen Blutzellen auf, wodurch sie anfälliger für Infektionen sind.

HHC │ Complex Vertebral Malformation │ CVM

Vom Komplexen Wirbelfehlbildung (CVM) betroffene Tiere weisen eine schwere Entwicklungsstörung der Wirbelsäule auf. Die Kälber werden abortiert, zu früh oder tot geboren. An der Wirbelsäule können Missbildungen auftreten, die Tiere können verkürzte Wirbelsäulen oder versteifte, nach innen verdrehte Gelenke an allen vier Gliedmaßen aufweisen.

HHD │ Deficiency of the Uridine Monophosphate Synthase │ DUMPS

Die schwerwiegendste Konsequenz einer Infektion mit Mangel an der Uridin-Monophosphat-Synthase (DUMPS) ist embryonaler Frühtod bis zum 40. Trächtigkeitstag.

HH0 │ Brachyspina

Die Mehrzahl der von Brachyspina betroffenen Trächtigkeiten endet mit einem Verkalben innerhalb der ersten 40 Trächtigkeitstage. In den sehr seltenen Fällen, in denen die Trächtigkeit bis zum Ende läuft, kommen die Kälber tot zur Welt. Sie weisen eine verkürzte Wirbelsäule, anormal lange Klauen und anormale Organe auf.

HCD │ Cholesterinmangel │ CD

Bei Cholesterinmangel (CD) zeigen die betroffenen Tiere reaktionslose Durchfälle, die mit einer Hypocholesterinanämie einhergehen und sterben meist innerhalb der ersten Lebenswochen oder -monate.

HHM │ Mulefoot │ Syndaktylie

Syndaktylie ist bekannt als Maultierfuß („Mulefoot“), weil die meisten betroffenen Tiere verschmolzene oder ungespaltene Hufe haben.

Funktionsstörende Holstein Gen-Codes

BLBovine-Leukozyten- Adhäsionsmangel (BLAD)
BYBrachyspina
CDCholesterinmangel
CVKomplexe Wirbelfehlbildung (CVM)
DPMangel an Uridin-Monophosphat-Synthase (Dumps)
MFMulefoot (Syndaktylie)

Frei getestete Gen-Codes

TLBovine-Leukozyten- Adhäsionsmangel (BLAD) frei
TYBrachyspina frei
TCCholesterinmangel frei
TVKomplexe Wirbelfehlbildung (CVM) frei
TPMangel an Uridin-Monophosphat-Synthase (Dumps) frei
TMMulefoot (Syndaktylie) frei

Fruchtbarkeit beeinflussende Haplotypen

HH1│Holstein Haplotyp 1

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 100. Tag

HH2│Holstein Haplotyp 2

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH3│Holstein Haplotyp 3

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH4│Holstein Haplotyp 4

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverluste – unbekannter Zeitpunkt

HH5│Holstein Haplotyp 5

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverlust bis zum 60. Tag

HH6│Holstein Haplotyp 6

Negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit, Trächtigkeitsverluste und damit verbundene verminderte Konzeptionsrate von 7%-11%

Fruchtbarkeit negativ beeinflussende Haplotypen

HH1CHolstein Haplotyp 1
HH2CHolstein Haplotyp 2
HH3CHolstein Haplotyp 3
HH4CHolstein Haplotyp 4
HH5CHolstein Haplotyp 5
HH6CHolstein Haplotyp 6

Getestete Gen-Codes frei

HH1FHolstein Haplotyp 1 frei
HH2FHolstein Haplotyp 2 frei
HH3FHolstein Haplotyp 3 frei
HH4FHolstein Haplotyp 4 frei
HH5FHolstein Haplotyp 5 frei
HH6FHolstein Haplotyp 6 frei

Hornmerkmale und Fellfarbe Holstein Gen-Codes

POBeobachtet HornlosRCTräger rezessiv Rotfaktor
PCHeterozygot Hornlos getestetB/RSchwarz/Rote Fellfarbe
PPHomozygot Hornlos getestetDR1Heterozygot dominant Rot getestet
TPBehorntDR2Homozygot dominant Rot getestet
TRRezessiv Rotfaktor frei

Weitere Informationen zu amerikanischen Zuchtwerten, Zuchtwertschätzung u.s.w. finden sich auf: www.holsteinusa.com

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Alle Neuigkeiten zur Zuchtwertschätzung | April 2021

Was war diese Zuchtwertschätzung besonders wichtig, welche Bullen haben es auf unsere Topliste geschafft und welche Fleischbullen eignen sich für eine gezielte Zuchtstrategie auf Ihrem Betrieb?

Hier finden Sie unseren aktuellen Zuchtwertflyer mit allen Informationen rund um die Zuchtwertschätzung und unsere Topliste, die Sie auch praktisch im A4 Format downloaden und ausdrucken können. Unsere Topliste stellt allerdings nur eine kleine Auswahl unserer gesamten verfügbaren Bullen dar.

Unsere gesamte Bullenauswahl mit aktuellen Zuchtwerten finden Sie immer auf Bull Search. Dort können Sie die Bullen auch nach individuellen Merkmalen filtern. Denn so individuell wie Ihr Betrieb ist, sollte auch die Auswahl der passenden Bullen für Ihre Herde sein! Gehen Sie nicht nach den nationalen Indizes wie TPI, RZG oder NM$, sondern erstellen Sie sich einen individuellen genetischen Plan, der zu Ihren betrieblichen Zielen und Bedürfnissen passt. Wir helfen Ihnen dabei gerne weiter!

Wenn Sie Fleischrassen auf Ihrem Betrieb einsetzen, finden Sie in unserem BEEF Katalog eine Auswahl an besonders fruchtbaren und möglichst leichtkalbigen Vererbern.

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2020 Jahresrückblick Alta Deutschland

Ein sehr besonderes Jahr 2020 geht zu Ende. Viel Unsicherheit, ein (immer wieder) neuer Alltag und alles anders, als gewohnt. Dieses Jahr geht mit Sicherheit in die Geschichtsbücher ein. Doch trotz aller Herausforderungen gibt es sicherlich auch bei Ihnen die schönen Momente, auf die man zurück blicken kann und die einem Freude bereiten. Auch wir haben weitergemacht – gemeinsam mit Abstand und immer wieder neuen Lösungen, um Sie als Partner auf dem Betrieb zuverlässig zu unterstützen.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen auch die besonderen Herausforderungen zu meistern, neue Projekte anzugehen, spannende Veranstaltungen im neuen Format zu gestalten und auf eine weiterhin vertrauensvolle & erfolgreiche Zusammenarbeit!

5 neue Mitarbeiter*innen

1 Praktikant | 2 Trainees

Ein 20-jähriges, ein 15-jähriges und ein 10-jähriges Betriebsjubiläum

12 AVS Gruppentreffen | 11 AVS Gruppen

4 spannende AVS Webinare mit den weltweiten Experten zu den Themen Klauenpflege, Hitzestress & Cow Cooling, Kuhkomfort und Kälberaufzucht

5 EBB-Kurse (einer in Präsenz & 4 erfolgreich dezentral)

3 erfolgreiche Zuchtwertschätzungen

zum 1. Mal vier unserer genomischen Bullen in der deutschen Zuchtwertschätzung – alles Spitzenreiter!

Spannende DairyComp Webinare für Kunden, Berater & Interessenten

Digitale interne Schulungen: Team Meetings, Reproschulungen & Verkaufstrainings

#altaadventskalender auf Instagram & Facebook

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Wie sicher sind genomische Zuchtwerte?

Die meisten progressiven Milchviehbetriebe haben genomisch-geprüften Bullen mittlerweile als den besten Weg zu einem schnellen genetischen Fortschritt erkannt und im Einsatz.

Dennoch nehmen wir es Ihnen nicht übel, wenn die letzte Basisanpassung Sie stutzig gemacht hat. Sind die genomisch-geprüften Bullen so stabil, wie sie einmal waren? Sind genomisch-geprüfte Bullen Ihre beste Option, auch wenn viele töchtergeprüfte Bullen immer noch ein großartiges genetisches Gesamtpaket bieten?

WAS WISSEN WIR MITTLERWEILE ÜBER GENOMISCHE ZUCHTWERTE?

Um die Stabilität der genomisch-geprüften Bullen zu veranschaulichen, analysierte die PEAK-Genetikerin Ashley Mikshowsky die Zuchtwertdaten von fast 7.800 Holstein Bullen. Diese Bullen wurden zwischen Januar 2010 und Dezember 2016 zunächst als genomisch-geprüfte Bullen zugelassen – und sie alle sind aktuell töchtergeprüft.

Die Ergebnisse finden Sie in den Grafiken 1 und 2. Die dunkler gefärbte Linie auf jedem Diagramm stellt den durchschnittlichen GTPI oder NM$ nach dem Datum der ersten genomischen Veröffentlichung dar. Die hellere Linie zeigt den durchschnittlichen töchtergeprüften TPI oder NM$ im April 2020 für dieselben Bullen. Der Abstand zwischen den beiden Linien stellt die durchschnittliche Veränderung für TPI oder NM$ von der ersten genomischen Veröffentlichung bis zum Töchternachweis dar.

Grafik 1 veranschaulicht den TPI und Grafik 2 den NM$.

Wie Sie auf der linken Seite der Grafik sehen können, haben die Bullen, die erstmals im Januar 2010 auf den Markt kamen, 200 TPI-Punkte von ihrem genomischen Start bis zu ihrem Töchterzuchtwert im April 2020 eingebüßt.

Vergleichen wir das mit den neueren töchtergeprüften Bullen, einschließlich der Bullen, die im Dezember 2016 als genomische Bullen auf den Markt kamen. Bei diesen Bullen sehen Sie nur einen 91-Punkte-TPI-Unterschied zwischen ihrem ersten genomischen Zuchtwert und ihrem April 2020-Töchterzuchtwert.

Das bedeutet, dass sich die Stabilität des GTPI von der genomischen Veröffentlichung bis zum Töchterzuchtwert mehr als verdoppelt hat – oder die Veränderung jetzt weniger als die Hälfte beträgt! Man kann außerdem den zusätzlichen Nutzen durch den kontinuierlichen Anstieg des genetischen Niveaus sehen!

Dasselbe gilt für Net Merit $ – gut zu erkennen an den Ergebnissen hier in Grafik 2.

Die Bullen, die erstmals im Januar 2010 als genomisch-geprüfte Bullen veröffentlicht wurden, fielen von ihrer ersten Veröffentlichung bis zu ihrem Töchterzuchtwert im April 2020 im Durchschnitt um 112 NM$. Die jüngsten Bullen, die töchtergeprüft sind – die im Dezember 2016 erstmals als genomisch-geprüfte Bullen auf den Markt kamen – veränderten sich dagegen nur um 37 NM$ gegenüber ihrer ersten Veröffentlichung.

Wenn man sich diese Ergebnisse ansieht, könnte man meinen, dass die genomisch-geprüften Bullen immer noch überbewertet werden. Ja, und obwohl das immer noch zutreffen mag, hat sich die Differenz zwischen genomisch- und töchtergeprüften Bullen seit Beginn der genomischen Zuchtwertschätzung deutlich verbessert.

WIR BETRACHTEN DIE STABILITÄT DER GENOMISCH-GEPRÜFTEN ZUCHTWERTE NOCH GENAUER

Die zwei Diagramme mögen Sie vielleicht noch nicht von der Stabilität der genomisch-geprüften Zuchtwerte überzeugt haben. Deshalb wollen wir das Ganze noch aus einer anderen Perspektive betrachten.

Grafik 3 und 4 basieren auf zusätzlichen Zuchtwertdaten, die von der PEAK-Genetikerin Ashley Mikshowsky analysiert wurden. Sie evaluierte 971 Bullen, die im Jahr 2016 als genomisch-geprüfte Bullen veröffentlicht wurden. Daraus lässt sich die durchschnittliche Veränderung von genomisch-geprüften Bullen zu töchtergeprüften ablesen – sowohl für TPI als auch für NM$. Sie verwendete diese Altersgruppe speziell deshalb, weil die 2016 freigegebenen Bullen jetzt töchtergeprüft für Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale sind.

Grafik 3 zeigt die durchschnittliche Veränderung für TPI und Grafik 4 für NM$. Der orangefarbene Balken liegt bei einer Veränderung von 0.

Im Durchschnitt veränderten sich die Bullen um -115 TPI-Punkte von ihrer ersten Veröffentlichung 2016 bis zu ihrem töchtergeprüften Zuchtwert im April 2020. Mehr als 140 dieser Bullen haben einen töchtergeprüften TPI innerhalb von nur 30 Punkten ihres ursprünglichen genomischen TPI. Und nur 30 Bullen aus der Gesamtgruppe der 971 Bullen haben sich über 300 TPI-Punkte verändert.

Wir sehen den gleichen Trend für NM$ in Grafik 4, basierend auf der Analyse derselben 971 Bullen. Im Durchschnitt veränderte sich ein im Jahr 2016 veröffentlichter Bulle von seinem ersten genomischen Zuchtwert im Jahr 2016 bis zu seinem töchtergeprüften Zuchtwert im April 2020 um gerade einmal -70 NM$. Fast 160 der 971 Bullen blieben stabil innerhalb einer kleinen 20-Punkte-Schwankung vom genomischen zu töchtergeprüften NM$. Nur 13 Bullen veränderten sich um mehr als 300 NM$.

WIE SEHEN IHRE GENETISCHEN OPTIONEN HEUTE AUS?

Überlegen Sie immer noch, ob Sie sich eher für die Zuverlässigkeit töchtergeprüfter Bullen oder für genetischen Fortschritt mit genomisch-geprüften Bullengruppen entscheiden sollten? Werfen Sie einen Blick auf die untenstehenden Tabellen mit NM$ für einen neutralen Vergleich zwischen töchtergeprüften und genomisch-geprüften Bullen.

Die besten töchtergeprüften Bullen haben derzeit einen Durchschnitt von 577 NM$. Dagegen bietet die beste, sofort verfügbare genomisch-geprüfte Gruppe einen weitaus höheren Durchschnitt von 765 NM$. Das ist ein Vorteil von 188 $ gegenüber den töchtergeprüften Bullen!
Selbst AltaTOPSHOT, der zu den besten töchtergeprüften Bullen weltweit gehört, erreicht immer noch nicht den Durchschnitt der genomisch-geprüften Gruppe.

Einige Bullen gewinnen Punkte und einige Bullen verlieren Punkte zwischen ihrem genomischen und dem töchtergeprüften Zuchtwert. Das ist unvermeidlich und die Daten belegen dies. Aber wir können auch sehen, dass sich die Stabilität der genomisch-geprüften Bullen immer weiter verbessert.
Bedenken Sie auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass einer der genomisch-geprüften Bullen auf der Liste auf einen niedrigeren Rang als die töchtergeprüften Bullen fällt, so gut wie gleich Null ist.

BEI DER AUSWAHL IHRER GENETIK SOLLTEN SIE ALSO FOLGENDE PUNKTE BEDENKEN:

  • Die genomisch-geprüften Bullen sind immer noch leicht überbewertet. Doch selbst bei der kürzlich erfolgten Basisanpassung sehen wir im Laufe der Zeit weniger Veränderungen von genomischen zu töchtergeprüften TPI und NM$, da im Laufe der Zeit Modellverbesserungen vorgenommen werden.
  • Trotz eines durchschnittlichen Rückgangs in TPI und NM$ von genomisch-geprüften Bullen zu töchtergeprüften, werden Sie mit einer Gruppe genomisch-geprüfter Bullen immer noch schnelleren genetischen Fortschritt erzielen, als mit einer Gruppe an töchtergeprüften Bullen.
  • Stellen Sie sicher, dass der genetische Fortschritt, den Sie machen, in die Richtung Ihrer Ziele geht. Wählen Sie eine Gruppe genomisch-geprüfter (oder töchtergeprüfter) Bullen auf der Grundlage des individuellen genetischen Plans Ihres Betriebes aus. Betonen Sie nur die Leistungs-, Gesundheits- und Exterieurmerkmale, die für Sie am wichtigsten sind, um den zukünftigen Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebes zu fördern.

