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Koepon und CRI fusionieren zu URUS

Madison, Wisconsin – Zwei starke Organisationen – eine Genossenschaft und ein privates Unternehmen – haben sich zu einem neuen globalen Marktführer im Bereich der Rindergenetik der künstlichen Besamung und im Bereich des Betriebsmanagements  zusammengeschlossen.

Die Koepon Holding BV und Cooperative Resources International (CRI) gaben ihre Absicht zur Fusion im vergangenen Dezember bekannt. Nach der Prüfung der Sorgfaltspflicht und der Abstimmung durch den Vorstand der einzelnen Unternehmen sowie der Delegierten von CRI ist der Unternehmenszusammenschluss nun abgeschlossen. Die neu gegründete Organisation wird unter dem Namen URUS geführt.

„URUS ist zwar ein neuer Name in der globalen Agrarindustrie, aber seine Wurzeln sind tief“, sagt Cees Hartmans, CEO. „Die Unternehmen der URUS-Familie – AgSource, Alta Genetics, GENEX, Jetstream Genetics, PEAK/GENESIS, SCCL und VAS – haben eine lange Tradition als Dienstleister für Milch- und Rindfleischproduzenten auf der ganzen Welt. Jetzt, als Teil dieser neuen Organisation, sind diese Unternehmen noch besser positioniert, um die zukünftigen Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden zu erfüllen.“

Die Gründung von URUS, mit seiner Größe und seinem Umfang, ermöglicht eine deutliche Erhöhung der Investitionen in Produkte und Dienstleistungen, von denen die Produzenten auf der ganzen Welt profitieren werden.

„Die Unternehmen von URUS werden bei neuen Entwicklungen in der Rinderindustrie führend sein“, sagt Hartmans. „Milch- und Rindfleischproduzenten sind das Herzstück dieser Organisation und deshalb wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitglieder und Kunden Zugang zu den besten Produkten und Dienstleistungen zu einem wettbewerbsfähigen Preis erhalten. Wir wollen auch in Zukunft Ihr bevorzugter Partner für Rindergenetik, Reproduktion und Betriebsführung sein.“

Hartmans fügt hinzu: „Gemeinsam können wir uns auf die Produktion hochwertiger und gesunder Lebensmittel konzentrieren und gleichzeitig zu einer nachhaltigen, produktiven und profitablen globalen Milch- und Rindfleischindustrie beitragen“.

Über URUS
URUS (www.urus.org) wurde 2018 gegründet und ist eine Holdinggesellschaft mit genossenschaftlichem und privatem Eigentum. URUS hat starke Wurzeln in der globalen Agrarindustrie. Diese tiefe Geschichte wird durch die Unternehmen, die Urus bilden, verankert: AgSource, Alta Genetics, GENEX, Jetstream Genetics, PEAK/GENESIS, SCCL und VAS. Es wird zudem von einem weltweiten Team aus Spezialisten getragen, die sich der Bereitstellung von genetischen und betriebswirtschaftlichen Informationslösungen für Milch- und Rindfleischproduzenten zur Verbesserung der Herdenqualität und -produktivität verschrieben haben.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Cees Hartmans, CEO unter cees.hartmans@urus.org oder Keith Heikes, COO unter keith.heikes@urus.org

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ADVANTAGE Tour Wales 2018

Vom 28. – 30. August hat unsere diesjährige ADVANTAGE Tour in Wales stattgefunden. Aus Deutschland waren 18 Teilnehmer angereist und konnten am ersten Tag sogar noch zwei zusätzliche Betriebe vorab besichtigen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den 8 tollen Gastbetrieben, die ihre Tore geöffnet haben, an alle Gäste, die diese Tour besonders gemacht haben und das Team aus Wales für die Organisation!

Die Gäste durften einige der progressivsten Milchviehbetriebe in Wales besichtigen und erhielten Einblicke in die verschiedenen Managementstrategien direkt von den Betriebsleitern und Managern. Außerdem gab es die Chance, sich mit vielen gleichgesinnten Milchproduzenten aus ganz Europa an den verschiedenen Stationen, auf den Busfahrten zwischen den Betrieben oder dem Rahmenprogramm auszutauschen.

Um auch Ihnen einen kleinen Einblick zu geben, gibt es hier ein paar Fakten zur Tour:

200Teilnehmer
3.EU Alta ADVANTAGE Tour vollendet
16Nationen verteten
4Busse zum Transport der Teilnehmer
6Herausragende Betriebe, die ihre Tore für diese Tour geöffnet haben
* Haregrove Farm | Laleston, Bridgend
* Manor Farm | St. Clears, Carmarthenshire
* Langdon Mill Farm | Begelly, Kilgetty
* Velindre Farm | St. Nicholas, Goodwick
* Littlehook Farm | Ambleston, Haverfordwest
* Fforest Farm | Newport, Pembrokeshire
2Tolle Betriebe auf der Pretour, vielen Dank an Church Farm und Worthy Farm!
24Spannende Stationen auf den Betrieben
4750Gemolkene Kühe auf allen Betrieben zusammen
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Kälbergesundheit: Kälberdurchfall – Ursachen, Auswirkungen, Prophylaxe und Behandlung

Trotz diverser beim Tierarzt und im Handel erhältlicher Elektrolyttränken, sterben nach wie vor zu viele Kälber an den Folgen einer Durchfallerkrankung. In dieser zweiteiligen Serie wollen wir Ihnen helfen, die richtigen Maßnahmen beim Auftreten von Durchfallerkrankungen bei Ihren Kälbern einzuleiten. Denn vermutlich ist nicht der Mangel an Therapeutika, sondern häufig schlichtweg ein falsches Management Ursache für die hohe durchfallbedingte Kälbersterblichkeit.