 

Datenanalyse und Garfiken bereitgestellt durch Ashley Mikshowsky, PEAK Geneticist

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Helfen Sie Ihren Kälbern, zukünftige Alta 4-EVENT KÜHE zu werden

Die Entwicklung einer Alta 4-EVENT COW beginnt schon lange bevor eine Kuh das erste Mal frisch in ihre erste Laktation startet. Tatsächlich startet der Weg bereits unmittelbar in den ersten Stunden nach ihrer Geburt.

Die wichtigste Mahlzeit, die ein Kalb bekommt, ist die erste – das Kolostrum. Das liegt zum Teil daran, dass das Kalb direkt nach der Geburt am anfälligsten ist. Ein neugeborenes Kalb braucht die Immunabwehr und Energie, die ihm nur hochqualitatives Kolostrum geben kann.

Um sicher zu gehen, dass die erste Mahlzeit Ihrer Kälber so effektiv wie möglich ist, behalten Sie die folgenden 3 Q´s im Kopf.

Die 3 Q´s des Kolostrums

1. Quickly (Schnell)

Die Fähigkeit eines Kalbes, Immunoglobulin G (IgG) aus dem Kolostrums aufzunehmen, sinkt nach der Geburt sehr schnell ab. In der nebenstehenden Grafik ist zu sehen, dass ein neugeborenes Kalb in den ersten zwei Stunden nach der Geburt die erste Kolostrumgabe erhalten sollte. Bereits nach sechs Stunden ist die IgG Konzentration, die das Kalb absorbieren und verwerten kann, signifikant geringer.

Es wird zudem empfohlen, eine zweite Kolostrumgabe innerhalb der nächsten acht Stunden zu verabreichen, um sicher zu gehen, dass jedes Kalb die Immunabwehr und Energie erhält, die es für einen guten Start ins Leben braucht.

2. Qualität

In einer perfekten Welt würde jede Kuh die richtige Menge und Qualität an Kolostrum produzieren, die ihr Kalb braucht. Leider ist das aber nicht der Normalfall. Wenn die Kolostrumqualität zu niedrig ist, erhält das Kalb nicht genug IgGs. Das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die passive Übertragung der Immunoglobuline scheitert (Failure of Passive Transfer (FPT)). FPT hat einen lebenslangen Einfluss auf das Wachstum und die spätere Leistung des betroffenen Kalbes.

Da wir wissen, dass sich die Kolostrumqualität von Kuh zu Kuh stark unterscheiden kann, ist es besonders wichtig, das Kolostrum jeder frischen Kuh zu testen. Benutzen Sie dazu ein optisches oder digitales Refraktometer, um mittels des Brix-Wertes die Kolostrumqualität zu ermitteln.

% Brix-WertQualitätHandlung
> 25%EXZELLENTEs besteht kein Bedarf, das Kolostrum zu ergänzen
22% - 25%GUTErgänzen Sie das Kolostrum, wenn sehr gute Ergebnisse erwünscht sind
18% - 22%AUSREICHENDEs wird empfohlen, das Kolostrum zu ergänzen
< 18%UNGENÜGENDErsetzen Sie das Kolostrum

3. Quantität

Damit jedes Kalb die gesamte Immunabwehr und Energie bekommt, die es braucht, ist es entscheidend ausreichend Kolostrum zu verabreichen. Das bedeutet, dass das Kalb zur ersten Kolostrumgabe 10% des eigenen Körpergewichts erhalten sollte. Wenn die Qualität des Kolostrums gut ist, können Sie sich auch an diesen Werten orientieren:

  • OPTIMAL:            3L – 4L Kolostrum, entsprechend 150g – 200g IgG
  • AUSREICHEND:  2L – 3L Kolostrum, entsprechend 100g – 150g IgG

Ein gesundes, neugeborenes Kalb ist die Zukunft Ihrer Herde. Mit den 3 Q’s des Kolostrum-Managements helfen Sie ihr, eine gesunde und profitable Alta 4-EVENT COW zu werden. Wenn das Kolostrum der Mutter nicht dem Qualitäts- und Quantitätsansprüchen entspricht, stellen Sie sicher, dass Sie entsprechende Maßnahmen treffen.

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Zwei Alta 4-EVENT Kühe in Ihrem Abkalbestall

Der Weg einer 4-EVENT COW beginnt mit der Kalbung. Tut er doch, oder?

Denken Sie an Ihren Abkalbestall. Dort haben Sie die neue Mutter und ihr Kuhkalb. Die Kuh hat soeben ihren Weg zur 4-EVENT COW begonnen, indem FRISCH als erstes Ereignis im 4-EVENT COW-Kreislauf eingetragen wurde.

Wen wir oft vergessen, wenn wir an Alta 4-EVENT KÜHE denken, ist das Kuhkalb. Wenn wir diesem Kalb nicht von der ersten Sekunde an den bestmöglichen Start bieten, bekommt es vielleicht nicht die Chance, jemals das erste Ereignis im 4-EVENT COW-Kreislauf zu erreichen.

Wie können wir also beide zu Alta 4-EVENT KÜHEN machen?

Wie DIE KUH nach der Kalbung den richtigen Start schafft

Wenn auf Ihrem Betrieb die Abläufe im Transit-, Abkalbe-, Frischmelker- und Fütterungsmanagement gut strukturiert sind, erhöhen Sie Ihre Chancen, mehr von den gesunden, unkomplizierten 4-EVENT KÜHEN zu bekommen – sowohl bei den frischen Kühen als auch bei deren Kuhkälbern.

Fruchtbarkeitsstörungen und Gesundheitsprobleme in der Laktation gehen oft auf die Transitphase zurück. Um Ihnen zu helfen, mehr Ihrer Kühe zu 4-EVENT KÜHEN zu machen, haben wir zwei Systeme, die Ihnen im Management helfen können.

Alta Cow Watch
RumiLife CAL24

1. Systeme, die die Aktivität- und Wiederkautätigkeit überwachen, wie Alta COW WATCH, halten Sie auf dem Laufenden – und zwar bevor ein größeres Problem überhaupt auftritt.

Unter Berücksichtigung von Reproduktion, Gesundheit und Wohlbefinden der Kuh warnt Alta COW WATCH Sie vor möglichen Gesundheitsproblemen während der gesamten Laktation einer Kuh. Dies ist besonders bei den Frischmelkern entscheidend, da es Ihnen ermöglicht, präventive Maßnahmen anstelle einer rein reagierenden Behandlung anzuwenden. Dadurch sparen Sie Zeit, Arbeit und Behandlungskosten und vor allem Nerven.

2. Eine Calcium-Ergänzung wie RumiLife® CAL24™ direkt nach der Kalbung, ermöglicht Ihren Kühen den besten Start in die Laktation. CAL24 ist die einfachste Möglichkeit für einen optimalen Calciumgehalt, sodass Sie die Probleme vermeiden können, die bei frischen Kühen oft mit subklinischem Milchfieber auftreten.
Zusätzlich können Sie direkt nach dem Kalben die volle Dosis von zwei CAL24-Boli auf einmal verabreichen, damit Sie nicht jede Kuh 12 Stunden später erneut behandeln müssen. Das spart Zeit, Arbeit und Stress – für Sie und die Kuh.

Wie DAS KALB nach der Kalbung den richtigen Start schafft

Es sind zwar noch ein paar Jahre hin, aber dieses neugeborene Kuhkalb kann eine zukünftige Alta 4-EVENT COW werden, wenn Sie es von Anfang an optimal versorgen. Dazu gehört eine saubere Umwelt, ein stressfreier Start in die Welt und die Befolgung der 3 goldenen Regeln (3 Q´s) der Kolostrumversorgung.

1. Quickly (schnell) – verfüttern Sie das Kolostrum so schnell wie möglich, idealerweise innerhalb von zwei Stunden nach der Geburt, um eine optimale Übertragung der Immunität zu gewährleisten

2. Qualität – wenn Sie die Biestmilch Ihrer Kühe verwenden, testen Sie es z.B. mittels des Brix-Refraktometer, um die Qualität Ihrer Biestmilch beurteilen zu können. Die folgenden Richtwerte helfen Ihnen dabei:

  • Brix < 18: Ersetzen durch höherwertiges Kolostrum
  • Brix = 18-22: Ergänzen mit höherwertigem Kolostrum
  • Brix >22: Keine Behandlung notwendig

 

3. Quantität – stellen Sie sicher, dass Sie Kolostrum mit genügend Fett und genügend IgG verfüttern

AUSREICHEND: 100g IgG ist die Mindestmenge, die ein Kalb braucht
OPTIMAL: 150-200g IgG ist der Maßstab für den bestmöglichen Start des Kalbes

Die erste Mahlzeit ist die wichtigste für jedes Kalb. Es ist bewiesen, dass Kälber weniger Gesundheitsprobleme haben, wenn sie ausreichend Immunität und Energie mit ihrer ersten Mahlzeit erhalten – dem Kolostrum. Studien zeigen, dass ein gutes Kolostrummanagement zu höheren Tageszunahmen führt, was in einer höheren Leistung resultiert, sobald dieses Kalb zum ersten Mal selbst abkalbt.

Verinnerlichen Sie sich also die 3 goldenen Regeln der Kolostrumversorgung, um Ihre Kuhkälber schon in den ersten Stunden auf eine erfolgreiche Zukunft als Alta 4-EVENT COW vorzubereiten.

Wie beide zu Alta 4-EVENT KÜHEN werden

Das Kalb und die Kuh in Ihrem Abkalbestall können künftige 4-EVENT KÜHE in Ihrer Herde werden. Mit dem besten Start nach der Kalbung ermöglichen Sie beiden den ersten Schritt auf den richtigen Weg.

Arbeiten Sie mit Ihrem Alta-Berater zusammen, um herauszufinden, wie Sie Alta COW WATCH oder RumiLife CAL24 auch in Ihrer Herde integrieren können. Oder erfahren Sie mehr über die Produkte unter den folgenden Links:

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Mehr Reproduktionserfolg durch gesunde Kühe

Um eine Trächtigkeit zu erzeugen, sollte während der gesamten Laktation große Aufmerksamkeit auf das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere gelegt werden.

 

Der Weg zur Trächtigkeit beginnt weit vor der ersten Besamung. Es beginnt auch vor dem Start eines Synchronisations-Programms oder dem Beobachten des Brunstverhaltens durch ein Aktivitätssystem. Der Weg zur Trächtigkeit beginnt sogar noch bevor die Kuh in den Abkalbestall kommt.

ES BEGINNT VOR DER KALBUNG

Es ist kein Geheimnis, dass die Transitphase, das Frischmelker-Management und die allgemeine Herdengesundheit Schlüssel dafür sind, dass die Kuh ein profitables Mitglied Ihrer Herde wird. Nur die Kühe, die während der Transitphase und beim Abkalben die richtige Versorgung und Fütterung erhalten, haben die Chance, die nächsten 4-EVENT KÜHE Ihrer Herde zu werden. Eine 4-EVENT COW ist eine Kuh, die nur vier wichtige Ereignisse in ihrer Laktation aufzeichnet: 1-FRISCH, 2-BESAMT, 3-TRAGEND und 4-TROCKEN.

Natürlich treten während der Laktation einer Kuh auch Ereignisse wie Gruppenwechsel, Klauenpflege, Impfungen und Trächtigkeitsnachkontrollen auf. Aber wenn FRISCH, BESAMT, TRAGEND & TROCKEN die einzigen vier Hauptereignisse in der Laktation einer Kuh sind, gehört sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zum profitablen Teil Ihrer Herde.

In diesem Fall werden wir uns die ersten drei Ereignisse FRISCH, BESAMT & TRAGEND, genauer ansehen. Sie werden feststellen, dass der richtige Start in die Laktation starken Einfluss darauf hat, wie gut Ihre Kühe durch die ersten drei großen Ereignisse kommen.

ZAHLEN LÜGEN NICHT

Wir wissen, dass die Reproduktionsleistung einer Kuh durch ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen in der Transit- und Frischmelkerzeit beeinflusst wird. Wir wollten wissen, in welchem Ausmaß. Also haben wir nachgeforscht.

Wir haben uns Gesundheits- und Reproduktionsdaten von 10.000 Kühen aus 3 verschiedenen Milchviehbetrieben aus den USA angeschaut. Auf den Betrieben liegt das Management auf sehr hohem Niveau und Krankheitsereignisse werden sehr genau dokumentiert.

Wir haben die Kühe der drei Betriebe in 3 Gruppe unterteilt. Wir teilten jede Kuh einer Gruppe zu, basierend auf der Anzahl der Krankheitsereignisse, die sie hatte – null, eins oder zwei und mehr. Betrachtet wurden die Krankheitsereignisse, die Zeit, Arbeit und Geld kosten – darunter fallen Frischabkalberkrankheiten wie Milchfieber, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung, Ketose und auch Mastitis.

Wir haben dann die Konzeptionsrate der Erstbesamung, die Gesamtkonzeptionsrate und die Pregrate ausgewertet. Die Ergebnisse sind in dem Diagramm dargestellt.

WENIGER EREIGNISSE BEDEUTEN EINE BESSERE FRUCHTBARKEIT

Der Trend ist leicht zu erkennen. Kühe ohne Gesundheitsereignisse haben eine bessere Fruchtbarkeit als Kühe mit einem oder zwei und mehr Gesundheitsereignissen.

Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass mehr als 76% dieser Ereignisse in den ersten 30 Tagen in Milch stattfanden. Das zeigt die Bedeutung von Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere während der gesamten Transit- und Frischmelkerphase auf ihre Fähigkeit, eine rentable 4-EVENT COW zu werden. Kühe, die einen optimalen Start in die Laktation, vor und nach dem Kalben, bekommen, werden viel eher frühzeitig BESAMT und nach nur einer Besamung als TRAGEND bestätigt.

Die Kühe, die gesunde, störungsfreie Transit- und Frischmelkerperioden hatten, wiesen im weiteren Verlauf 6% höhere Konzeptionsraten bei Erstbesamung auf, als Kühe mit nur einem Gesundheitsereignis und 10% höhere Konzeptionsraten bei Erstbesamung, als Kühe mit zwei oder mehr Gesundheitsereignissen. Das beweist das Offensichtliche – Kühe, bei denen keine Gesundheitsereignisse auftreten, insbesondere in den ersten 30 Tagen ihrer Laktation, können mit großer Wahrscheinlichkeit früher wieder besamt werden.

Welche Veränderung würden Sie vornehmen, um eine 10 % höhere Konzeptionsrate bei Erstbesamung zu bekommen?

FÜR DIE SKEPTIKER

Sie denken vielleicht, dass selbst eine Konzeptionsrate von 41% bei Erstbesamung und eine Pregrate von 27% in der Gruppe der Kühe mit 2 oder mehr Gesundheitsereignissen immer noch recht beeindruckend ist. Diese Zahlen basieren auf dem guten Management der Betriebe.

Es ist wichtiger, den Unterschied in der Reproduktionsleistung zwischen den Kühen mit mehreren und den gesunden, störungsfreien Kühen ohne Ereignisse zu erkennen. Ein Unterschied von 10% bei der Konzeptionsrate und 9% bei der Pregrate ist enorm!

Um noch einen Schritt weiter zu gehen, haben wir den jährlichen Durchschnitt der Pregrate für alle drei Herden berechnet. Dieser lag bei 32%. Das bedeutet, dass die Gruppe der Kühe mit mehreren Gesundheitsereignissen sogar noch eine 5% schlechtere Reproduktionsleistung aufweisen, als der Durchschnitt.

WAS KÖNNEN SIE MIT DIESEN INFORMATIONEN ANFANGEN?

Eine Kuh trächtig zu bekommen, beginnt lange vor der Besamung der Kuh. Wenn Sie Ihre Ziele in der Reproduktionsleistung nicht erreichen, dann arbeiten Sie mit einem vertrauenswürdigen Berater zusammen, um die Transitphase Ihrer Herde und die Gesundheit der Frischmelker zu analysieren.

Wenn Sie zu viele Krankheitsfälle bei den Frischmelkern haben, kostet dies weit mehr als Zeit, Arbeit und Geld für die Behandlung. Sie wirken sich auf die gesamte Reproduktionsleistung Ihrer Herde aus.

Erstellen Sie Strategien zum Management Ihrer Transitkühe und der Frischmelker, um eine bessere Reproduktionsleistung zu erzielen. Wenn die Gesundheit und das Wohlergehen der frischen Kühe im Vordergrund stehen, werden Sie mehr 4-EVENT KÜHE schaffen, die 1-ohne Probleme in die Laktation starten, 2-nur einmal besamt werden, 3-nach nur einer Besamung tragend bestätigt und 4-ohne andere Gesundheitsprobleme trocken gestellt werden.

Artikel von Ben Voelz, US Alta Premier Account Manager

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Der richtige Start in die Laktation

Geben Sie Ihren Kühen die Chance, nach der Kalbung optimal in die Laktation zu starten
mit RumiLife CAL24 Ergänzungsfuttermittel.

Sie können nur dann gesunde, problemfreie Alta 4-EVENT COWS erzeugen, wenn diese nach der Kalbung die richtige Starthilfe bekommen. Dazu gehört auch die Sicherstellung des richtigen Calciumspiegels.

Was Sie über RumiLife® CAL24™ Ergänzungsfuttermittel wissen sollten:

1. CAL24 IST EINFACH

Damit meinen wir, dass Sie Zeit und Arbeit sparen. Wie? Indem Sie direkt nach dem Abkalben die Dosis von zwei CAL24-Boli verabreichen können. Sie müssen also nicht mehr zusätzliche Zeit und Arbeit aufwenden, um jede frische Kuh ein weiteres Mal einzufangen, um ihr nach 12 Stunden den zweiten Bolus zu verabreichen.

Außerdem ist der Bolus konisch geformt und besitzt eine Beschichtung aus Pflanzenfett und Propylenglykol, wodurch er sehr einfach zu verabreichen ist. Mit dem Double-Applikator können Sie sogar zwei Boli in nur einer einzigen Gabe verabreichen.

2. CAL24 IST EINZIGARTIG

Eine Dosis á zwei Boli RumiLife CAL24 enthält 100g hoch resorbierbares Calcium – und damit mehr als jedes andere Ergänzungsfuttermittel. Zusammen mit der Kombination aus Magnesium und Vitamin D fördern Sie so die optimale Calciumaufnahme in den ersten 24 Stunden nach dem Kalben und unterstützen zudem den natürlichen Calcium-Stoffwechsel der Kuh.

Der Bolus ist durch seine konische Form und den Überzug aus Pflanzenfett und Propylenglykol für jede Rinderrasse einfach zu schlucken.

3. CAL24 IST EFFEKTIV

Aufgrund der einzigartigen Formulierung bietet RumiLife CAL24 eine schnelle und eine verzögerte Freisetzung von Calcium. Das ermöglicht Ihnen, den richtigen Calciumspiegel Ihrer frischen Kühe in den kritischen ersten 24 Stunden mit nur einer Dosis sicherzustellen.

Was macht RumiLife CAL24 so effektiv?

  • Calciumchlorid liefert sofort verfügbares Calcium im Pansen
  • Calmin reguliert die Calciumaufnahme über einen längeren Zeitraum

Was ist Calmin? Eine hoch resorbierbare Form von Calcium und Magnesium, die aus Meeresalgen gewonnen wird und eine optimale Calciumaufnahme über den Pansen hinaus ermöglicht

  • Vitamin D fördert eine verbesserte Calciumaufnahme und unterstützt darüber hinaus den aktiven natürlichen Calciumtransfer der Kuh

Möchten Sie mehr über RumiLife CAL24 erfahren? Weitere Details über das Produkt finden Sie HIER.

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Die neuen, strahlenden FUTURE STARS!

Alta FUTURE STARS sind neu, verbessert und strahlender als je zuvor.

Sie konzentrieren sich auf die ersten beiden Dinge, die für die Entwicklung Ihrer besten zukünftigen Herde wichtig sind: 1 – mehr Trächtigkeiten und 2 – mehr lebende und gesunde neugeborenen Kälber.

Bei der Betrachtung dieser neuen, strahlenderen FUTURE STARS bleibt der Status der hohen Fruchtbarkeit mit CONCEPTS PLUS ein wesentlicher Vorteil. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, warum wir unseren Schwerpunkt weg von der Leichtkalbigkeit und hin zu mehr lebenden und gesunden Kälbern verlagert haben:

  1. Die offiziellen Kalbemerkmale wurden zur Zuchtwertschätzung im August 2020 aktualisiert, um die tatsächliche Häufigkeit von Schwergeburten in der US-Population besser widerzuspiegeln. Damit sind die Schwellenwerte für den paternalen Kalbeverlauf (SCE) nicht mehr relevant.
  2. Fortschrittliche Milchviehbetriebe setzen auf Effizienz. Und ein einfacher Weg, die Effizienz zu verbessern, besteht darin, erstens mehr Trächtigkeiten zu erzeugen und zweitens mehr lebende und gesündere Kälber zu erhalten.
  3. Wir wollten unsere FUTURE STARS aktualisieren, um die Relevanz und Effizienz für den progressiven Milchviehbetrieb zu verbessern!

Lassen Sie uns den neuen paternalen Kalbeverlauf betrachten

Der paternale Kalbeverlauf (SCE) ist seit vielen, vielen Jahren ein traditioneller “Schwellenwert”. Milchviehbetriebe hatten Grenzwerte von <8% festgelegt, um sicherzustellen, dass sie aus genetischer Sicht alles tun, um weniger Schwergeburten zu haben. Die aktuellen Daten über tatsächliche Schwierigkeiten beim Abkalben zeigen, dass die Genetik wie die Alta FUTURE STARS eine große Wirkung haben und die Häufigkeit von Schwergeburten immer seltener geworden ist.

Es ist also an der Zeit, die Denkweise zu verändern – denn die Schwellenwerte von SCE gehören der Vergangenheit an. Tatsächlich ist es so – wenn man sich die neuen Zuchtwerte ansieht, muss ein Bulle um besser als der “Durchschnitt” zu sein, weniger als 2.2 für SCE haben! Wenn Sie den “Durchschnitt” als Schwellenwert für SCE beibehalten, bedeutet das für einen Bullen mit einem exzellenten Profil, der perfekt zu Ihrem individuellen genetischen Plan passt… aber bei 2.3 SCE liegt…was?

Bis zur Zuchtwertschätzung im August 2020 hätten Sie einen Bullen mit 5% für paternalen Kalbeverlauf als keinen Grund zur Sorge angesehen. Aber – jetzt ist das mehr als doppelt so hoch als der neue Durchschnitt!

Paternale Totgeburtenrate ist NICHT gleich Totgeburten

Die paternale Totgeburtenrate (SSB) gibt den Tod in den ersten 48 Stunden nach der Kalbung und nicht nur die Anzahl der tot geborenen Kälber an. Und 48 Stunden sind tatsächlich die kritischen ersten Lebenstage und eine Investition in unsere Kälber. Das erfordert mehr als 3 Kolostrum-Fütterungen, Ohrmarken einziehen und den Transport der Kälber zu ihren Ställen. Wir möchten, dass so viele Kälber wie möglich über diese ersten kritischen Tage hinaus heranwachsen.

Und die neuen Daten zu den Kalbemerkmalen zeigen uns, dass die Totgeburtenraten immer noch höher sind, als gewünscht – und auf jeden Fall höher, als die Schwerkalbigkeit. Jede Anzahl toter Kälber ist zu viel! Aus diesem Grund zählen Totgeburtenmerkmale ab sofort zu unseren FUTURE STAR-Kriterien.

FUTURE STARS – bedeutend, damals wie heute

Behalten Sie die folgenden beiden Punkte im Hinterkopf, um den Wert zu erkennen, den FUTURE STARS Ihnen bis zum jetzigen Zeitpunkt wie auch in Zukunft liefern werden.

1. FUTURE STARS haben zur Vermeidung von Abkalbeproblemen geholfen
Dies kam durch einen direkten und bewussten Fokus zunächst auf reale Beobachtungen zur Leichtkalbigkeit und blieben eine zuverlässige Wahl für leichte Abkalbungen, nachdem genomische Daten mit einbezogen wurden.

2. FUTURE STARS befassen sich nun mit den ersten beiden Dingen, die für die Entwicklung Ihrer besten zukünftigen Herde wichtig sind
Wir sagen immer, dass die Genetik keine Rolle spielt, wenn man nicht zuerst eine Trächtigkeit erzeugt. Und das bleibt so wichtig wie zuvor. Was wir oft vergessen, ist, dass die Genetik auch keine Rolle spielt, wenn das Kalb nach den ersten 48 Stunden nicht mehr am Leben ist.

Nur CONCEPT PLUS Bullen mit hoher Fruchtbarkeit können den FUTURE STAR Status zu erhalten. Und FUTURE STAR Bullen werden sorgfältig ausgewählt, um mehr lebende und gesunde Kälber zu erhalten, wobei der Fokus auf den Totgeburtenmerkmalen liegt.

FUTURE STARS bringen Ihnen die Genetik, um in Ihrer Herde Werte zu schaffen und die Effizienz zu verbessern. Profitieren Sie von einem gezielten Fokus auf die ersten beiden Schritte zur Schaffung Ihrer besten zukünftigen Herde: 1 – Schaffung von mehr Trächtigkeiten und 2 – Geburten gesünderer neugeborener Kälber, die den Wechsel vom Kolostrum zur Milch erfolgreich meistern.

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Die NEUE Alta Bull Search App ist da

Gleich die brandneue App herunterladen! 

Mit mehr Merkmalen, mehr Rassen, mehr Funktionen, mehr Optionen und mehr Sortiermöglichkeiten bietet die brandneue Alta Bull Search App eine übersichtlichere und einfachere Bullensuche.

WAS SIE ERWARTET?

  • Suchen und sortieren Sie Milchbullen branchenweit von Ihrem Mobilgerät aus
    • Sortierung nach Name, NAAB-Code oder Registrierungsnummer
  • Finden Sie detaillierte genetische Bewertungen für Holsteins, Jerseys, Braunvieh und gemischten Rassevererber auf US-Zuchtwertbasis
  • Erkunden Sie unzählige Optionen zum Sortieren und Filtern von Bullen
    • Nach einem genetischen Hauptindex
    • Nach individuellen Merkmalen, einschließlich A2A2, Fellfarbe, Hornlosigkeit und mehr
    • Nach konventionellem oder gesextem Sperma
    • Nach genomisch oder töchtergeprüften Bullen
    • Nach Unternehmen
  • Sortieren Sie Bullen auf der Grundlage einer Vielzahl von genetischen Indizes:
    • Leistung & Gesundheit | 60-40-0
    • Ausgeglichen | 40-40-20
    • Ausgeglichen, ohne Exterieur | 50-50-0
    • Hohe Leistung | 70-30-0
    • TPI
    • NM$
  • Merken Sie sich aktive Bullen in Ihrer/n Favoritenliste(n)
  • Speichern Sie Ihre Filter und Favoriten für Später
  • Exportieren Sie eine Gruppe von Bullen in Excel
  • Speichern Sie die Exportdatei auf Ihrem Gerät und senden Sie sie per E-Mail oder Textmitteilung
  • Nach dem Herunterladen der App und der Daten ist keine Internetverbindung mehr nötig, um Bullen zu suchen oder zu sortieren
  • Sie erhalten eine Benachrichtigung, wenn neue genetische Daten zum Herunterladen verfügbar sind
  • Wählen Sie eine von 9 verfügbaren Sprachen

Für iOS HIER im Apple App Store herunterladen

Für Android HIER im Google Play Store herunterladen

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Ihre genetische Entscheidung heute IST Ihre Herde der Zukunft

Die Zukunft Ihrer Herde ist mehr als nur Ihr Jungvieh. Sie befindet sich bereits in Ihrem Sperma-Container.

Das Sperma, das gerade auf Ihren Betrieb geliefert und in Ihren Sperma-Container gefüllt wurde, ist eine Investition. Und es ist eine Entscheidung, die Ihren Betrieb für die kommenden Jahre beeinflussen wird. Ihre genetische Entscheidung heute sind die Kälber, Färsen und Milchkühe Ihrer zukünftigen Herde.

Die GROẞE Entscheidung

Wenn es darum geht, große Entscheidungen zu treffen – die Auswirkungen auf Lebensunterhalt, Zukunft oder finanzielles Wohlergehen haben – arbeiten die meisten Menschen mit einem vertrauenswürdigen Berater zusammen, um eine bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie ein Haus kaufen, arbeiten Sie mit einem Immobilienmakler zusammen. Wenn es um Ihre Rentenvorsorge geht, arbeiten Sie wahrscheinlich mit einem Finanzberater zusammen. Entscheidungen dieser Art von Investitionen haben auf Jahre hinaus einen großen Einfluss auf Ihr Leben.

Ihre Milchviehherde ist nicht anders. Die Genetik, die Sie einsetzen, hat einen nachhaltigen Einfluss auf Ihren Lebensunterhalt, Ihre Zukunft und das finanzielle Wohlergehen Ihres Betriebes.

Ihr Alta-Berater kann Ihnen dabei helfen, sicherzustellen, dass Ihre Investition genetischen Fortschritt schafft und genau auf die Situation und die zukünftigen Ziele Ihres Betriebes abgestimmt ist. Das umfasst alles, von der Auswahl des richtigen individuellen genetischen Plans bis hin zur Entscheidung des richtigen Investitionsniveaus, das zu Ihrer langfristigen Strategie passt. Denn wenn es um die Genetik geht, bekommen Sie das, wofür Sie sich entscheiden.

Wir haben den Beweis

Wie können wir sicher sein, dass die Genetik einen Unterschied macht? Wir wissen aus unzähligen Beispielen, die wir als “Proof is in the Numbers” bezeichnen, dass das, was Sie heute züchten, in direktem Zusammenhang mit den Ergebnissen steht, die Sie in Ihrer zukünftigen Milchviehherde sehen.

Denken Sie daran, dass die Ergebnisse, die in Bezug auf Leistung, Fruchtbarkeit und Gesundheit erzielt werden, auf den genetischen Entscheidungen beruhen, die vor mehr als 3 Jahren getroffen wurden.

In diesem Sinne sollten Sie die großen Entscheidungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Arbeiten Sie mit Ihrem vertrauten Alta-Berater zusammen, um sicherzustellen, dass Ihre genetische Investition und Ihre Strategie mit Ihrer Situation und Ihren zukünftigen Zielen übereinstimmen. Denn die genetische Entscheidung heute ist Ihre Herde der Zukunft.

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Haben Sie eine Strategie gegen Milchfieber?

Bekommen Ihre Kühe die bestmögliche Chance, eine Alta 4-EVENT COW zu werden? Der Weg beginnt immer mit einem guten Frischabkalberprotokoll.

Eine Möglichkeit, Ihren Kühen einen bestmöglichen Start in die Laktation zu ermöglichen, ist die Förderung eines ausgeglichenen Calciumspiegels nach der Kalbung mit RumiLife CAL24. Auch wenn Sie anionische Salze füttern, kann subklinisches Milchfieber immer noch ein Problem in Ihrer Herde sein – selbst ohne sichtbare Symptome.

50%

Subklinisches Milchfieber ist ein ernstzunehmendes Problem auf Milchviehbetrieben. Studien zeigen, dass wahrscheinlich die Hälfte der Kühe an subklinischem Milchfieber leiden, selbst wenn anionische Salze in der Fütterung eingesetzt werden.¹

In der Folge bedeutet dies, dass 50% oder mehr Ihrer Kühe wahrscheinlich zwar keine äußeren Anzeichen von Milchfieber haben, aber dennoch unter der beeinträchtigten Muskelfunktion und Problemen des Verdauungstraktes leiden, die aus einem unzureichendem Calciumgehalt zur Abkalbung resultieren.

115€

Die Kosten in Höhe von 115€ pro Fall von subklinischem Milchfieber errechnen sich aus der verringerten Milchleistung und möglichen Folgeerkrankungen, die aufgrund des Calciumungleichgewichts auftreten.

4x

Subklinisches Milchfieber kann Sie viermal mehr kosten als klinische Fälle in Ihrer Herde.¹

Das mag auf den ersten Blick sehr hoch erscheinen. Zum einen gibt es aber eine viel höhere Häufigkeit von subklinischem Milchfieber und zum anderen bleiben viele Fälle von subklinischem Milchfieber unentdeckt und somit unbehandelt.