1. Ursachen

Durchfallerkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache bei Kälbern. Neben dem wirtschaftlichen Schaden ist der hohe Tierverlust auch ein wesentlicher Imageschaden für die landwirtschaftlichen Betriebe. Die Ursachen für das Auftreten von Kälberdiarrhoe sind vielfältig. Sowohl infektiöse Ursachen wie Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze als auch nicht-infektiöse Ursachen wie Mängel in der Kolostrumversorgung, Tränkezusammensetzung oder -technik spielen eine Rolle. In den meisten Fällen ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren für das Krankheitsgeschehen verantwortlich.

Bei erhöhtem Vorkommen von Durchfall im Betrieb sollte in jedem Fall der bestandsbetreuende Tierarzt zu Rate gezogen werden, um die Ursachen zu ermitteln und so gut wie möglich abzustellen. Für die wichtigsten Durchfallerreger (Rota-, Coronaviren, E. coli, Kryptosporidien) existieren Schnelltests, die im Stall durchführbar sind und sofort Aufschluss über das Infektionsgeschehen im Bestand geben können.

Die Ernährung des neugeborenen Kalbes hat einen wesentlichen Einfluss auf das Auftreten von Durchfallerkrankungen. Faktoren, die aus Sicht der Tierernährung die Entstehung von Diarrhoen fördern, sind: (1) zu geringe oder zu späte Kolostrumversorgung der Kälber, (2) Einsatz von Milchaustauschern (MAT) mit milchfremdem Protein (Soja) und (3) hohe Sulfatgehalte im MAT sowie (4) Fehler in der Tränketechnik und -hygiene, wie zu hohe oder zu niedrige Tränketemperatur, unsachgemäße Zubereitung des MAT, Gabe großer Mengen pro Mahlzeit, unregelmäßige Fütterungszeiten, unzureichende Reinigung der Nuckeleimer und fehlerhafte Lagerung des MAT.

InfektiösNicht-Infektiös
VirenImmunstatus der Kälber
- Rota-, Coronaviren- Mängel in der Kolostrumversorgung
- BVD/MD- Mangelhafte Ernährung
- andere, z.B. Breda-, Calici- und Parvoviren- Muttertierimpfung
BakterienFehler in der Tränkezusammensetzung
- E.coli- Milchaustauscher mit milchfremdem Protein
- Salmonellen- MAT mit hohem Sulfatgehalt
- andere, z.B. Clostridien- MAT mit hohem Stärkegehalt
ProtozoenFehler in der Tränketechnik und/oder -hygiene
- Kryptosporidien- zu hohe oder zu niedrige Tränketemperatur
- Eimerien- unsachgemäße Zubereitung des Milchaustauschers
Pilze- Gabe großer Mengen/Mahlzeit
- unregelmäßige Fütterungszeiten
- unzureichende Reinigung der Nuckeleimer
- fehlerhafte Lagerung des MAT

2. Auswirkungen

Durch die Schädigung des Darmepithels verlieren durchfallkranke Kälber große Mengen an Elektrolyten und Flüssigkeit über den Kot. Das führt zur Austrocknung der kranken Tiere. Je länger und schlimmer die Erkrankung ist, desto eher sinkt der pH-Wert im Blut. Dies wird als Azidose bezeichnet. Eine starke Azidose und Austrocknung der Kälber kann dazu führen, dass die Tiere nicht mehr freiwillig trinken und vom Tierarzt per Dauerinfusion therapiert werden müssen. Ziel aller Maßnahmen, die auf den Betrieben bei Kälberdurchfall angewendet werden, muss sein, einen solch schlimmen Krankheitsverlauf zu vermeiden.

3. Prophylaxe von Durchfallerkrankungen

Neben dem Abstellen der Ursachen (s. Tabelle 1), Impfungen und gründlicher Hygiene sind folgende diätetische Prophylaxemaßnahmen Erfolg versprechend: (1) verlängerte Kolostrumfütterung bis zum 14. Lebenstag und (2) die Verabreichung der Milch als Kaltsauer- oder Joghurttränke zur freien Verfügung. Bei beiden Verfahren wird die Milch durch Ansäuerung hygienisiert und damit haltbar gemacht. Die Kaltsauertränke wird durch organische Säuren dickgelegt. Für die Joghurttränke wird Vollmilch kontinuierlich mit handelsüblichem Joghurt überimpft. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des bayerischen Landesamts für Landwirtschaft.

4. Behandlung von Durchfallerkrankungen

In den meisten Fällen ist eine ursächliche Therapie bei Kälberdiarrhoe nicht möglich, deswegen werden durchfallkranke Tiere vorwiegend symptomatisch therapiert. Die Verabreichung von Elektrolyttränken ist das Mittel der Wahl bei Kälbern, die noch selbständig trinken. Verlieren durchfallkranke Kälber die Sauglust, hat sich die einmalige Injektion von Meloxicam, in einer Untersuchung als geeignet erwiesen, den Appetit der kranken Tiere zu steigern. Dieser Wirkstoff, der schmerz- und entzündungshemmend wirkt, ist für die Behandlung bei Kälbern mit Durchfall zugelassen. Die Medikation kann versucht werden, um eine Infusionstherapie zu vermeiden. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, sollte aus tierschutzrechtlichen Gründen, sofort eine Infusionstherapie eingeleitet werden. Die Gabe von Antibiotika ist bei Durchfallkälbern nicht indiziert, da die meisten Erkrankungen nicht ausschließlich einer bakteriellen Ursache zugeordnet werden können. Antibiotika beeinträchtigen die normale Darmflora, so dass ihre Applikation auch potentiell das Durchfallgeschehen verschlimmern kann.

Lesen Sie auch den Teil 2: Tränkemanagement durchfallkranker Kälber.

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