MEHRWERT

Sobald Sie ein Calcium-Ergänzungsfuttermittel wie RumiLife CAL24 in Ihr Frischabkalberprotokoll integrieren, lassen sich die Vorteile schnell feststellen. Sie legen mit einer durchdachten Strategie gegen Milchfieber den Grundstein für die nächste Laktation und erzielen höhere Gewinne, indem Sie insbesondere den Tieren ab der 2. Laktation nach dem Kalben einen Calciumbolus verabreichen.

FOLGEKRANKHEITEN

Studien belegen, dass Frischabkalber mit subklinischem Milchfieber ein erhöhtes Risiko haben, andere Frischabkalberkrankheiten zu bekommen. Daraus resultieren Fruchtbarkeitsstörungen während der gesamten Laktation. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kühe mit Milchfieber Nachgeburtsverhalten entwickeln, liegt sogar 3.2-Mal höher als bei Kühen mit normalen Calciumwerten zur Kalbung. Milchfieber Kühe haben aufgrund von Gebärmutterproblemen, die nach der Kalbung auftreten, durchschnittlich auch mehr offene Tage.¹

In klinischen Fällen von Milchfieber, wenn die Kuh festliegt, ersetzt ein Calciumbolus natürlich keine Infusion! Die Gabe eines Calciumbolus nach der Infusion kann der Kuh allerdings dabei helfen, den Calciumspiegel über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten.

Wenn Sie eine wirksame Strategie gegen subklinisches Milchfieber suchen, können Sie mit RumiLife CAL24 einen großen Mehrwert erzielen und dadurch mehr Alta 4-EVENT KÜHE schaffen.

 

¹Oetzel, G. R. (2014) Treatment and Prevention of Subclinical Hypocalcemia [PowerPoint slides]. Retrieved from https://www.slideshare.net/DAIReXNET/treatment-and-prevention-of-subclinical-hypocalcemia.

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Milchfieber kommt selbst in den besten Herden vor

Milchfieber kennt jeder – und auch wenn es nach wie vor zu viele Kühe gibt, die nach dem Kalben festliegen, so ist doch das Vorkommen des klinischen Milchfiebers durch verbesserte Fütterung in der Transitperiode und wirksame Vorbeugemaßnahmen in den letzten Jahren zurückgegangen.

Trotzdem: Gerade ältere Kühe haben ein hohes Risiko nach der Kalbung festzuliegen, in der 3. Laktation sind es etwa 6%, ab der 4. Laktation sogar 16%.

QUICK READ:

  • Milchfieber (Hypocalcämie) bedeutet ein Mangel an Calcium, der insbesondere aus einer verminderten Verfügbarkeit resultiert
  • Der Bedarf an Calcium erhöht sich bei der Kalbung schlagartig um das Drei- bis Vierfache
  • Über 40% der Milchviehbetriebe haben keine Strategie gegen Milchfieber

Der Fachausdruck für Milchfieber ist „Hypocalcämie“, es bedeutet also „Mangel an Calcium“. Calcium ist aber ein Mengenelement und kommt im Körper, z.B. in den Knochen in großen Mengen vor. Es geht also darum, dass Calcium vorhanden, für die Kuh aber nicht verfügbar ist. Während die Kuh in der späten Trächtigkeit für sich selbst und vor allem das Kalb nur knapp 10g Calcium pro Tag benötigt, steigt mit der Kalbung und dem Milcheinschuss dieser Bedarf schlagartig um das Drei- bis Vierfache an. Während die Kuh also vor der Kalbung eher Calcium ausgeschieden oder in die Knochen eingelagert hatte, muss sie „von jetzt auf gleich“ das Element aus der Nahrung aufnehmen oder aus den Knochen freisetzen; bei jeder Kuh sinkt darum der Calciumgehalt im Blut um die Kalbung stark ab, einige Kühe können dies nicht mehr kompensieren und Milchfieber ist die Folge (siehe Abbildung nebenstehend).

Das sichtbare, klinische Milchfieber ist hierbei nur die Spitze des Eisberges – subklinisches Milchfieber betrifft in der 2. Laktation bereits fast 30% der Kühe, ab der 4. Laktation sogar über 60%. Diese stehen zwar noch, aber verfügen trotzdem über zu wenig Calcium und laufen oder stehen daher ungern auf, fressen anders und haben eine reduzierte Abwehrkraft, denn: Calcium ist an fast allen wichtigen Körperfunktionen beteiligt. Die Muskelaktivität ist darum nicht nur bei der Bewegung verringert, sondern auch in der so wichtigen Organmuskulatur, beispielsweise im Labmagen. Die Abwehrzellen funktionieren ebenfalls nur mit ausreichend Calcium – fehlt dies, können Infektionen, z.B. in der Gebärmutter nach der Kalbung, nicht optimal bekämpft werden. Die Probleme der Milchkuh wie Labmagenverlagerung, Ketose oder Gebärmutterentzündung hängen daher ganz wesentlich mit dem Calciumspiegel der frisch abgekalbten Kuh zusammen. Am Ende steht natürlich immer eine reduzierte Fruchtbarkeit, weniger Milch und nicht selten ein vorzeitiger Abgang.

• = klinisch gesund  ο = klinisches Milchfieber

Kimura et al., 2006

Für den Betrieb stellt sich daher die Aufgabe, das klinische genauso wie das subklinische Milchfieber aktiv zu vermeiden. Eine gute Fütterung der Trockensteher mit wenig Calcium und wenig Kalium ist dabei am wichtigsten, dies kann ggf. durch die bekannten „Sauren Salze“ oder Calciumbinder erreicht werden. Auch ist es in aller Regel wirtschaftlich, den Calciumhaushalt der Kuh nach der Kalbung zu unterstützen. Die Präparate, die den Calciumspiegel über die Senke tragen, stehen zur Verfügung. Allerdings kam eine Untersuchung der Freien Universität Berlin aus dem Jahre 2017 zu dem Schluss, dass über 40% der untersuchten Milchviehbetriebe keine Strategie gegen Milchfieber haben.

Das Problem ist also bekannt, die Lösungen gibt es auch – im Interesse der Kühe (und des Betriebsergebnisses) kann jeder Betrieb so eine Strategie entwickeln!

 

Text verfasst von Dr. Joachim Lübbo Kleen, Fachtierarzt für Rinder

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Die Karriere einer Kuh mal anders gedacht…

Die Grundlage für die Karriere einer Kuh beginnt immer mit einer Trächtigkeit. Von dieser hat sie im besten Fall mehrere und ist somit über Laktationen und Jahre hinweg eine Hochleistungssportlerin. Doch wie endet eine solche Karriere?

In der Regel endet die Karriere einer Kuh mit einem sofortigen Abgang. Meist bedingt durch Krankheitsprobleme, die Kondition und Wohlbefinden der Kuh verschlechtern. Aber es geht auch anders – durch eine gezielte ZU-Strategie!

Als Herdenziel wird viel über Lebensleistung und -effizienz diskutiert. Doch resultieren diese nicht vielmehr aus dem Ergebnis, wie die Kuh täglich betreut und ihre Karriere vorausschauend geplant wird? Die Kuh muss alle Entscheidungen, die wir treffen, tragen. Umso wichtiger ist es, diese mit Bedacht und einer fundierten Begründung zu treffen. Und zwar auch die über den Abgang einer Kuh.

In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema, wann und wie wir die Karriere einer Kuh mit dem Status Zuchtuntauglich (ZU) beenden können. Unter anderem wollen wir auf die Fragen eingehen: Wie hoch kann der Anteil an ZU Kühen sein, zu welchem Zeitpunkt sollte eine Entscheidung fallen und welche Konsequenzen ergeben sich aus einer vorausschauenden Planung?

Um gleich ein Missverständnis vorweg zu klären: Der Status ZU bedeutet nicht automatisch, dass die Kuh sofort zum Schlachten geht! Genauso wenig bedeuten viele ZU Kühe automatisch eine hohe Remontierungsrate. Viel mehr ist es der Einfluss, wann die ZU-Entscheidung getroffen wird. Noch immer gilt die weit verbreitet Meinung, der Anteil der ZU-Tiere in der Herde müsse möglichst gering sein. Doch jeder Betrieb hat ZU Kühe – und zwar übers Jahr betrachtet in Höhe seiner Remontierungsrate. Der aktuelle Anteil gibt immer nur einen Hinweis darauf, ob die Entscheidung durch den Menschen (früh) oder durch die Kuh (erst bei der Schlachtung) getroffen wird.

Ziel für den Zeitpunkt sollte sein, etwa 50% aller ZU-Entscheidungen vor der ersten Besamung und >60% bis zum 100. Laktationstag zu treffen. In der Auswertung sehen Sie den Zeitpunkt der ZU-Entscheidungen nach Laktationstagen. Dieser 900-Kuhbetrieb trifft bei 52% der ZU-Tiere die Entscheidung vor dem 45. Laktationstag und damit vor Ablauf der freiwilligen Wartezeit. 66% der ZU-Entscheidungen werden vor dem 100. Laktationstag getroffen.

Die Kriterien für die ZU-Entscheidung können vielfältig sein und sollten betriebsindividuell angepasst werden. Zum einen kann die vorhergehende Laktation Probleme während oder nach der Abkalbung mit sich gebracht haben oder schlicht die niedrige Leistung in den ersten vier Wochen ist Kriterium für die ZU-Entscheidung. Die verbleibenden 40 % der Entscheidungen bleiben somit für Kühe, die während der Laktation weitere ZU-Kriterien erfüllen. Dazu zählen z.B. häufige Mastitis, hohe Zellzahlen oder schlechte Fruchtbarkeit.

Ausgehend davon, dass durchschnittlich 50 % der Herde tragend sein sollen und wir keine tragende Kuh auf den Status ZU setzen können, ergibt sich ein Orientierungswert für den Anteil, der in etwa 50% der Remontierungsrate ausmacht. Liegt diese beispielsweise bei 34 %, wäre ein aktueller ZU Anteil von 17 % ein grobes Ziel.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus einer gezielten ZU-Strategie? Einfach gesagt, bedeutet der Status ZU, ich möchte nicht, dass diese Kuh eine weitere Laktation macht, sie soll die aktuelle nur gut und gesund zu Ende bringen.

Zum einen, um Risiken für das Tier und somit Verluste für den Betrieb zu vermeiden. Zum anderen zeigen Auswertungen, dass die Altkuherlöse durch ein striktes ZU-Management stark positiv beeinflusst werden. Nicht selten können ZU-Tiere noch 1, 2, oder sogar 3 Jahre melken bis sie unprofitabel werden. Wir entscheiden uns also dafür, nur die Kühe zu besamen und damit eine Chance auf eine Trächtigkeit zu geben, denen wir es auch zutrauen. Der Arbeitsaufwand und Kosten für Besamungen (Sperma, Hormone) werden reduziert. Außerdem kommen nur Tiere zur Abkalbung, die im Anschluss gut in die Laktation starten können. Transitprobleme und die damit verbundenen Abgänge vor dem 60. Laktationstag reduzieren sich.

Ein weitaus wichtigerer Punkt ist der negative Einfluss von frühen Abgänge auf die Altkuherlöse. Auf unseren über 170 Benchmarkbetrieben mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 650 Kühen liegt der ZU-Anteil im Schnitt bei 5%, maximal bei 15%. Auswertungen unserer betriebswirtschaftlichen Beratung haben ergeben, dass es eine hohe Korrelation zwischen dem ZU-Management und den Schlachterlösen gibt. Die Differenz zwischen den schlechtesten und besten Betrieben liegt bei bis zu 500 € (netto) pro Altkuh. Zu beachten ist hierbei, dass die Altkuherlöse den Durchschnittswert auf den Betrieben darstellen und keine Einzeltierbetrachtung sind!

Für unseren Beispielbetrieb mit 900 Kühen würde eine Verbesserung vom Durchschnitt zum Maximum (350€) bei einer Remontierung von 34% einen Gewinnunterschied von über 100.000€ im Jahr bedeuten:

MinimumDurchschnittMaximum
Altkuherlöse400€550€900€
Erlös Beispielbetrieb (900 Kühe, 34% Remontierung)122.400€168.300€275.400€
Differenz zum Durchschnitt für Beispielbetrieb- 45.900€-+ 107.100€

Neben den betriebswirtschaftlichen Gründen, gibt es auch den Aspekt aus Sicht der Tiere und Gesellschaft zu handeln. Eine Kuh sollte nur in Ausnahmefällen tragend zum Schlachter gehen. Selbst eine Kuh im frühen Trächtigkeitsstadium oder gerade besamt, die geschlachtet wird, ist ein Hinweis darauf, dass ihre Karriere nicht vorrausschauend geplant worden ist. Als Orientierung sollten mehr als 90 % aller Tiere, die zum Schlachter gehen den ZU Status seit mehreren Wochen oder Monaten haben.

Ein gezieltes ZU-Management bringt neben den monetären Vorteilen durch höhere Schlachtkuherlöse auch ein verbessertes Tierwohl. Denn die Tiere, deren physiologische Leistungsbereitschaft nicht ausreicht, wird keine weitere Kalbung und Laktation zugemutet. Sie können ihre gesamte Energie in die aktuelle Laktation stecken und gesund bei guter Kondition bis zum Abgang in der Herde bleiben.

Sie wollen das ZU-Management auf Ihrem Betrieb anpassen? Dann sprechen Sie gerne Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter an!

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Der Werdegang eines Alta Bullens

Haben Sie sich auch schonmal gefragt, was die unterschiedlichen Kategorien unserer Bullen bedeuten und wie der Werdegang eines Alta Bullen aussieht? Los geht´s…

Alta ADVANTAGE

Die meisten Bullen beginnen ihren Weg bei Alta in dieser Kategorie, welche exklusiv für unsere Alta ADVANTAGE Kunden erhältlich ist. Alta ADVANTAGE Bullen liefern die neuste Genetik und sind somit eine erstklassige Wahl für die verschiedensten individuellen genetischen Pläne.

Wenn ein Bulle alt genug für die erste Spermaproduktion ist, reicht die Menge einfach noch nicht, um für alle Betriebe weltweit leichten Zugang zu gewähren. Während wir also daran arbeiten, ein Spermainventar des Bullen aufzubauen, gewähren wir unseren treuen Alta ADVANTAGE Partnerherden vorrangigen Zugang zu diesen erstklassigen, neuen Bullen – passend zu ihrem individuellen genetische Plan.

Sie möchten auch von unserem Alta ADVANTAGE Programm profitieren? Dann sprechen Sie Ihren zuständigen Außendienstmitarbeiter gleich an!

G-STARS

Sobald ein Bulle anfängt, genügend Sperma zu produzieren, wird er in die Kategorie der G-STAR-Bullen aufgenommen. In jeder Zuchtwertschätzung gibt es viele neue G-STAR-Bullen für Sie zur Auswahl. Zu diesen Bullen gehören eine Vielzahl von Merkmals-Spezialisten und Spitzenreitern, die zu Ihrem individuellen genetischen Plan passen. Einige dieser Bullen wurden sogar schon lange genug eingesetzt, um bereits gesicherte Informationen über die Bullenfruchtbarkeit zu haben. Sie können also aus beidem wählen: erstklassiger Genetik und erstklassiger Fruchtbarkeit mit CONCEPT PLUS.

FUTURE STARS

Ungefähr ein Jahr, nachdem ein Bulle zum ersten Mal eingesetzt wurde, haben wir die ersten nachgewiesenen Informationen sowohl über die Fruchtbarkeit des Bullen als auch den Kalbeverlauf. Wir sammeln diese Daten, analysieren die tatsächlichen Trächtigkeitsuntersuchungen und vergeben die FUTURE STAR-Auszeichnung nur an die Bullen mit einer überdurchschnittlichen Fruchtbarkeit und besonderer Leichtkalbigkeit. Die Informationen zum Kalbeverlauf mit weniger als 8% für die paternale Leichtkalbigkeit oder der besonders niedrige genomische Zuchtwert bestätigen dies.

FUTURE STARS sind der richtige Weg, wenn Sie die Vorteile der neusten Genetik nutzen wollen, aber die zusätzliche Sicherheit der nachgewiesenen Fruchtbarkeit des Bullen und der Leichtkalbigkeit bevorzugen. Im Vergleich zu den G-STAR oder ADVANTAGE Bullen könnten Sie auf etwas Leistung und Gesundheit verzichten. Aber dafür haben Sie die Gewissheit, dass Sie Ihre Chancen auf eine Trächtigkeit und ein lebendiges Kalb, resultierend aus einer leichteren Abkalbung, erhöhen. Aufgrund des bekannten Kalbeverlaufes sind die FUTURE STARS oft eine gute Option für den Einsatz auf Färsen.

PROVEN STARS

Etwa drei Jahre nach dem ersten Einsatz eines Bullen beginnen seine ersten Töchter mit der Milchproduktion. Sobald genügend Informationen über die Töchter aus der Milchleistungsprüfung und/oder ihr Exterieur gesammelt werden konnte, werden diese Daten vom Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) und der Holstein Association USA zusammengefasst. Aus diesen Informationen wird dann der erste töchtergeprüfte Zuchtwert eines Bullen erstellt.

Je mehr Töchter von da an ihre erste Laktation beginnen, desto zuverlässiger werden die Zuchtwerte eines Bullen. PROVEN STAR Bullen sind für diejenigen, die nur die zuverlässigste genetische Option bevorzugen.

Vergleichen Sie die Durchschnittswerte, um den Fortschritt zu sehen

Jetzt, wo Sie die Unterschiede der verschiedenen Kategorien und die Entwicklungsschritte eines Bullen in seiner Laufbahn bei Alta kennen, finden Sie in folgender Tabelle den Vergleich der durchschnittlichen genetischen Niveaus jeder Kategorie. Sie können sehen, dass die neuesten Alta ADVANTAGE Bullen die höchsten genetischen Werte aufweisen – besonders für die finanziell wichtigen Leistungs- und Gesundheitsmerkmale. Es folgen die G-STAR-Bullen und dann die FUTURE STARS mit mehr Sicherheit. Als Referenz finden Sie auch den Vergleich zu den töchtergeprüften Bullen.

TPINM$MilchFettProteinPTATUDCFLCPLDPRSCSSCE
Alta ADVANTAGE2860739121977541.091.250.285.70.72.787.0
G-STARS2741640112268500.971.100.254.90.62.827.3
FUTURE STARS266658495862430.870.800.354.30.52.876.6
PROVEN STARS255747291254410.780.660.372.90.12.917.2

Trotz des großen Unterschieds in den genetischen Durchschnittswerten zwischen den genomischen und der töchtergeprüften Liste, ist es wichtig zu beachten, dass jeder einzelne Bulle auf unserer aktuellen PROVEN STAR Liste einmal Teil der G-STAR und/oder FUTURE STAR Liste war. Das zeigt eindrücklich, wie viel und wie schnell wir genetischen Fortschritt machen!

Die Erfolgsbilanz ist bezeichnend für unsere aktuellen genomischen Highlights. In jeder Zuchtwertschätzung sehen wir, wie unsere genomischen Bullen ihre ersten Vorhersagen erfüllen und schließlich zum töchtergeprüften Erfolg aufsteigen.

Der direkte Vergleich

Wir können diesen Vergleich und das Beispiel des genetischen Fortschritts noch einen Schritt weiter führen. Der Einfachheit halber verwenden wir TPI als Index, um einen direkten Vergleich unserer besten töchtergeprüften Bullen und genomisch-geprüften Bullen (ohne ADVANTAGE Bullen) durchzuführen.

Beide Listen bieten enorme Möglichkeiten. Die besten töchtergeprüften Bullen gehören zur Elite ihrer Altersgruppe. Aber wenn wir vom Einsatz einer bestimmten Bullengruppe sprechen, dann übertrifft die genomisch-geprüfte Liste einfach unsere töchtergeprüfte Gruppe um ein Vielfaches.

Top 10 töchtergeprüfte Bullen
April 2020

DHV-Nr.BulleTPI
508269AltaTOPSHOT2811
508172AltaAMULET2758
509596AltaUPSHOT2717
509455AltaFACET2707
508170AltaTURNKEY2680
508267AltaMIGHTY P2654
508278AltaRECOIL2652
508207AltaROCKIT2641
508175AltaCRAIG2635
508338AltaJONAH2632
Durchschnitt2689

Top 10 genomisch-geprüfte Bullen
April 2020

DHV-Nr.BulleTPI
509146AltaGOPRO2887
509617AltaLUCHE2878
509162AltaMORRIS2865
509588AltaDARVISH2844
509618AltaZINNY2842
509458AltaSOHOT2842
508991AltaINGOLD2839
509294AltaTORRENT2839
509619AltaDANYL2812
509345AltaCABOT2811
Durchschnitt2846

Wählen Sie die richtige Genetik für Ihre Herde

In diesem Zusammenhang können Sie darauf vertrauen, dass der Einsatz einer Gruppe von Bullen aus den Alta ADVANTAGE-, G-STAR- oder FUTURE STAR-Listen Ihnen helfen wird, Ihre Ziele zu erreichen. Und wenn Sie die Gewissheit der töchtergeprüften Bullen mit höherer Zuverlässigkeit bevorzugen, finden Sie auch dort die passende Auswahl an Bullen für Ihre Bedürfnisse.

Wählen Sie eine Gruppe von Bullen, die Ihre individuellen Ziele für Leistung, Gesundheit und Exterieur erfüllen – genau die Bullen, mit denen Sie mehr Alta 4-EVENT KÜHE in Ihre Herde erzeugen. Das ist der Schlüssel, um den Fortschritt Ihrer Herde abgestimmt auf Ihre aktuelle Situation und Ihre zukünftigen Zielen voranzutreiben.

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Die richtige Genetik für mehr 4-EVENT Kühe

Eine der besten Möglichkeiten, mehr Alta 4-EVENT Kühe für Ihre zukünftige Herde zu schaffen, ist den Fokus Ihres genetischen Plans auf Gesundheitsmerkmale wie die Nutzungsdauer (Productive Life (PL)) zu richten.

Wenn Sie in Ihrem individuellen genetischen Plan und Ihrer Strategie ausreichend Gewicht auf PL legen, bedeutet das nicht nur, dass Sie dadurch ältere Kühe schaffen. PL sagt voraus, welche Kühe am widerstandsfähigsten, gesündesten und mit den wenigsten Problemen sind.

Was hat der genetische Plan mit unserer Alta 4-EVENT COW 2582 zu tun?

Erinnern Sie sich noch an Kuh 2582? Sie ist eine zweitlaktierende Kuh, lebt auf einem Betrieb mit 800 Kühen und ist eine Alta 4-EVENT COW.

Wir wissen, dass ihr Vater der Bulle 11HO11531 AltaSABRE ist. Im April 2020 lag der Zuchtwert für Nutzungsdauer von AltaSABRE bei +5.2. Das bedeutet, dass die Kuh 2582 voraussichtlich 5,2 Monate länger in der Herde produktiv sein wird, als Kühe, deren Väter einen Zuchtwert von 0.0 in PL haben.

Der tatsächliche Wert der Nutzungsdauer wird erst ermittelt, nachdem eine Kuh die Herde verlassen hat. Wir können uns aber anhand anderer eingetragenen Gesundheitsereignisse im Herdenmanagementprogramm anschauen, ob Bullen mit einem hohen Wert für Nutzungsdauer gesündere und problemfreiere Kühe hervorbringen.

Die Grafik unten zeigt die Ereignisse der Herde, in der die Kuh 2582 lebt. Sie umfasst alle Tiere mit bekannten Holstein-Bullen als Väter. Basierend auf dem durchschnittlichen Pedigree-Zuchtwert jedes Tieres für Nutzungsdauer zeigt die Auswertung die tatsächlichen Unterschiede in den verschiedenen Gesundheitsereignissen.

Die Zahlen in der Grafik stammen aus DairyComp, dem Herdenmanagementprogramm auf dem Betrieb und beruhen damit auf realen Zahlen. Durch die Betrachtung von nur einem Betrieb wird sichergestellt, dass die Umweltbedingungen, wie z.B. das Management für alle Kühe gleich sind.

Vergleichen wir die Ergebnisse der Grafik mit der Kuh 2582. Wir wissen, dass sie eine Alta 4-EVENT COW ist und somit keine Krankheitsereignisse in ihrer Kuhkarte stehen hat. Ihr Vater, AltaSABRE vererbt eine Nutzungsdauer von +5.2 und liegt damit sogar höher, als der Durchschnitt der Bullengruppe mit einer hohen Nutzungsdauer im Beispiel. Es wird also deutlich, dass die genetische Veranlagung für weniger gesundheitliche Probleme der Kuh 2582 zur Alta 4-EVENT COW verhilft.

Passen Sie Ihren genetischen Plan an, um mehr Alta 4-EVENT Kühe zu schaffen.

Stellen Sie sich vor, wie viel leichter Ihr Alltag wäre, wenn Sie keine Problemtiere mit Mastitiden oder Metritiden hätten und keine Tiere behandeln müssten. Eine Herde nur mit Kühen, wie die 2582, benötigt keine teuren Behandlungen und es gibt keine Milchverluste aufgrund gesundheitlicher Probleme.

Jede Kuh, die nur die folgenden vier Ereignisse innerhalb einer Laktation durchlaufen hat, spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven:

  1. FRISCH – mit einem gesunden Kalb und ohne Stoffwechselkrankheiten
  2. BESAMT – einmal besamt
  3. TRAGEND – Trächtigkeit bestätigt und ohne Abort
  4. TROCKEN – ohne gesundheitliche Probleme trockengestellt

 

Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Alta Berater einen genetischen Plan für Ihre Herde und selektieren Sie auf Nutzungsdauer. So schaffen Sie mehr 4-EVENT Kühe, wie die 2582, für die Remontierung Ihrer Herde.

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Herausforderung Remontierung – eine gezieltere Entscheidung treffen!

Die wahren Kosten einer abgekalbten Färse übersteigen schnell 2000 € und doch ist eine niedrige Remontierungsrate weder aus ökonomischer, noch aus Sicht der Tiere sinnvoll. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, aber auch danach, ist eine gezielte Remontierungsstrategie von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

QUICK READ:

  • Remontierung kostet nur Geld, wenn die falsche Entscheidung getroffen wird.
  • Als Grundlage für eine Entscheidung muss eine Vergleichbarkeit aller Tiere einer Herde trotz unterschiedlichen Alters, Fruchtbarkeits- und Laktationsstatus geschaffen werden.
  • COW VALUE vergleicht die Profitabilität einer neuen Färse mit der einer Kuh in Ihrer Herde.

Wir starten unsere Artikelreihe heute mit der „einfachen“ Beurteilung, welches das unprofitabelste Tier Ihrer Herde ist. Allerdings ist es gar nicht so leicht, zu entscheiden, welches die wichtigsten Faktoren für eine solche Beurteilung sind. Zudem muss eine Vergleichbarkeit der Tiere trotz verschiedener Laktationen, Fruchtbarkeitsstatus und Laktationsstand geschaffen werden.

Die Kennzahl COW VALUE bietet eine solche objektive Beurteilung des ökonomischen Werts für jede Kuh Ihrer Herde. Steve Eicker, Entwickler von DairyComp, hat die Berechnung der Kennzahl über mehrere Jahre zusammen mit seinen Kollegen programmiert und sie ist bereits seit über 20 Jahren fester Bestandteil von DairyComp.

Einfach gesagt, drückt der COW VALUE den Wert einer Kuh im Vergleich zu dem Ersatz durch eine neue Färse aus. Dies schafft eine objektive Bewertung für die Remontierungsentscheidung.

Für die Berechnung des Werts werden folgende Einflussfaktoren berücksichtigt:

  • Alter der Kuh
  • Reproduktionsstatus (offen oder tragend)
  • Fruchtbarkeitsleistung (Pregrate)
  • Laktationsstand
  • Leistung
  • Milchpreis
  • Altkuherlös
  • Kosten für neue Färsen (Aufzuchtkosten oder Zukauf)
  • Futterkosten
  • Zinssatz

 

Beim COW VALUE wird angenommen, dass alle Stallplätze belegt sind, kein Wachstum stattfinden soll und eine neue Färse in den Startlöchern steht. Die Werte zur Berechnung sind genau auf Ihren Betrieb angepasst – zum einen direkt aus den aktuellen DairyComp Daten für die jeweilige Kuh und zum anderen betriebsindividuell eingestellt (Milchpreis, Futterkosten, Kosten für neue Färse, etc.). Hierbei werden die betriebseigenen Ergebnissen für die Zukunft hochgerechnet und auf den heutigen Wert abgezinst.

Die Berechnung zeigt an, ob eine neue Färse profitabler als die schlechteste Kuh ist. Somit erhalten wir eine direkte Vergleichbarkeit aller Tiere mit der neuen Färse. Es entsteht sozusagen ein Ranking – Tiere mit den Werten unter 0 sind unwirtschaftlicher als eine neue Färse und die schlechtesten sollten remontiert werden.

In dem folgenden Beispiel können wir die unterschiedliche Bewertung der Kühe erkennen:

Allgemein betrachtet, sind natürlich die jüngsten Tiere Ihrer Herde die wirtschaftlicheren und genetisch Besten. Dennoch kann, wie hier im Beispiel eine Erstlaktierende wie die Kuh 1833 durch Erkrankung, geringe Milch- oder Fruchtbarkeitsleistung weniger profitabel für Ihren Betrieb sein, als bspw. Kuh 4595 in Laktation 5.

Die Rangierung kann Ihnen neben der Remontierungsentscheidung auch dabei helfen, ob ein Tier noch besamt werden sollte oder nicht. Auch wenn i.d.R. eine Trächtigkeit etwas Positives ist, gibt es Situationen bei denen der Wert eines Tieres fällt, wenn sie tragend wird. Denn wenn die Kuh tragend ist, darf sie nicht mehr geschlachtet werden. Somit müsste ein unprofitables Tier im Bestand bleiben und die produzierte Trächtigkeit würde einen Verlust verursachen, da die Remontierungsentscheidung nicht umgesetzt werden kann.

Daher sollte die Remontierung gezielt erfolgen und auf einer fundierten Entscheidungsgrundlage basieren. Die Konsequenzen hieraus betreffen immer das Tier und somit natürlich auch die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebes.

COW VALUE übernimmt diese Entscheidung zwar nicht, aber unterstützt Sie durch die komplexe Berechnung dabei, eine objektive Entscheidung treffen zu können. In dem weltweit führenden Herdenmanagementprogramm DairyComp ist die Nutzung des COW VALUE automatisch integriert.

Wenn auch Sie den COW VALUE für Ihren Betrieb nutzen wollen, sprechen Sie uns einfach an! Für mehr Informationen zu DairyComp, klicken Sie hier >>

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Was macht die Pregrate so besonders?

Die Pregrate ist die zuverlässigste und aktuellste Kennzahl zur Beurteilung der Fruchtbarkeit auf Ihrem Betrieb. Steve Eicker, Entwickler von DairyComp, hat sie bereits vor über 30 Jahren entwickelt. Sein Ziel war die Bewertung der aktuellen Fruchtbarkeit unter Berücksichtigung aller wichtigen Faktoren in einer Kennzahl.

Quick Read

  • Die PregRate zeigt die aktuelle und tatsächliche Fruchtbarkeitsleistung auf Ihrem Betrieb!
  • Die Zwischenkalbezeit liegt min. 9 Monate zurück – somit erhalten wir im Frühjahr die Fruchtbarkeitsleistung aus dem vergangenen Sommer.
  • Der Besamungsindex macht keine Aussage über den Besamungszeitpunkt (50 oder 150 Tage in Milch) und vernachlässigt Tiere ohne Besamung.

Die Pregrate repräsentiert den Anteil von den besamungsfähigen Tieren, die in einem Brunstzyklus von 21 Tagen tatsächlich tragend geworden sind. Es werden alle besamungsfähigen Tiere oberhalb der freiwilligen Wartezeit und alle Besamungen sowie Trächtigkeiten bis zum aktuellen Datum berücksichtigt. Wir empfehlen als Richtwert eine Pregrate von über 24%. Im Durchschnitt liegt die Pregrate in Deutschland allerdings bei 16% und ein Deckbulle erreicht gerade einmal eine Pregrate von ca. 13%.

Warum funktioniert die Fruchtbarkeitsbewertung mit den geläufigen Kennzahlen nicht so gut?

Zwischenkalbezeit

Die Zwischenkalbezeit (ZKZ) ist sicher die bekannteste deutsche Kennzahl zur Beurteilung der Fruchtbarkeit. Hierbei wird der Zeitraum definiert, der zwischen zwei Kalbungen liegt. Es werden also Güstzeit (auch Zwischentragezeit genannt) und Tragezeit addiert. Es gibt allerdings ein paar Knackpunkte, die unbedingt beachtet werden sollten!

Zunächst liegt die Bewertung in der Vergangenheit. Da der Zeitraum zwischen zwei Kalbungen betrachtet wird, müssen alle Tiere, deren Daten in die Bewertung einfließen, bereits zweimal gekalbt haben. Dadurch kann die Zwischenkalbezeit nur die Fruchtbarkeit von vor über 9 Monaten beurteilen und somit keine Aussage über die aktuelle Fruchtbarkeitssituation geben. In der Zwischenzeit kann sich aber einiges auf Ihrem Betrieb verändert haben. Außerdem fließen in die Bewertung keine ZU Tiere (da keine Kalbung mehr erfolgt) und Erstlaktierenden (da nur eine Kalbung vorliegt) mit ein, die einen wesentlichen Anteil Ihrer Herde ausmachen können.

Bei der Verwendung der voraussichtlichen ZKZ (vZKZ) fließen die Erstlaktierenden zwar in die Bewertung mit ein, allerdings werden auch hier nur Tiere bewertet, die tragend geworden sind. Kühe, die nicht tragend werden und/oder abgehen, werden nicht berücksichtigt. Somit wird die tatsächliche Fruchtbarkeitsleistung nicht dargestellt. Darüber hinaus sollte auch bedacht werden, dass Unterschiede in der Tragezeit, bspw. aufgrund von Fleischbulleneinsatz (bis zu +10 Tagen) oder Zwillingsgeburten (bis zu -10 Tagen) das Ergebnis zusätzlich verfälschen können.

Besamungsindex

Der Besamungsindex beinhaltet die Anzahl an Besamungen, die für eine Trächtigkeit benötigt werden. Auch hierbei muss bedacht werden, dass nicht alle Einflussfaktoren in die Bewertungen mit einfließen und das Ergebnis somit verfälscht wird!

Es werden zum einen nur die Kühe betrachtet, bei denen eine Diagnose zur Trächtigkeit (tragend oder nicht tragend) vorliegt. Wenn ein Tier allerdings jeden Zyklus wieder in Brunst kommt und eine Besamung erfolgt, zählen diese nicht mit in die Bewertung ein, solange keine TU erfolgt. Wenn Tiere ohne Diagnose ZU gemacht werden oder abgehen, werden die Besamungen nicht mit einberechnet. Außerdem werden die verpassten Besamungen/Brunstzyklen völlig außen vor gelassen. Es wird also nicht bewertet, ob und wann eine Trächtigkeit erfolgt, sondern nur mit wie viel Aufwand. Dadurch wird das Ergebnis der Fruchtbarkeitsbewertung stark verfälscht!

 

Wie kann die Fruchtbarkeitsleistung also möglichst aktuell und genau bewertet werden?

Die Pregrate berücksichtigt alle wichtigen Faktoren und spiegelt damit die aktuelle Fruchtbarkeitssituation auf Ihrem Betrieb wider. In die Berechnung der Pregrate fließt zum einen die Brunstnutzung, die den Anteil der genutzten Brunsten von den möglichen Brunsten innerhalb von 21 Tagen bemisst, mit ein. Zum anderen wird die Konzeptionsrate, die den Anteil der erfolgreichen Besamungen wiedergibt, berücksichtigt. Somit fallen keine Tiere oder Besamungen aus der Bewertung.

Anhand eines Beispiels wollen wir dies verdeutlichen:

Zur Vereinfachung betrachten wir nur drei Kühe auf einem Beispielbetrieb mit einer freiwilligen Wartezeit von 50 Tagen. Kuh A wurde am 80. Laktationstag besamt und als tragend untersucht. Kuh B wurde am 100. Laktationstag zum 2. Mal besamt und daraufhin als tragend untersucht. Kuh C befindet sich bereits im 6. Brunstzyklus, wurde dreimal besamt und noch nicht als trächtig untersucht.

Zyklus123456
Tage in Milch50 - 7171 - 9292 - 113113 - 134134 - 155155 - 176
KUH ATU+ Tag 80
KUH BTU+ Tag 100
KUH CBesamt

Wir haben also aus 6 erkannten Brunsten (Besamungen) in 10 möglichen Brunstzyklen (Summe aus Kuh A (2), Kuh B (3) und Kuh C (5)) 2 bestätigte Trächtigkeiten erreicht.

Wenn wir von einer Tragezeit von 280 Tagen ausgehen, liegt die voraussichtliche Zwischenkalbezeit (die wir betrachten, da wir eine aktuelle Bewertung wünschen) für Kuh A bei 360 Tagen und für Kuh B bei 380 Tagen. Somit haben wir eine durchschnittliche vZKZ von 370 Tagen.

Der Besamungsindex liegt bei 1,5, denn es wurden insgesamt drei Besamungen bei Kuh A und Kuh B benötigt, um zwei Trächtigkeiten zu erzielen.

Bei beiden Kennzahlen werden also die Besamungen von Kuh C nicht berücksichtigt. Sollte diese Kuh nun ZU gemacht werden und/oder abgehen, würden die Besamungen nie in die Fruchtbarkeitsbewertung mit einfließen.

Die Pregrate hingegen berücksichtigt alle 10 Brunstzyklen der drei Kühe, die zu einer Trächtigkeit hätten führen können und somit neben den 6 Besamungen, auch die 4 nicht genutzten Brunsten. Da wir 2 Trächtigkeiten aus 10 Möglichkeiten erreicht haben, liegt die Pregrate bei 20%.

Was passiert, wenn Kuh C von der 3. Besamung am 160. Laktationstag nun tragend wird?

Zyklus123456
Tage in Milch50 - 7171 - 9292 - 113113 - 134134 - 155155 - 176
KUH ATU+ Tag 80
KUH BTU+ Tag 100
KUH CTU+ Tag 160

Die voraussichtliche Zwischenkalbezeit für Kuh C würde demnach bei 440 Tagen liegen. Der Schnitt würde sich also um 23 Tage auf 393 Tage verschlechtern.

Der Besamungsindex würde sich um 0,5 auf 2,0 verschlechtern, da wir 6 Besamungen für 3 Trächtigkeiten benötigt haben.

Die Pregrate verbessert sich hingegen um 7% auf 27%, da wir drei Trächtigkeiten in 11 abgeschlossenen Brunstzyklen erreicht haben.

Im Gegensatz zur ZKZ und BI, hat also eine Trächtigkeit einen positiven Einfluss auf die Pregrate. Das ist vor allem wichtig, da das vorrangige Ziel einer Fruchtbarkeitsbewertung die Trächtigkeit an sich ist. Der Fokus bei der Bewertung sollte immer auf der Anzahl und dem Zeitpunkt der Trächtigkeiten liegen. Der Aufwand dafür spielt eine untergeordnete Rolle. Denn der Wert einer Trächtigkeit liegt bei etwa 350 € – 400 €.

Die Pregrate bildet somit schon seit über 30 Jahren die verlässlichste Bewertung der Fruchtbarkeit. Sie ist aktuell, genau und bezieht alle wichtigen Einflüsse auf die Reproduktionsleistung mit ein.

Wenn auch Sie die Reproduktionsleistung auf Ihrem Betrieb anhand der Pregrate bewerten wollen, sprechen Sie uns gerne an. Durch unsere langjährige Erfahrung mit der Pregrate können Sie auf unser Team vertrauen!

 

Auch unsere Kollegen vom DairyComp Support-Team haben sich mit Fruchtbarkeitsauswertungen befasst. Im Video wird die Pregrate nochmal grafisch erklärt und Sie erfahren, wo Sie die Kennzahl im Herdenmanagementprogramm für Ihren Betrieb auswerten können.

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Basisanpassung Zuchtwertschätzung April 2020 | Was Sie wissen sollten

Eine genetische Basisveränderung ist eine Anpassung der Zuchtwerte (PTAs) für alle Tiere einer bestimmten Rasse. Diese Änderung setzt die durchschnittlichen PTAs für jedes Merkmal innerhalb einer neuen Referenzpopulation wieder auf Null zurück.

Bei den Änderungen der genetischen Basis im April 2020 in den USA sind fünf Schlüsselpunkte zu beachten.

 

1. DIE BASISANPASSUNG ERFOLGT ALLE 5 JAHRE.

Dies geschieht regelmäßig, um sicherzustellen, dass die Werte für Merkmale und Indizes nicht auf unrealistisch hohe Niveaus steigen. Die letzte Basisänderung fand im Dezember 2014 statt und die nächste ist 2025.

2. DIE BASISANPASSUNG BELEGT DEN GENETISCHEN FORTSCHRITT, DER SEIT DER LETZTEN BASISÄNDERUNG ERZIELT WURDE.

Die Milchviehgenetik verbessert sich ständig und die Basisanpassung ist die Methode zur Bestimmung des tatsächlichen Fortschritts, den wir für jedes Merkmal innerhalb einer Rasse erzielt haben.
Zum Beispiel beträgt die Basisanpassung für Milch in der Holstein-Rasse 492. Das bedeutet, dass das durchschnittliche genetische Niveau für Pfund Milch in der Holsteinrasse in den letzten fünf Jahren um 492 Pfund gestiegen ist. Um diesem Fortschritt Rechnung zu tragen, wird der PTA-Milchwert für alle Holsteins automatisch um 492 Pfund mit der Zuchtwertschätzung im April 2020 sinken.

3. DIE NEUE REFERENZPOPULATION WURDE 2015 GEBOREN.

Die Basisanpassung bedeutet, dass die durchschnittlichen PTAs für die Vergleichspopulation auf Null gesetzt werden. Die bisherige Vergleichspopulation bestand aus den 2010 geborenen Tieren. Da die neue Vergleichspopulation aus Tieren besteht, die 2015 geboren wurden, bedeutet die aktuelle Basisanpassung, dass die durchschnittlichen PTAs der 2015 geborenen Kühe auf Null gesetzt werden.

4. ANPASSUNGEN NACH UNTEN SIND TATSÄCHLICH EINE GUTE SACHE!

Im Allgemeinen zeigt eine Abwärtskorrektur für ein Merkmal das Ausmaß des genetischen Fortschritts, der für dieses Merkmal erreicht wurde. Eine größere Anpassung nach unten ist also eigentlich eine gute Sache – es bedeutet, dass wir für dieses Merkmal entsprechend mehr genetischen Fortschritt gemacht haben!
Aufgrund der Anpassungen nach unten müssen wir uns an neue, im Allgemeinen niedrigere Referenzwerte für die Merkmale und Indizes gewöhnen, die unsere Entscheidungen zur genetischen Selektion beeinflussen.

5. DIE BASISANPASSUNG HAT KEINEN EINFLUSS AUF DAS RELATIVE RANKING DER TIERE.

Auch wenn die Basisanpassung dazu führt, dass die PTA-Werte für Bullen und Kühe bei den meisten Merkmalen niedriger erscheinen, ist die Anpassung für alle Tiere gleich. Das bedeutet, dass die einzelnen Ränge nicht beeinflusst werden.

WAS SIND DIE TATSÄCHLICHEN ÄNDERUNGEN?

Sie fragen sich, was die tatsächlichen Veränderungen sein werden? Tabelle 1 gibt einen guten Überblick.

Da ein positiver Wert die Höhe des erzielten Fortschritts darstellt, wird der Zuchtwert in dem Merkmal um diesen Betrag sinken. Negative Werte im Zuchtwert für ein Merkmal steigen um diesen Betrag.

Schwarz dargestellte Merkmalsveränderungen zeigen einen positiven Fortschritt. Die in rot dargestellten Merkmale haben in den letzten fünf Jahren negative Fortschritte gemacht.

*Bitte beachten Sie, dass das CDCB diese Werte mit der Zuchtwertschätzung im April 2020 unter Verwendung aktuellerer Daten neu berechnen wird. Es kann also zwischen heute und dann leichte Änderungen geben.*

Tabelle 1. PTA-Differenz der 2015 geborenen Tiere im Vergleich zu den 2010 geborenen Tiere. Die PTAs werden im April 2020 um diese Beträge abnehmen.

MERKMALEINHEITHOLSTEINJERSEYBROWN SWISS
MilchPounds492524524
FettPounds242525
ProteinPounds182020
Lebensleistung | PLMonate1.861.541.54
Töchterfruchtbarkeit | DPR%0.24-0.99-0.99
Somatische Zellzahl | SCSLog. Einheit-0.0800
Färsen Konzeptionsrate | HCR%0.50.440.44
Kuh Konzeptionsrate | CCR%0.38-0.9-0.9
Langlebigkeit | LIV%0.740.080.08
Labmagenverlagerung | DA%0.21--
Ketose | KET%0.2--
Mastitis | MAST%0.6--
Metritis | MET%0.34--
Milchfieber | MF%-0.06--
Nachgeburtsverhalten | NGV%0.05--
Frühere Abkalbung | EFCTage1.51.40.5
Tragezeit | GLTage-0.350.3-0.03
Paternale Kalbeverlauf | SCE%-0.4--0.3
Maternale Kalbeverlauf | DCE%-1.9--0.6
Paternale Totgeburtenrate | SSB%-0.3--
Maternale Totgeburtenrate | DSB%-1.6--
PTA TypPunkte0.760.70.4
Euterindex | UDC / JUI0.85--
Fundamentindex | FLC0.49--
Net Merit Index | NM$Punkte23119160
Cheese Merit Index | CM$Punkte23919663
GrößePunkte0.470.50.6
StärkePunkte0.200.2
MilchcharakterPunkte0.380.40.3
KlauenwinkelPunkte0.50.10.1
Fundament Bewertung0.54
HinterbeinwinkelungPunkte-0.0200.1
Hinterbeinstellung0.49
Körpertiefe0.14
BeckenneigungPunkte-0.020.40
BeckenbreitePunkte0.360.10.1
Vordere EuteraufhängungPunkte1.010.70.3
HintereuterhöhePunkte1.20.60.3
HintereuterbreitePunkte1.160.20.3
EutertiefePunkte0.840.90.2
ZentralbandPunkte0.540.10.1
Vordere StrichplatzierungPunkte0.520.30.3
Hintere Strichplatzierung0.49
StrichlängePunkte-0.270-0.2
Körpergewicht Index0.15

WIE IST DER VERGLEICH ZUR VORHERIGEN BASISANPASSUNG?

Sie sind neugierig, wie die Fortschritte der letzten fünf Jahre im Vergleich zu den vorherigen Basisanpassungen aussehen? Die folgenden Tabellen zeigen dies für die Rassen Holstein und Jersey.

VERGLEICH HOLSTEIN BASISANPASSUNGMilchFettProteinPLDPRNM$
Veränderungen 2020 (Fortschritt 2015-2020)49224181.9 0.24231
Veränderungen 2015 (Fortschritt 2010-2015)38217121.00.2184
VERGLEICH JERSEY BASISANPASSUNGMilchFettProteinPLDPRSCSNM$
Veränderungen 2020 (Fortschritt 2015-2020)52425201.54-0.990.00191
Veränderungen 2015 (Fortschritt 2010-2015)38219120.80.00.04124

Sie sehen, dass sowohl bei den Holsteins als auch den Jerseys in den letzten fünf Jahren bei den Leistungsmerkmalen deutlich mehr Fortschritte gemacht wurden als in den fünf Jahren davor. Das bedeutet, dass wir als Industrie große Fortschritte machen.

Haben Sie Vertrauen, dass die Bullen, die Sie jetzt einsetzen, durch Nachkommen in Ihrer Herde profitable Ergebnisse liefern werden.

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4 wissenswerte Dinge über die neue TPI Formel

Mit der Zuchtwertschätzung im April 2020 kommt neben der Basisanpassung auch eine aktualisierte TPI-Formel. Obwohl die Änderungen nicht sehr groß sind, ist es wichtig, diese zu kennen. Insbesondere wenn der TPI Ihr genetischer Plan der Wahl ist.

 

WAS SIND DIE WICHTIGSTEN ÄNDERUNGEN?

 

1. Das Verhältnis von Fett zu Eiweiß ist jetzt gleich

Zuvor wurde Pfund Eiweiß mit 21% des Gesamtindexes gewichtet, während Pfund Fett mit 17% gewichtet wurde. Aufgrund der Marktbedingungen sind diese Gewichte nun mit jeweils 19% gleich hoch.

2. Die CDCB Gesundheitsmerkmale sind jetzt im TPI enthalten

Zu den Gesundheitsmerkmalen im TPI werden nun die sechs CDCB-Gesundheitsmerkmale (Resistenz gegen Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber) enthalten sind. Die Holstein Association hat die sechs Merkmale zu einem ökonomischen Index zusammengefasst, der 2% des Gesamtgewichts der TPI-Formel ausmacht.

Diese 2% Gewichtung entsteht im Wesentlichen durch die Verringerung um 1% bei der somatischen Zellzahl (SCS) und um 1% bei der Töchterfruchtbarkeit (DPR). Dies ist insofern sinnvoll, da die sechs Gesundheitsmerkmale sowohl für die Resistenz gegen Mastitis als auch für andere Stoffwechselkrankheiten verantwortlich sind, die typischerweise im Zeitraum um die Kalbung auftreten.

 

3. Der Fundament Index (FLC) umfasst jetzt auch die Hinterbeinwinkelung

Die Holstein-Rasse tendiert zu einem mehr nach hinten gerichteten, oder geradlinigem Stand der Hinterbeine. Um dieses Zweiwege-Merkmal zu korrigieren, wird die Hinterbeinwinkelung nun als Teil des Fundament Indexes aufgenommen.

4. Gewichtungsverlagerung vom Exterieur- in die Gesundheitskategorie mit 1%

Da die Züchtung gesunder, problemfreier Kühe ein Ziel aller Milchviehhalter ist, hat Holstein USA beschlossen, 1% der Gewichtung vom Milchtyp aus der Exterieurkategorie des TPI auf die produktive Lebensdauer innerhalb der Gesundheitskategorie zu verlagern. Die neuen Kategoriegewichte des TPI sind hier dargestellt:

Weitere Aktualisierungen, die die Holstein Association USA an der TPI-Formel vornimmt, sind wie folgt:

  • Der Fruchtbarkeitsindex enthält jetzt die Eigenschaft Frühes erstes Kalben
  • Die Standardabweichungen für Merkmale werden aktualisiert

 

Wenn der TPI Ihr genetischer Plan der Wahl ist, prüfen Sie diese Änderungen genau, damit der genetische Fortschritt Ihre Herde weiterhin in die Richtung Ihrer individuellen Betriebsziele geht.

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Führende Agrarbanken bei erster Alta Bankenrunde

Unsere Beratung geht schon lange über die Themen Genetik und Fruchtbarkeit hinaus. Mit unserem Alta Value Service (AVS) und zwei Agrarökonomen im Team, unterstützen wir unsere Kunden bereits seit über 10 Jahren auch in betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.

Die Kombination aus produktionstechnischem Wissen und der ökonomischen Betrachtung hat sich dabei als enormer Vorteil für unsere Kunden bewiesen. Durch unsere Einblicke und Erfahrungen in den vergangenen Jahren, stellte sich uns die Frage, wie den Betrieben langfristig auf einem volatilen Milchmarkt und bei steigenden Anforderungen wie der Novellierung der Düngeverordnung geholfen werden kann.

Hierzu haben wir am 26. November 2019 die führenden Agrarbanken Deutschlands zur ersten Alta Bankenrunde eingeladen. Neben einem Praktiker sowie einem Steuerberater, waren folgende Banken anwesend:

  • DZ Bank

 

  • DKB

 

  • OLB

 

  • NordLB

 

  • Rentenbank

 

  • Rabobank

Ziel der Veranstaltung war es, zusammen mit den Bankvertretern die aktuellen Herausforderungen auf den Betrieben zu diskutieren und herauszufinden, ob und wann die Banken bereit wären, den Betrieben mehr Flexibilität in der Finanzierungsstruktur zu bieten.

Die Banken waren sich allesamt einig, dass die Milchviehhaltung in Deutschland eine positive Zukunft hat, allerdings müssen sowohl die Betriebsleiter als auch die finanzierenden Banken sich aufgrund der schwankenden Marktbedingungen anpassen. Das bedeutet für die Betriebsleiter, dass die Produktion weiter optimiert werden muss und sie klare Ziele definieren sollten, die einer fortlaufenden Kontrolle unterliegen. Dieses Controlling sollte optimalerweise stetig mit der Bank ausgetauscht und gut kommuniziert werden, sodass die Bank zu jeder Zeit einen umfassenden Überblick über die laufende Produktion hat. So kann zwischen Betriebsleiter und Bank ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden.

Dieses Vertrauensverhältnis ist die Basis für eine flexiblere Gestaltung der Finanzierungsstruktur. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Tilgungszahlungen im Falle einer Sondersituation (z.B. Dürre) schnell und unkompliziert ausgesetzt werden kann. Solche Möglichkeiten sind nicht neu, finden in der Finanzierung von landwirtschaftlichen Betrieben aber bisher kaum Anwendung. Die Bankvertreter zeigten sich grundsätzlich offen für das Thema der Flexibilität, solange die Kommunikation inklusive des Produktionscontrollings optimal verläuft. Diese Zahlen sollten mit den Banken stets geteilt werden, sodass auch negative Entwicklungen innerhalb der Produktion klar benannt und Gegenmaßnahmen besprochen werden können.

Es war ein sehr konstruktives erstes Treffen und die Banken schätzten die gewährten Einblicke sehr. Wir werden das Thema und solche Initiativen bei den Banken für Ihre Betriebe auch in Zukunft weiter vorantreiben.

Sie wollen wissen, wie AVS auch Ihnen weiterhelfen kann? Alle Informationen finden Sie hier >>

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Mit hoher Bullenfruchtbarkeit zu mehr Alta 4-EVENT Kühen

Erinnern Sie sich an die Kuh 2582? Bei Alta bezeichnen wir Kühe wie sie als Alta 4-EVENT COW. Das bedeutet, dass auf ihrer individuellen Kuhkarte im Herdenmanagementprogramm nur vier Ereignisse für die aktuelle Laktation eingetragen sind:

1. FRISCH – mit einem gesunden Kalb und ohne Stoffwechselkrankheiten

2. BESAMT – einmal besamt

3. TRAGEND – Trächtigkeit bestätigt und ohne Abort

4. TROCKEN – ohne gesundheitliche Probleme trockengestellt

Wie kann CONCEPT PLUS zu mehr Alta 4-EVENT Kühen beitragen?

Die oben aufgelisteten Ereignisse BESAMT und TRAGEND beruhen auf mehreren Faktoren aus Genetik und Reproduktion. Eine sichere Methode für mehr Kühe, die gleich nach der ersten Besamung tragend werden, ist der Einsatz unserer CONCEPT PLUS Bullen. Aufgrund ihrer überdurchschnittlich guten Fruchtbarkeit sind sie sehr begehrt.

Alta CONCEPT PLUS stellt das genauste Modell zur Beurteilung der Bullenfruchtbarkeit dar und steht exklusiv Alta zur Verfügung.

Alta CONCEPT PLUS ist der sicherste Weg, um die individuelle Fruchtbarkeit jedes Alta Bullen zu kennen. In die Bewertung der Bullenfruchtbarkeit fließen die Ergebnisse realer Trächtigkeitsuntersuchungen ein. Außerdem werden alle Faktoren berücksichtigt, die Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Bullen haben können. Da die Daten von großen und progressiven Milchviehbetrieben stammen und die Umweltfaktoren vermindern, können Sie auf die Alta CONCEPT PLUS Bullen vertrauen und so mehr Trächtigkeiten für Ihren Betrieb erzielen.

Weniger Aufwand für mehr Trächtigkeiten!

Wenn Sie auf Ihrem Betrieb konventionelles Sperma einsetzen, können die Alta CONCEPT PLUS Bullen Ihre Fruchtbarkeit maßgeblich verbessern. Die CONCEPT PLUS Bullen bringen Ihnen eine 2% – 5% höhere Konzeptionsrate gegenüber den durchschnittlichen Bullen.

Wenn der Einsatz von gesextem Sperma Teil Ihrer Zuchtstrategie ist, dann sollten Sie auf unsere 511 CONCEPT PLUS Bullen setzen. Im Vergleich zu den durchschnittlichen gesexten Bullen bringen sie Ihnen eine 4%-9% höhere Konzeptionsrate.

Bullenfruchtbarkeit = Profit

Die Kuh 2582 ist nicht nur eine Alta 4-EVENT COW, sie ist auch eine profitable Kuh. Bei nur einer Besamung für eine Trächtigkeit, spart Ihnen die Zuchtstrategie Zeit und Geld und schafft Zufriedenheit.
Der Einsatz von Alta CONCEPT PLUS Bullen verbessert Ihre Chancen, Trächtigkeiten mit nur einer Besamung zu erzielen und zwar bei allen Kühen. Mit diesen Bullen rentiert sich Ihre genetische Investition, durch mehr Trächtigkeiten – egal ob Sie konventionelles oder gesextes Sperma für Ihr Zuchtprogramm einsetzen.

Mit unseren CONCEPT PLUS und gesexten 511 CONCEPT PLUS Bullen erreichen Sie mehr Alta 4-EVENT Kühe in Ihrer Herde – Kühe wie die 2582.

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2019 Jahresrückblick Alta Deutschland

Ein ereignisreiches Jahr 2019 geht zu Ende. Auch dieser Sommer brachte in vielen Regionen wieder große Herausforderungen mit sich, der politische sowie gesellschaftliche Druck wächst und somit auch die Anforderungen an die Milchviehhaltung. Doch trotz dieser Hürden gibt es sicherlich auch bei Ihnen die schönen Momente, auf die man zurück blicken kann und die einem Freude bereiten. Auch bei uns gab es wieder viele Ereignisse: Veranstaltungen, Mitarbeiterfortbildungen und die ein oder andere Veränderung im Team. Blicken Sie mit uns zurück und schauen Sie voller Zuversicht in das Neue Jahr!

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen die täglichen Herausforderungen zu meistern, neue Projekte anzugehen, spannende Veranstaltungen zu gestalten und auf eine weiterhin vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit!

9 neue Mitarbeiter

6 Praktikanten*innen | 1 Trainee

Zwei 20-jährige und drei 10-jährige Betriebsjubiläen

42 AVS Gruppentreffen | 12 AVS Gruppen

Spannende Sommer-AVS Konferenz auf Schloss Basthorst

3 tolle AVS Touren nach Dänemark, Hessen und in die Schweiz

Deutschsprachige Dairy Manager School mit Karl Burgi zum Thema Klauengesundheit

5 EBB-Kurse mit 107 Teilnehmern

3 erfolgreiche Zuchtwertschätzungen

Dairy Manager Schools in Europa zu den Themen: Mitarbeiterführung, Entscheidungsfindung und Ökonomie, Fruchtbarkeit, Jungviehaufzucht

Interne Schulungen: Reproschulungen, EAM-Training, Führungstraining, Team Meetings und Verkaufstraining

5 neue Elite Account Manager (EAM) aus Deutschland & Dänemark

1 neue zertifizierte CowSignals® Trainerin

Innovative Bankenrunde mit den führenden Agrarbanken in Deutschland

6 deutsche Testbetriebe auf neuer DairyComp Plattform | weltweit 3.800 Nutzer und über 10,8 Mio. Kühe

Sommerfest für alle Mitarbeiter

Neu auf Instagram & YouTube

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Die Alta 4-EVENT COW

Das ist Kuh 2582.

Sie bekommt täglich eine ausgewogene Ration und wenn sie nicht gerade frisst, verbringt sie ihre Zeit in den komfortablen Liegeboxen. Die 2582 ist gerade in der zweiten Laktation. Bei Alta bezeichnen wir diese Kuh als Alta 4-EVENT COW.

 

Was ist eine Alta 4-EVENT COW?

Wenn Sie sich die Kuhkarte einer 4-EVENT COW in DairyComp oder einem anderen Herdenmanagementprogramm anschauen, befinden sich auf der Kuhkarte nur vier Ereignisse in der aktuellen Laktation:

 

  1. FRISCH
  2. BESAMT
  3. TRAGEND
  4. TROCKEN

Im Fall unserer Kuh 2582 bedeutet das, dass die Kalbung ohne Probleme verlief und das Kalb gesund auf die Welt kam. Sie hatte weder Milchfieber, noch eine Ketose und auch kein Nachgeburtsverhalten. Da sie auch keine anderen Gesundheitsprobleme hatte, fielen für sie keine Behandlungskosten an.

Nach der vom Betrieb festgelegten freiwilligen Wartezeit von 50 Tagen wird sie besamt. Es wird das Ereignis BESAMT in der Kuhkarte notiert. Kurze Zeit später wird sie als tragend untersucht. Die Kuh hatte also weder einen Abort noch traten andere Fruchtbarkeitsprobleme auf. Sie brauchte nur eine Spermaportion bzw. nur eine Besamung, um tragend zu werden. In der Kuhkarte der 2582 wird jetzt das Ereignis TRAGEND eingetragen.

Das letzte Ereignis in der Kuhkarte der 2582 ist das Ereignis TROCKEN. Das bedeutet, dass es keine Probleme gab und sie die Laktation als gesunde Kuh durchlaufen ist. Sie hat also einen super Job gemacht und kann sich im Trockenstand jetzt auf ihre nächste Laktation vorbereiten!

Aber was fehlt?

Sie werden sich jetzt fragen, was auf der Kuhkarte der 2582 fehlt. Natürlich ereignen sich auch in der Laktation dieser Kuh Ereignisse, wie zum Beispiel Gruppenwechsel, Klauenschnitte oder Impfungen.

Was auf der Kuhkarte der 2582 aber wirklich fehlt, sind Rückschläge. Also Ereignisse, die teuer sind, Zeit rauben und die Profitabilität der Herde vermindern. Eine 4-EVENT COW wie die 2582 hatte keine Mastitis. Sie hatte keine Klauenprobleme und auch keinen frühzeitigen Abort. Sie konnte jeder Krankheit oder Infektion ausweichen und hat dem Betriebsleiter somit eine Menge Stress erspart.

Wir brauchen mehr Kühe wie die 2582

Die Kuh 2582 ist nicht nur eine 4-EVENT COW. Sie ist vor allem eine profitable Kuh. Man muss nicht nur die Zeit und das Geld einrechnen, das man mit solchen Kühen einspart, sondern vor allem auch die Nerven, die eine kranke Kuh kostet. Eine Herde, mit vielen Kühen wie die 2582, haben weder hohe Behandlungskosten noch Milchverluste aufgrund von gesundheitlichen Problemen.

Wir helfen Ihnen, mehr 4-EVENT Kühe zu schaffen – sprechen Sie einfach Ihren zuständigen Alta Mitarbeiter an!

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Top 4 Takeaways der August Zuchtwertschätzung

1. Eine Reihe neuer Spitzenbullen

Egal, ob Sie auf genomische oder töchtergeprüfte Bullen setzen, wir haben in jeder Kategorie einige beeindruckende und viele neue Bullen in unserer Auswahl.

  •  Alta ADVANTAGE

7 neue Bullen sind exklusiv für unsere ADVANTAGE Kunden verfügbar. Diese Bullen haben beeindruckende 2770 TPI, 931 NM$, 7.0 PL & 1573 lbs. Milch im Durchschnitt!

  •  Alta G-STARS

In unserem Lineup befinden sich fast 100 G-STARS. Also egal, welchen genetischen Plan Sie verfolgen – bei uns finden Sie die passenden Bullen!

  •  Alta FUTURE STARS

6 der Top 8 FUTURE STARS Bullen sind neu in dieser Gruppe. Sobald ein Bulle die ersten Töchterbeobachtungen zu Kalbeverhalten erhält und sich zusätzlich als besonders guter Befruchter, also CONCEPT PLUS Bulle, beweist, kommt er in die Liste der FUTURE STARS. Unter anderem sind AltaRONDON, AltaALTUVE, AltaWILLIE und AltaBUGGY neu dabei.

  •  Neue töchtergeprüfte Bullen

11HO11799 AltaTOPSHOT ist als neuer töchtergeprüfter Bulle ganz oben auf die Liste eingestiegen. Mit bereits 164 melkenden Töchtern verbessert er sich um 111 Punkte im TPI auf beeindruckende 2754 und NM$ auf 987. Außerdem befinden sich auch einige TOPSHOT Söhne in unserer Auswahl, die zu verschiedenen genetischen Anforderungen passen. Mehr Informationen zu den neusten töchtergeprüften Bullen finden Sie HIER.

2. Welche Bullen passen zu Ihnen?

Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Bullen ganz oben in den Listen nach TPI, NM$ oder einem anderen Index stehen. Aber sind wir der Meinung, dass Sie diese Bullen unbedingt auf Ihrem Betrieb einsetzen sollten? Nein! Wir setzen schon lange nicht mehr auf einen Einer-für-Alle Index, sondern sind der festen Überzeugung, dass es für jeden Betrieb eine individuelle Bullenauswahl geben sollte! Denn jeder Betrieb ist anders, hat unterschiedliche Ziele und Zuchtstrategien für seine Herde. Wollen Sie den schnellsten genetischen Fortschritt mit genomischen oder setzen Sie eher auf Sicherheit mit unseren töchtergeprüften Bullen? Ist Ihnen die Fruchtbarkeit der Herde wichtig oder viel eher eine möglichst hohe Milchproduktion oder Lebensleistung? Setzen Sie Ihre Bedürfnisse und Ziele in den Fokus und erstellen Sie einen eigenen individuellen genetischen Plan. Wir beraten Sie gerne!

3.  Sicherheit der Fruchtbarkeitsmerkmale stabilisiert sich

Nach vielem Auf und Ab können Sie beruhigt sein, denn in Zukunft stabilisieren sich die Zuchtwerte für DPR, CCR und HCR nachhaltig. Ein neues Berechnungsmodell des CDCB verspricht, dass die vorherigen Schwankungen der Fruchtbarkeitsmerkmale der Vergangenheit angehören sollten. Für diese Zuchtwertschätzungsrunde bedeutet das eine branchenweite durchschnittliche Veränderungen in DPR wie folgt:

  • HO genomische Bullen: ↓0.6
  • HO töchtergeprüfte Bullen: ↓0.3
  • JE genomische Bullen: ↓0.3
  • JE töchtergeprüfte Bullen: keine durchschnittliche Veränderung

Sie suchen weitere Informationen? Mehr zu dem neuen Berechnungsmodell finden Sie HIER.

4. Nur tragende Kühe haben einen Einfluss auf Ihren Erfolg!

Wir teilen Ihr Ziel – mehr Trächtigkeiten auf Ihrem Milchviehbetrieb zu erzeugen. Egal, ob Sie konventionelles oder gesextes Sperma in Ihrem Zuchtplan einsetzen, haben wir die richtigen Bullen für Sie. Mit unseren ausgezeichneten CONCEPT PLUS und 511 CONCEPT PLUS Bullen finden Sie eine Menge Bullen, die sich durch höhere Konzeptionsraten bewährt haben. Und das auf großen, progressiven Betrieben – ähnlich wie Ihrer.

CONCEPT PLUS Bullen haben mit einer 2% – 5% höheren Konzeptionsrate eine überdurchschnittliche Befruchtungsfähigkeit mit konventionellem Sperma.

511 CONCEPT PLUS hilft Ihnen mit einer 5% – 9% höheren Konzeptionsrate der Bullen mehr gesexte Trächtigkeiten zu erzielen.

Wenn Sie also mehr Trächtigkeiten auf Ihrem Betrieb erzielen wollen, nehmen Sie die Fruchtbarkeit in den Fokus Ihres genetischen Plans.

Zuchtwert-Flyer & Topliste

Werfen Sie online einen Blick in unseren aktuellen Zuchtwertschätzungsflyer inklusive unserer Topliste und spannenden Informationen. Diese gibt es auch praktisch zum Ausdrucken im A4 Format!

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Neue Bullen an Spitze unserer töchtergeprüften Liste

Bekannte Namen der Alta Bullen, die nun ganz oben auf der töchtergeprüften Bullenliste stehen, waren vorher alle wichtige Vertreter auf den Listen G-STAR, FUTURE STAR und/ oder Alta ADVANTAGE.

Wenn die Töchter dieser Bullen anfangen zu melken, erhalten Sie die Bestätigung, dass diese Bullen Ihnen helfen wird, produktivere, gesündere und problemfreie Kühe zu züchten. Mit echten Töchterinformationen über Gesundheitsmerkmale, Leistungswerte und Fruchtbarkeit finden Sie die passenden Bullen zu Ihrem individuellem genetischen Plan.

Bomaz Topshot 277 von Bomaz Dairy, Hammond, WI

3 Töchter von AltatURNKEY auf Boadwin Dairy, Baltic, SD

Bomaz AltaTOPSHOT
Supershot x AltaEMBASSY
GA6040: 1043 | 2754 TPI | Alta511

  • Beeindruckende 178 Pfund Fett & Eiweiß kombiniert und +2128 PTA Milch
  • Langlebige, gesunde und problemfreie Kühe bei einer Nutzungsdauer von +7,4 PL

PEAK AltaTURNKEY
Wickham x Ransom
GA6040: 832 | 2609 TPI | CP, 511CP & Alta511

  • Hervorrange Bullenfruchtbarkeit als CONCEPT PLUS und 511 CONCEPT PLUS Vererber
  • Einfacher Kalbeverlauf mit 4.8 CE
  • Neue Exterieurtöchterbewertungen belegen, dass er einen tiefen und offenen Milchtyp vererbt mit einem hohen, breiten Hintereuter

Pine Breeze Craig 9764 von Pine Breeze Dairy in Pine River, WI

Pine Breeze Amulet 9639 von Pine Breeze Dairy in Pine River, WI

No-Fla AltaBAYOU-ET

No-Fla AltaCRAIG
Stoic x AltaEMBASSY
GA6040: 786 | 2602 TPI

  • Deutlicher Euterverbesserer mit hohem, breiten Hintereuter sowie einer starken Euteraufhängung
  • Funktionale, starke Kühe um in progressiver Umwelt zu bestehen
  • Qualitativ hochwertige Milchproduktion mit SCS von 2.51

PEAK AltaAMULET
Josuper x Mogul
2549 TPI | CP, 511CP & Alta511

  • Exzellente Bullenfruchtbarkeit als CONCEPT PLUS & 511 CONCEPT PLUS
  • Exterieur und Euterspezialist mit +2.06 PTAT und +2.54 UDC
  • Mehr als 100 melkende Töchter bestätigen den Fokus auf Leistung mit +2069 PTAM

No-Fla AltaBAYOU
AltaSPRING x Supersire
2583 TPI | CP

  • Fruchtbarkeitsfokus als CONCEPT PLUS Vererber
  • Einsatz am Besten auf Kühe mit 8.7 CE
  • Leistungsspezialist mit +1713 PTAM
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Was steckt in einer gesunden Kuh?

Denken Sie an die gesündesten Kühe Ihrer Herde. Was macht sie zu den gesündesten? Ist es ihr höheres Alter? Ist es die Tatsache, dass sie noch nie eine Mastitis hatten? Oder ist, weil sie den Frischabkalberbereich schnell verlassen, weil sie keine Probleme mit Milchfieber, Metritis, Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerung oder Ketose hatten?

Wir sind uns sicher, dass Ihre gesündesten Kühe diejenigen sind, die Sie nicht einmal bemerken. Sie haben sie nicht auf dem Schirm, weil sie einfach ihrer Aufgabe nachgehen: Sie produzieren hochwertige Milch ohne dabei Probleme für Sie oder Ihr Team zu bereiten.

Wir nennen diese unbemerkten Kühe die 4-Event Kühe. Wenn Sie sich eine Kuhkarte in Ihrem Herdenmanagementprogramm anschauen, dann erkenn Sie eine 4-Event Kuh sofort am Mangel an Ereignissen. Während der gesamten Laktation erscheinen bei diesen Kühen nur 4 Ereignisse: 1. Frisch, 2. Besamt, 3. Trächtig und 4. Trockengestellt.

Wenn das die einzigen vier Ereignisse in der Laktation sind, dann sind die Chancen hoch, dass es sich um eine gesunde und profitable Kuh handelt.

Eine gesunde Kuh ist das Resultat aus mehreren Faktoren: eine ausgewogene Futterration, eine gute Transitphase und Frischabkalbermanagement, das richtige Melkverfahren, hoher Kuhkomfort – und die richtige Genetik!

Auch wenn die Genetik nur einen begrenzten Anteil einer gesunden Kuh ausmacht, so ist sie doch ein messbarer und wahrer Faktor.

Gesunde Genetik?

Im April 2018 veröffentlichte der Council on Dairy Cattle Breeding (CDCB) eine Reihe neuer Gesundheitsmerkmale. Diese Merkmale basieren auf der Datenbank tatsächlich dokumentierter Fälle von häufigen und kostspieligen Gesundheitsproblemen beim Milchvieh. Diese sechs neuen Merkmale geben die Resistenz der Tiere gegen die jeweiligen Gesundheits- und Stoffwechselproblemen an und sollen Milchproduzenten dabei unterstützen gesündere Kühen für die nächste Generation zu züchten.

Dazu gehören Mastitis (MAST), Ketose (KETO), Nachgeburtsverhalten (RETP), Metritis (METR), Labmagenverlagerung (DA) und Milchfieber (MFEV).

Die Nutzung der neuen Gesundheitsmerkmale bietet Ihnen in Ihrem genetischen Plan eine große Chance gesündere Kühe zu züchten. Die meisten der neuen Merkmale korrelieren mit PL (Productive Life – Nutzungsdauer). Wenn Sie es sich also einfach machen wollen, können Sie für gesündere Kühe in Ihrer Herde auch auf Productive Life selektieren.

Gesündere Genetik, schlicht und einfach

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sagt uns der Zuchtwert des Merkmals PL (Nutzungsdauer), wie viele Monate mehr oder weniger die Kuh im Vergleich zum Durchschnitt in der Herde bleibt. Während die meisten Kühe wegen geringer Milchproduktion oder schlechter Fruchtbarkeit den Betrieb verlassen, gehen diese Probleme meist auf spezifische Gesundheitsprobleme im Leben einer Kuh zurück.

Die Selektion auf PL oder eines der anderen Gesundheitsmerkmalen in Ihrem genetischen Plan kann Ihnen helfen, spezifische Gesundheitsprobleme in Ihrer Herde anzugehen.

Dieses Wissen haben wir aus DairyComp – Analysen gewonnen, die wir in vielen großen, progressiven Herden durchgeführt haben. Im folgenden Beispiel analysieren wir einen gut gemanagten Milchviehbetrieb mit 2400 Kühen, auf dem Gesundheitsmerkmale genau erfasst werden. Wir haben die Tiere, deren Väter die höchsten durchschnittlichen PL- Wert aufweisen, mit den Tieren, deren Väter mit den niedrigsten durchschnittlichen PL- Werten verglichen.

Keine der Tiere werden bevorzugt behandelt –alle werden mit dem gleichen gut geführtem Management betreut. Da es keine weiteren Unterschiede außer den PL-Werten ihrer Väter gibt, die diese Tiere voneinander unterscheiden, haben wir verglichen, wie viele Gesundheitsereignisse jede Gruppe hatte. Im Speziellen haben wir uns Fälle von Mastitis, Ketose, Nachgeburtsverhalten, Metritis, Labmagenverlagerung und Milchfieber angeschaut und analysiert.

Wie erwartet zeigt Tabelle 1, dass die Kühe mit den höchsten PL-Werten bei jedem Gesundheitsereignis deutlich weniger Fälle aufweisen.

Tabelle 1# der KüheØ PL der VäterMastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagen
Kühe niedrige PL6071.325822323329
Kühe hohe PL6006.279316167
Unterschied4.917919161722

Die Wirtschaftlichkeit einer gesunden Genetik

Wir wissen, dass diese Gesundheitsereignisse mit Kosten verbunden sind und der CDCB hat diese berechnet. Die Kosten werden ohne Berücksichtigung von Produktionsausfällen oder schlechter Fruchtbarkeit berechnet. Es werden also nur die direkten Kosten gemessen, die mit jedem Ereignis verbunden sind.

Nehmen wir diese Kosten und wenden sie auf unsere Herde im Beispiel an. Dafür haben wir die Kosten pro Gesundheitsereignis mit der Differenz der Anzahl der Ereignisse zwischen den Gruppen mit niedrigem und der Gruppe mit hohem PL- Wert multipliziert. Tabelle 2 zeigt die wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzungsdauer für einen2100-Kuh Betrieb.

Tabelle 2MastitisKetoseNachgeburtsverhaltenMetritisLabmagenMilchfieber
CDCB-berechnete Kosten pro Gesundheitsereignis68€25€61€100€177€31€
Unterschied der Ereignisse der beiden PL-Gruppen1791916172212
Gesamtkosten für den Betrieb12.172€475€976€1.700€3.894€372€
= 19.589€

Dieser Betrieb spart insgesamt 21.691 Dollar alleine durch die Genetik Ihrer gesunden Kühe!

Sie möchten gesündere Kühe? Genetik hilft!

Wenn Sie Productive Life oder eines der sechs neuen Gesundheitsmerkmale in Ihren genetischen Plan aufnehmen, dann werden Sie eine nächste Generation von unbemerkten Kühen schaffen – diejenigen, die gut produzieren und gleichzeitig wenig gesundheitliche Probleme in ihrem Leben aufweisen.

Umwelteinflüsse, Kuhkomfort und das Management spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit Ihrer Herde. Aber wie Sie jetzt wissen, spielt auch die Genetik für die Gesundheit Ihrer Kühe und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Milchproduktion eine entscheidende Rolle.

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Sicherheit der Fruchtbarkeitsmerkmale stabilisiert sich

Mit der August 2019 Zuchtwertschätzung wird es eine komplette Erneuerung der Beurteilung der Fruchtbarkeitsmerkmale geben. Das bedeutet, dass die saisonalen Schwankungen für DPR (Daughter Pregnancy Rate – Töchterfruchtbarkeit) eines Bullen der Vergangenheit angehören sollten.

Diese Anpassung wird auch die Stabilität der Bullenmerkmale für CCR (Cow Conception Rate – Konzeptionsrate Kuh) und HCR (Heifer Conception Rate – Konzeptionsrate Färse) erhöhen.

Der Grund für die Schwankungen des DPR Zuchtwerts von Zuchtwertschätzungsrunde zu Zuchtwertschätzungsrunde war, dass zuvor die saisonalen Gruppierungen für die Berechnungen auf den Besamungsdaten der Färsen anstatt der Besamungsdaten der Kühe basierten.

Nach Korrektur der saisonalen Gruppierungen hat das CDCB die letzten vier Zuchtwertschätzungsrunden berechnet und sah deutlich stabilere Werte für alle Fruchtbarkeitsmerkmale. Dadurch sollten die wiederkehrenden Schwankungen und die damit verbundene Unsicherheit behoben sein.

Das bedeutet, dass Sie auf die Bullenauswahl nach DPR, CCR oder HCR in Ihrem genetischen Plan fortan vertrauen und somit mehr fruchtbare Kühe in Ihrer Herde zu produzieren können.

Was bedeutet das für diese Zuchtwertschätzungsrunde?

Durch diese Änderung zur August Zuchtwertschätzung sind die durchschnittlichen Zuchtwerte für DPR, CCR und HCR branchenweite ein wenig abgefallen. Die untenstehende Tabelle zeigt den allgemeinen durchschnittlichen Abfall in DPR für Holsteins und Jerseys.

Junge genomischen Holstein BullenTöchtergeprüfte Holstein BullenJunge genomische Jersey BullenTöchtergeprüfte Jersey Bullen
Durchschnittliche Veränderung in DPR von April zu August 2019-0.6-0.3-0.30.0

Für mehr Informationen und die genauen Unterschiede der jetzigen zur vorherigen Berechnung der Fruchtbarkeitsmerkmale, finden Sie den ausführlichen Artikel des CDCB HIER.

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